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Zittern um Kroatien-Urlaub

Jetzt droht Reise-Verbot

Tausende Urlaubsträume könnten platzen wenn Grenzen wieder geschlossen werden.

Grenzen dicht. Kroatien galt als Corona-Musterschüler unter unseren Urlaubsländern, doch die Zahlen verschlimmern sich. Es gibt mehr als 3.700 bestätigte Fälle, über 1.000 aktive Erkrankungen, 119 Todesopfer.
 
Auf der Webseite des österereichischen Außenministeriums steht: „Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4). Mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr sowie weitgehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben ist bis auf weiteres zu rechnen.“
 
Einiges deutet hier auf einen drohenden neuen Lockdown. Slowenien überlegt schon die Grenzen dicht zu machen, für Österreicher wäre der Weg an die kroatischen Strände per Auto blockiert.

Ab heute Maskenpflicht in Kroatien

Wegen der steigenden Coronavirus-Zahl gilt in Kroatien ab heute eine Maskenpflicht in Supermärkten, im Gastgewerbe, für alle Angestellten des Gesundheitssektors sowie im öffentlichen Personen-Nahverkehr und in Krankenhäusern. Das ordnete der nationale Zivilschutz an. Derzeit sind in Kroatien 1.117 aktive Corona-Fälle bekannt. In den letzten 24 Stunden gab es 50 Neuinfektionen.  
 
© koronavirus.hr
Die Corona-Zahlen vom Sonntag. 

Spanien: harter Kampf gegen illegale Partys

Mallorca. Am Wochenende stieg die Angst um eine drohende zweite Corona-Welle auch in Spanien. Auf Mallorca feierten Hunderte Urlauber (aus Deutschland und Großbritannien) am Ballermann ohne Abstand und Masken, dafür mit hohen Promille-Werten. Die Regionalregierung hat jetzt illegalen Partys den Kampf angesagt.
 
Zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus tritt auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln am Montag eine verschärfte Maskenpflicht in Kraft. Der Mund- und Nasenschutz muss auf Anordnung der Regionalregierung in allen geschlossenen öffentlichen Räumen sowie auch auf der Straße und im Freien getragen werden, sobald die Möglichkeit besteht, auf andere Menschen zu treffen.
 
Am Strand, am Pool sowie beim Sport muss hingegen weiterhin niemand eine Maske tragen. Die Balearen folgen damit dem Beispiel Kataloniens, wo aufgrund von neuen Infektionsherden bereits seit Donnerstag eine verschärfte Maskenpflicht gilt. Mallorca zieht besonders viele deutsche Touristen an, schon vor Spaniens Grenzöffnung durften Mitte Juni wieder tausende von ihnen auf die Insel.

Für diese Länder gelten Reisewarnungen

Die Liste der möglichen Reiseländer wird wieder kürzer. Nach dem Auftreten von Coronavirus-Infektionen, die auf Südosteuropa zurückgeführt werden, hat die Bundesregierung am Mittwoch Reisewarnungen für drei weitere Länder ausgesprochen: Rumänien, Bulgarien und die Republik Moldau.
 
Österreicher können damit in 30 europäische Länder reisen. Manche Staaten haben aber ihrerseits weiterhin Auflagen wie Quarantänebestimmungen bei der Einreise. Ein Überblick:

Keine Einschränkungen bei der Rückreise nach Österreich:

Bereits seit 5. Juni konnte man von Österreich in die östlichen Nachbarländer Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Slowenien auflagenfrei reisen. Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz öffneten ihre Grenze für Österreicher und andere EU-Bürger am 15. Juni. Mit 16. Juni fielen die österreichischen Einreisebeschränkungen für die meisten europäischen Länder, auch Italien. Am 21. Juni folgte Spanien.
 
Keine Einschränkungen bei der Einreise nach Österreich gibt es also für Reisende aus: Belgien, Dänemark und den Färöer Inseln, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, die Schweiz, Spanien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Zypern sowie den Kleinstaaten Andorra, San Marino, Monaco und der Vatikan.

Reisebeschränkungen:

Manche dieser Länder haben ihre eigenen Einreisebestimmungen aber noch nicht aufgehoben. Bei der Einreise nach Irland und Island ist weiterhin eine Quarantäne oder ein Test notwendig. Ab 10. Juli fällt in England die Quarantäne-Vorschrift für Besucher aus Österreich. In Schottland und Wales gilt die Quarantänepflicht allerdings weiterhin. Finnland lässt Österreicher ab kommendem Montag ohne Beschränkungen ins Land. Norwegen hat seine Quarantänevorschriften und Einreisebegrenzungen bis 20. August verlängert.
 
Vor einer Reise zu beachten ist außerdem, ob es kurzfristige Einschränkungen der lokalen Behörden zur Eingrenzung von Infektionsherden gibt. So stehen derzeit etwa Regionen in Spanien, konkret in Katalonien und Galicien, unter Quarantäne.
 
Seit 1. Juli ist bei der Einreise nach Griechenland am Land-, See- und Luftweg mindestens 48 Stunden davor eine Registrierung auf der Homepage https://travel.gov.gr/#/ verpflichtend. Auch andere Länder wie Spanien, Italien und Zypern verlangen Voranmeldungen bei der Einreise.
 
Einige Länder haben Obergrenzen für die Infektionszahlen in den Herkunftsstaaten eingeführt, von denen Reisende aus Österreich derzeit aber nicht betroffen sind. So ist die Einriese nach Litauen quarantänefrei möglich, sofern in den letzten 14 Tagen nicht mehr als 25 Covid-Fälle/100.000 Einwohner aufgetreten sind. Für die Finnen liegt diese Schelle bei weniger als acht neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner. Auch in fast allen deutschen Bundesländern gibt es eine derartige Obergrenze, außer in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Als Grenze gilt hier eine Zahl von mehr als 50 Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.
 
In Österreich lag die Zahl der Neuinfektionen/100.000 Bewohner in den vergangenen 14 Tagen laut Corona-Ampel des Complexity Science Hub (CSH) bei 1,1.
 
Reisebeschränkungen gelten darüber hinaus für alle außereuropäischen Länder. Bei der Rückkehr nach Österreich ist eine 14-tägige Selbstisolation nötig.

Reisewarnungen:

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gelten nach wie vor Reisewarnungen für 32 Staaten bzw. drei Regionen weltweit. In Europa sind das Albanien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Großbritannien, der Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Portugal, die Republik Moldau, Rumänien, Russland, Schweden, Serbien, die Türkei, die Ukraine, Weißrussland (Belarus) sowie die norditalienische Region Lombardei und der Landkreis Gütersloh im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.
 
Außerhalb Europas warnt das Außenministerium wegen der Pandemie weiterhin vor Reisen nach Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Indien, Indonesien, in den Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Senegal, Südafrika und in die USA sowie in die chinesische Provinz Hubei.
 
Eine Reisewarnung berechtigt zu einem kostenlosen Storno einer gebuchten Reise. Eine Reisewarnung ist kein Verbot. Sollte allerdings eine Rückholaktion aus einer Region oder einem Land durchgeführt werden, wo es eine ausdrückliche Reisewarnung gibt, können die Reisenden an den Konsularkosten beteiligt werden. Bei der Rückkehr aus diesen Ländern verlangt Österreich ein Covid-Gesundheitszeugnis nach einem negativen Coronatest oder eine verpflichtende 14-tägige Heimquarantäne. Bei Zuwiderhandeln droht eine Strafe von bis zu 1.450 Euro. Wer positiv getestet ist und die Quarantäne bricht, muss mit noch höheren Strafen rechnen.
 
Grundsätzlich rät das Außenministerium "dringend von allen nicht notwendigen" Auslandsreisen ab.
Video zum Thema: Das denkt Österreich zum drohenden Reiseverbot
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