Bezirk Wiener Neustadt

Messermord in Krumbach: Mann ersticht Ex-Freundin

Nächster Mord in Niederösterreich. Täter konnte festgenommen werden.

Ein 41-jähriger Österreicher hat am Mittwoch gegen 19.15 Uhr in der Dammstraße in Krumbach in der Buckligen Welt in Niederösterreich eine 25- bis 35-jährige Frau mit Messerstichen getötet. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Auch das Einsatzkommando der Cobra war vor Ort. Nach einer Alarmfahndung, bei der auch Hubschrauber zum Einsatz kamen, konnte der Täter bei einer Bankfiliale festgenommen werden. Angehörige sollen die Frau vor ihrem Wohnhaus in Krumbach gefunden haben. Das Landeskriminalamt - Mord- und Tatortgruppe - hat die Ermittlungen übernommen. Nähere Auskünfte wollte die Polizei am Mittwochabend vorerst nicht bekannt geben.

Morddrohungen auf Facebook

Bei dem Opfer soll es sich unbestätigten Informationen um Silvia K. handeln. Der Festgenommene soll Robert H. sein, ein Security-Mitarbeiter und Waffennarr , handeln. Vor einem Jahr sollen sich die beiden getrennt haben. Seither herrschte ein bitterer Streit zwischen dem Ex-Paar. Anscheinend soll der Verdächtige sein späteres Opfer zuvor schon auf Facebook mit Mord bedroht haben.



 

 

Zweiter Mord in 24 Stunden

Es ist der zweite Mord in zwei Tagen. Erst am Dienstag wurde eine 40-Jährige von ihrem Ehemann vor ihrem Wohnhaus in Amstetten erstochen. Die vierfache Mutter wurde vor den Augen ihrer Kinder mit 38 Stichen ermordet. Der Mann verschanzte sich anschließend in der Wohnung, ehe er von Cobra-Beamten festgenommen werden konnte.

Auch wenn der 37-jährige Tiroler mit türkischen Wurzeln, bei dem es sich, wie jetzt auch die Behörden zu­geben, um einen „islamistischen Fundamentalisten“ handelt, im Verhör komplett schweigt, so werden dennoch nach und nach Details einer Bluttat bekannt, die zeigen: Es war eine Beziehungstat, aber mit klarem religiösem Hintergrund.

Der Eiferer war nämlich stadt- und amtsbekannt – ob am Weihnachtsmarkt, vor dem Einkaufszentrum, in Pubs, in der eigenen Wohnhausanlage in Greinsfurth: Überall sprach der 37-Jährige Passanten und Nachbarn an und drängte sie, dem wahren Glauben beizutreten und wie seine Ehefrau Aurelia Sch. zum Islam zu konvertieren. Dabei war gerade seine aus dem Bezirk Scheibbs stammende Frau und vierfache Mutter, die seit Jahren nur noch im dunkelblauen Niqab in die Öffentlichkeit gegangen war, am besten Weg, die Fesseln des strengen Glaubens abzulegen.

© Viyana Manset Haber

Mordopfer wollte zu
 Verwandten flüchten

Wie eine Nachbarin, die noch immer Angst vor Senol D. hat, ÖSTERREICH anonym erzählt, wollte sich Aurelia von dem Islam-Fanatiker trennen: Immer öfter war die 40-Jährige jetzt unverschleiert zu sehen, und nur wenige Tage vor dem Mord war sie mit mehreren Bananen-Schachteln, die wohl als Umzugskartons dienen sollten und auf dem Kinderwagen ­ihres jüngsten Kindes geschlichtet waren, durch den Hof der Wohnhausanlage gegangen. Am Handy habe sie einer Vertrauten verraten, zu Verwandten nach Salzburg ziehen zu wollen. Das war offenbar ihr Todesurteil.

Wie berichtet, eskalierte Dienstagmittag ein Streit des Paares – deren ältester Sohn (18) längst das Weite gesucht hatte. Ein zweiter Sohn (9) hatte gegenüber Mitschülern von ständiger Gewalt durch seinen Vater berichtet.

In der Küche stach Senol D. schließlich zweimal auf seine Gattin ein. In Todespanik schnappte sich die Frau ihre drei anwesenden Kinder (1, 3 und 9) und flüchtete mit ihnen ins Freie. Dort wurde sie von dem rasenden Islamisten eingeholt, der vor den Augen seiner Kinder immer und immer wieder in den Bauch und in die Brust von Aurelia Sch. einstach. Insgesamt bis zu 38 Mal. Nach der brutalen Bluttat verschanzte er sich in der Wohnung, wurde aber von der Cobra überwältigt. Es gilt die Unschuldsvermutung. (kor)

Bluttat in Amstetten: Mann ersticht Ehefrau
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© Viyana Manset Haber

"Wir haben gewusst, er wird explodieren"

Seit Monaten waren die „Bekehrungsversuche“ des stets schwarz gekleideten Islamisten auf der Seite der Facebook-Initiative „Muss das sein – liebes Amstetten“ Dauerthema. Hier schilderten Betroffene ihre Begegnungen mit dem Fanatiker: „Er belästigte ganze Familien auf Spielplätzen, verfolgte sogar Radler, rannte mit einem Schild, auf dem ‚Allah‘ steht, herum oder forderte Leute am Weihnachtsmarkt auf, den Alkohol wegzuschütten und zum Islam zu konvertieren“, fasst Sprecher Jürgen Wahl zusammen. Sämtliche Beschwerden an Polizei und Politik fruchteten nicht, man ließ den Eiferer gewähren. Wahl: „Wir wurden als Spinner abgetan, weil wir vor dem Mann gewarnt haben. Leider haben wir uns nicht getäuscht.“

© Viyana Manset Haber

30 Anzeigen wegen Ordnungs-störung gegen den "Prediger"

Obwohl er alle nervte, in Panik versetzte und 30 Mal seit Sommer 2018 wegen Ordnungsstörungen angezeigt wurde, reagierten die Behörden in Amstetten erstaunlich sanft: Da Senol D. weder aggressiv war, noch Gewalt ausübte, bekam er nicht einmal Geldbußen und war weiter auf freiem Fuß. Unglaublich – der Stadtpolizeikommandant schreibt in einem Mail, dass man nur hoffen kann, dass der Mann „aufgibt“ …


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