Ehefrau in Tirol im Streit mit Hundeleine ermordet: 12 Jahre Haft

Urteil nicht rechtskräftig

Ehefrau in Tirol im Streit mit Hundeleine ermordet: 12 Jahre Haft

Angeklagter soll 52-jährige Ehefrau mit Hundeleine erdrosselt haben.

Die Ehe war längst zerrüttet, am Schluss für beide nur noch eine Qual. Bis es wieder einmal zum Streit wegen der hohen Schulden kam. Im Februar schließlich stürzte die Ehefrau die ersten Stufen der Kellertreppe hinunter. Ihr Mann (56) legte ihr eine Hundeleine um den Hals, schleifte sie in den Kellerraum und zog so lange zu, bis seine drei Jahre jüngere Frau tot war. Am Dienstag musste sich der Kössener wegen Mordes vor einem Schwurgericht in Innsbruck verantworten.

„Er war in einem Tunnel, in einer Einbahnstraße, an dessen Ende es kein Licht mehr gegeben hatte“, sagte Verteidiger An­dreas Grabenweger in seinem Eröffnungsplädoyer. Wegen der langen Vorgeschichte, der permanenten Zerwürfnisse und dem zu Depressionen neigenden Angeklagten ging auch der Gutachter von einer emotionalen Sonder­situation aus. Allerdings hielt er den 56-Jährigen für zurechnungsfähig.

Fünf Tage lebte der Angeklagte mit der Leiche im Keller. Arbeitskollegen, die sich Sorgen gemacht hatten, weil er nicht mehr kam, fanden die 52-Jährige. Er selbst hatte versucht, sich das Leben zu nehmen. Am Dienstag ist der 56-jährige Ehemann am Landesgericht Innsbruck wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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