Ehefrau erstochen: Mörder (88) hatte seinen Lebensmut verloren

Bluttat in Mistelbach

Ehefrau erstochen: Mörder (88) hatte seinen Lebensmut verloren

Das Motiv für den Mord an einer 80-Jährigen dürfte in seelischen Problemen des Täters liegen.

Nach dem Messer-Mord von Ladendorf hatten geschockte Nachbarn über den mutmaßlichen Täter Herbert G. (88) berichtet: „Zuletzt zog er sich immer mehr zurück, wirkte bedrückt.“ Tatsächlich sollen Depressionen der Auslöser der Familientragödie gewesen sein.

Wie berichtet, soll der 88-Jährige seine Frau Theresia (80) in der Nacht zum ­Donnerstag im gemeinsamen Wohnhaus an der Oberen Dorfstraße 44 in Ladendorf bei Mistelbach mit einem einzigen gezielten Messerstich getötet haben. Anschließend marschierte der frühere Briefträger die 1,5 Kilometer zur nächsten Polizeiinspektion und stellte sich: „Ich habe meine Frau getötet“, sagte er.

© Thomas Lenger

Es gab nie Streit
zwischen den beiden

Dabei galten die beiden als Vorzeige-Ehepaar, das seit mehr als 60 Jahren verheiratet war. Vier Kinder gingen aus der Verbindung hervor, das Par nahm rege am Dorfleben teil. Fotos zeigen die beiden maskiert beim Faschingsball tanzen und gemeinsam beim Kartenspielen im Wirtshaus. Von Problemen oder einem ernsthaften Streit haben Bekannte nie etwas mitbekommen.

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Herbert G. hat die Tat gestanden, die U-Haft ist beantragt. Sie wird bei Mord bedingt obligatorisch verhängt, auch gegen einen 88-jährigen Verdächtigen. Für den Familienvater gilt die Unschuldsvermutung.

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