Amokfahrt: Arzt hielt sich für 'Knight Rider'

Einweisung in Anstalt auf Bewährung

Amokfahrt: Arzt hielt sich für 'Knight Rider'

Ein angesehener Unfallchirurg wurde unter einer Psychose zum Amokfahrer. 

Wien. Top-Verteidiger Niki Rast brachte es am Mittwoch vor dem Straflandesgericht auf den Punkt: „Mein Mandant hat das sicher nicht gemacht, weil er ein Krimineller ist.“

Und tatsächlich: Der 43-jährige Angeklagte ­arbeitete bis zu 100 Wochenstunden als Chirurg, galt aber seit Längerem als seltsam. Eine festgestellte bipolare Störung nahm er nicht ernst, verzichtete auf die verschriebenen Medikamente. Bis es Mitte April zum großen Knall kam. Der Mediziner hielt sich für „Knight Rider“, dachte, sein Auto könne von allein fahren, fühlte sich verfolgt und raste durch Wien. Absichtlich rammte er mehrere Autos, weil er sich für unverwundbar hielt. Als ihn Polizisten aufhalten wollten, schleifte er einen Beamten etliche Meter mit. Der Arzt wurde bedingt eingewiesen, muss sich jetzt an strenge Auflagen halten.

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