13,5 Jahre Haft für jungen Afghanen

Michelle getötet: 'Ich habe einen Mord gemacht'

Das (nicht rechtskräftige) Geschworenenurteil gegen den 18-Jährigen fiel einstimmig.

In der Verhandlung um die Bluttat an Michelle F. im vergangenen Dezember in ihrem Kinderzimmer in Steyr ließ das Gericht am Mittwoch mehrere Audiodateien, die auf dem Handy des angeklagten Afghanen Saber A. (18) und auf jenem des Opfers gespeichert waren, abspielen.

Einige davon, die den zur Tatzeit 17-jäh­rigen Freund des Mädchens belasten, waren bereits gelöscht und wurden rekon­struiert. Aus einem Gespräch sei zu schließen, dass sich die 16-Jährige trennen wollte: „Ich hasse dich schon lange“, war die Jugendliche zu hören. Wie berichtet, soll Saber A. dem Mädchen von hinten ein Messer in die Lunge gerammt haben und durch ein Fenster geflüchtet sein.

Passanten überredeten den Angeklagten, sich zu stellen

Wenige Tage später wurde er in Wien von Passanten, die ihn aufgrund von Fahndungsfotos erkannten, dazu überredet, sich zu stellen.

Bei der Polizei sprach Saber A. von einem Unfall. Ihm sei schwindelig geworden und er sei mit dem Messer in der Hand gestürzt.

Auf Aufnahmen nach dem Tod des Mädchens sagte der Afghane jedoch weinend: „Ich habe einen Mord gemacht. Gott vergibt mir nicht. Ich entschuldige mich.“ Der laut Gutachten zurechnungsfähig Beschuldigte kassierte 13,5 Jahre Haft. Nach Verbüßung seiner Strafe wird er abgeschoben.

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