All-Felix sollte das Ibiza-Video für Strache kaufen

Beschuldigter K. packt über Treffen aus

All-Felix sollte das Ibiza-Video für Strache kaufen

Felix Baumgartner soll als möglicher Investor für Strache genannt worden sein.

Dass Heinz-Christian Strache mehrfach versucht haben soll, das gesamte Ibiza-Video zu kaufen, ist bekannt. Wie ein SMS, das ÖSTERREICH vorliegt, zeigt, soll er für das Vorhaben auch prominente Geldgeber im Auge gehabt haben. Demnach soll der in der Ibiza-Affäre Beschuldigte K. (es gilt die Unschuldsvermutung) bei einer Einvernahme von einem Treffen mit dem Ehepaar Strache berichtet haben, wo es um den Kauf des Videos ging.

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Ein konkretes Angebot sei dabei laut K. nicht gelegt worden - allerdings sei behauptet worden, dass es "eine Investorengruppe" gebe, die an dem Video interessiert sei. "Einer dieser Investoren soll Felix Baumgartner gewesen sein".  Straches Anwälte dementieren das.

Polizei stellt Straches Ex-Bodyguard kalt

Er war ganz oft sehr nah am Ex-Vizekanzler dran, er hielt sogar den kleinen Sohn von Heinz-Christian Strache in seinen Armen, organisierte den Einbau der Alarmanlage im Haus des Ex-FPÖ-Chefs und hörte bei langen Autofahrten auch sehr viele Telefongespräche mit: R. (49), im Hauptberuf Polizist bei der Landespolizeidirektion Wien, jobbte als "Sicherheitschef" bei Strache und genoss aufgrund seiner bisherigen Zuverlässigkeit seit Jahren das Vertrauen des freiheitlichen Politikers.

Straches Sicherheitschef und der Ibiza-Anwalt M.

Der Security-Experte soll aber noch ein zweites Leben geführt haben: Laut Zeugenaussagen bei der Soko Ibiza kannte R. auch mehrere Mitglieder der sogenannten Ibiza-Clique ziemlich gut, wie etwa den mutmaßlichen Drahtzieher des Video-Projekts, den Wiener Anwalt M., sowie dessen Lebensabschnitts-Gefährtin, ein TV-Starlet. So soll R. - dank seines Zugangs zu Strache - schon seit dem Jahr 2015 möglicherweise "Material" gesammelt haben, das den Ex-Vizekanzler belasten sollte. Bereits vor fünf Jahren soll R. der Staatsanwaltschaft "Beweismaterial" gegen Strache angeboten haben - weil er dafür eine Menge Geld wollte, kam dieser Deal aber nicht zustande.

Dienstfreigestellt und trotzdem 13.200 Euro für R.?

Ende September bekam R. nach Auffliegen der sogenannten "Spesen-Affäre" um Heinz-Christian Strache überraschenden Besuch von den Ermittlern der Soko Ibiza: Weil bei der Hausdurchsuchung weiteres brisantes Material in der Wohnung des Polizisten sichergestellt worden sein soll, wurde der Polizist auch kurzfristig festgenommen. Erst dann sprach die Polizeidirektion Wien eine Suspendierung ihres Mitarbeiters aus, der noch kurz vor der Razzia als Beamter Dienst machte - also zu einem Zeitpunkt, als bereits viele Personen über seine mutmaßliche Rolle in der Ibiza-Video-Clique Bescheid gewusst haben.

Seit Ende September ist der Polizist und Bodyguard nun vom Dienst suspendiert, vermutlich zu seinen bisher üblichen Bezügen, doch das wollte in der Polizeidirektion niemand bestätigen. Ein Polizist mit mehrjähriger Erfahrung kommt laut finanz.at auf ein Monats-Bruttogehalt von 3300 Euro. Sollte die Dienstfreistellung bis zum Abschluss des Strafverfahrens verhängt bleiben, wird R. noch monatelang sehr viel Freizeit haben: Laut Justiz-Insidern sei in diesem Jahr mit keiner Anklage mehr zu rechnen.

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