Ehefrau getötet: Selbst ihre Hunde waren verstört

5. Frauenmord in diesem Jahr

Ehefrau getötet: Selbst ihre Hunde waren verstört

Ein Mann in Tirol soll seine Frau im ­Tablettenrausch erwürgt haben – seine Arbeitskollegen deckten das Verbrechen auf, welches aber zwei stumme Zeugen haben dürfte. 

Alarm in Kössen – dem Schauplatz des fünften Frauenmordes des jungen Jahres: Wie die Polizei am Donnerstag bestätigte, wurde in einem Keller einer Reihenhausanlage die Leiche einer Frau gefunden. Dabei handelt es sich ÖSTERREICH-Informationen zufolge um Claudia Sch., eine gebürtige Vorarlbergerin (52), die mit ihrem Ehemann Franz-Josef hier im Blumenfeld im Kaiserwinkl lebte.

Gefunden wurde die Tote am Vormittag von Arbeitskollegen des Verdächtigen, der bei der Straßenmeisterei arbeitet. Die anderen Bediensteten hatten sich Sorgen um den Mann gemacht, weil dieser in der Früh nicht zum Dienst erschienen war. Und weil offenbar aller klar und bekannt war, dass er zurzeit heftigere Eheprobleme mit seiner Gattin hatte, fuhren einige von ihnen hin, um Nachschau zu halten.

© ZOOM.Tirol

Besorgte Arbeitskollegen hielten Nachschau und deckten so den Mord auf.

Vorahnung

Ihre furchtbare Vorahnung sollte sich leider bestätigen. Zwar öffnete der Gesuchte ihnen die Tür, er befand sich aber in einem derart verwirrten Zustand, dass die Kollegen sich weiter in dem Haus umsahen. Im Keller stießen sie schließlich auf die Leiche der 52-Jährigen. Sie war vermutlich mit bloßen Händen erwürgt worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Hunde ganz verstört

Der mutmaßliche Täter war durch Medikamente stark beeinträchtigt und wurde ins Spital gebracht. Die Erhebungen – vor allem zum Motiv, warum die Situation zwischen dem kinderlosen Paar eskaliert ist – laufen.

Die zwei Hunde - ein Yorki und ein Mischling - der beiden standen indes verstört auf der Terrasse. Stumme Zeugen der Tat, die vergebens warteten, dass Frauchen und Herrchen wieder auftauchen.

Grausame Serie: Fünfter Frauenmord in diesem Jahr

Die in Tirol ermordete Claudia Sch. ist bereits das fünfte weibliche Gewaltopfer in diesem Jahr. Es begann am 15. Jänner in Ybbs/Donau:

  • Dort tötete der Brauereiarbeiter Nicolae T. (50) seine 42-jährige Ehefrau Gabriela durch mehrere Messer­stiche. Motiv: Eifersucht. Seine Frau soll ein Verhältnis mit einem Arbeitskollegen gehabt haben.
  • Ende Jänner wurde in Wien-Floridsdorf Birgit H. in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Erwürgt. Unter dringendem Verdacht: ihr Freund Leopold W. (37). Auch er soll aus Eifersucht gemordet haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
  • Anfang Februar tötete ein 29-jähriger Flüchtling aus Afghanistan in Trieben bei Liezen (Steiermark)­seine Ehefrau. Der Mann verprügelte immer wieder seine Frau, die 25-Jährige ging zur Betreuerin und vertraute sich ihr an. Es war ihr Todesurteil.
  • Nur einen Tag später schockte eine Wahnsinns-Tat Graz: Ein 27-Jähriger stach nach seiner Entlassung aus der Psycho-Klinik auf offener Straße auf eine unschuldige Frau ein. ­Kerstin W. (33) erlag im Spital ihren Verletzungen.
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