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Wirbel um Kärntner Polizei

Vergewaltigungsserie verheimlicht: Polizei wollte ''Panik'' vermeiden

Sechs Vorfälle von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen gab es seit 2015 unweit einer Disko in Klagenfurt. Doch erst vier Jahre später wurde die Öffentlichkeit darüber erstmals informiert.

Die unheimliche Serie begann vor knapp fünf Jahren. Seit 2015 kam es unweit eines Clubs in Klagenfurt bei einem Acker zu mehreren sexuellen Übergriffen und auch Vergewaltigungen. Ein Vorfall im Juni 2015, einer im August 2017, 2018 kam es gleich zu drei Übergriffen und der letzte ereignete sich im Oktober 2019.

Schnell stellte sich aufgrund von DNA-Spuren heraus, dass es immer wieder derselbe Täter gewesen war. Doch erst im November 2019 - ein Monat nach dem letzten Übergriff - wurden die Vorfälle öffentlich. Selbst der Diskothekenbesitzer hatte keine Ahnung, welche Verbrechen sich nahe seines Clubs abspielten.

Die Kärntner Polizei veröffentlichte schließlich ein Phantombild samt Fahndungsaufruf. Letztes Wochenende dann die Festnahme. Ein Schwarzafrikaner wurde von den Kärntner Behörden verhaftet, berichtet die "Kleine Zeitung".

Aber warum wusste die Öffentlichkeit nicht schon viel früher von dem Serientäter? Die Polizei erklärt dies damit, dass man "Panik, Hysterie und Verunsicherung" vermeiden wollte. Denn erst im Herbst letzten Jahres konnte ein Zeuge den Täter annähernd beschreiben.

Eine solche Beschreibung hatte es vorher nicht gegeben, so die Polizei. Viele der Opfer hätten nichts oder nur eine Hand gesehen. "Sogar bei der Hautfarbe gab es unterschiedliche Angaben. Einmal war es ein 'südländischer Typ', dann 'ein Schwarzer'", sagt die Exekutive.

Als erste Maßnahme habe man die Polizei-Präsenz rund um den Club in Klagenfurt verstärkt.

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