Blutige Türkei-Demos in Österreich

Bilanz:

Blutige Türkei-Demos in Österreich

Seit Tagen gibt es bei Kurden-Demos in Wien Randale von türkischen Jugendlichen.

Wien. Alarmstufe Rot herrschte am Freitag, an Tag 3 der Eskalationen zwischen den verfeindeten Ethnien in Österreich – am Keplerplatz ist für 18 Uhr wieder eine Demo der kurdischen Gemeinschaft angesagt. Mehrere Hundert Polizisten wollen „aktiv, entschieden und konsequent“ für Sicherheit sorgen.

Denn: Am Donnerstag hatten türkische Jugendliche im Stadtteil Favoriten nicht nur antifaschistische, linksradikale und kurdische Aktivisten bei einer Demo angegriffen – sondern auch die Polizei attackiert, die noch Schlimmeres verhindern konnte.

Krieg um Favoriten – Eltern schickten ihre Kinder

Erste Zwischenfälle gab es schon am Mittwoch, bei einer Kurden-Demo für mehr Frauenrechte – und das ausgerechnet im von Türken stark besiedelten 10. Bezirk. Am Donnerstag kam es dann bei einer Anti-Rassismus-Demo zu Gewaltszenen – vorwiegend durch jugendliche, türkische Männer. Postings in sozialen Netzwerken zeigen: Die Männer wurden von den eigenen Eltern (allesamt Erdogan-Fans und streng religiös) auf die Straße geschickt, angefeuert und als Helden bejubelt.

»Allahu Akbar«-Rufe und extremistischer Wolfsgruß

Zwei Cops wurden am Donnerstag durch geworfene Gegenstände verletzt, ein Polizeihund von Teilen einer Waschbeton-Platte getroffen. Es gab drei Festnahmen und 34 Anzeigen. Innenminister Karl Nehammer stellt in ÖSTERREICH klar: „Ich habe weder Verständnis noch Toleranz, wenn versucht wird, inner-türkische Konflikte in Österreich auszutragen.“Videos belegen, dass viele den in Österreich seit 2019 verbotenen Wolfsgruß – ein Erkennungszeichen der rechtsextrem-ultranationalistischen türkischen „Grauen Wölfe“ – zeigten. Noch verstörender: minutenlange „Allahu Akbar“-Rufe.

Die rechtsextrem-ultranationalistische Gruppierung soll die Ausschreitungen gegen die verhassten Kurden bewusst provoziert haben. Sie haben enge Verbindungen zu Türkei-Präsident Recep Erdogan. Ob sie auf Befehl einer Suborganisation der türkischen Regierung handelte, soll der Verfassungsschutz klären.

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