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Chinese kämpft gegen Essensverschwendung

Alle übriggebliebenen Speisen werden zur freien Entnahme angeboten.

Ein Chinarestaurant in St. Pölten engagiert sich im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung: Jeden Abend nach Geschäftsschluss werden die übriggebliebenen Speisen vom All-you-can-eat-Buffet in einem Kühlschrank zur freien Entnahme angeboten.

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Bei dem Chinesen in der Wiener Straße kann man täglich aus 150 Speisen vom Buffet wählen. Dabei lässt es sich selbstverständlich nicht immer vermeiden, dass Speisen übrigbleiben. Betreiber Aofeng Sun will nun dagegen vorgehen, dass diese nach der Sperrstunde im Mülleimer landen.

"Meine Eltern kommen selber aus einer sehr schweren Zeit in China, in der mehrere Millionen Chinesen verhungert sind", erklärte er gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten". "Auch als ich klein war, war es bei uns immer ein Unding, dass man Essen wegschmeißt", so Sun, der in Österreich aufgewachsen ist.

Angebot richtet sich an Hungernde

Um 22.00 Uhr wird das Buffet aufgeräumt, die übriggebliebenen Speisen, die in kleinen Plastikboxen in den Kühlschrank kommen, können dann bis 22.30 Uhr kostenlos abgeholt werden. "Es gibt auch in St. Pölten oder in der näheren Umgebung Leute, denen es nicht gut geht und die hungern", so der Restaurantbetreiber.

Vom Buffet würden täglich drei bis sechs Schüsseln mit frischem Essen übrig bleiben. "Ich habe immer die Bitte geäußert, dass nur die Leute kommen, die es auch wirklich benötigen. Es soll kein Witz oder Spaß daraus werden, sondern es ist schon was Ernstes." Ob es tatsächlich nur Bedürftige abholen, kann er selbstverständlich nicht überprüfen.

Strafe für Reste am Teller

Schon bei der Eröffnung seines Restaurants vor einem Jahr sorgte der Betreiber für Aufregung, weil Gästen, die zu viel Essen auf den Teller laden und anschließend nicht aufessen, eine Geldstrafe droht. Bisher musste noch keiner seiner Gäste die vier Euro zahlen.

"Es ist nicht so gedacht, dass, wenn man hie und da eine Zwiebel übriglässt, man gleich eine Strafzahlung bekommt oder dass die Leute weniger essen dürfen. Wir wollen nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass die Leute beim Essen nachdenken, was sie essen und wie viel sie essen, damit sie nur das nehmen, was sie auch wirklich essen", erklärt der Besitzer.

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