Flüchtling stach Mediziner nieder

Messer-Attacke im Spital: 'Stimmen befahlen mir, Arzt zu töten'

Innere Stimmen sollen befohlen haben, im Spital einen Arzt niederzustechen.

Kommt einem inzwischen irgendwie bekannt vor: Auch Flüchtling Paul J. (33) aus Sierra Leone will innere Stimmen gehört haben, die ihm die Wahnsinnstat im Kaiser-Franz-Josef-Spital befohlen haben sollen. Wie berichtet, soll der 33-Jährige im Wartebereich der Inneren Medizin ohne Vorankündigung mit einem 25 Zentimeter langen Messer einen Oberarzt (64) niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.

Anschließend setzte sich der Angreifer zu den anderen Patienten, wartete seelenruhig auf das Eintreffen der Polizei. Der Top-Mediziner überlebte dank einer Not-OP und einer ungewöhnlichen Anomalie. Der Herzspezialist hat seine Leber in der linken Körperhälfte, der Afrikaner stach rechts zu.

"Das Motiv liegt im
persönlichen Bereich"

Opfer und Täter kannten sich seit Langem. Paul J., der seit 2004 in Österreich lebt und subsidiären Schutz genießt, ist seit acht Jahren im SMZ Süd in ärztlicher Behandlung.

Erst im Juni war er operiert worden, der Oberarzt soll zum OP-Team gehört haben. Probleme zwischen den beiden waren nicht bekannt. Aber: „Das Motiv liegt im persönlichen Bereich“, sagte ein Ermittler.

Psycho-Anstalt. Polizeisprecher Paul Eidenberger über den Verdächtigen: „Er wirkte für die Beamten normal und orientiert. Er konnte Daten zu früheren Behandlungen nennen und Zusammenhänge schildern.“ Der Afrikaner ist in die Justizanstalt Josefstadt überstellt worden. Ein psychiatrischer Gutachter wird seine Schuldfähigkeit untersuchen.

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