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FP-Politiker tritt nach Nazi-Posting zurück

Gerald Hraball bezeichnet Flüchtlinge als "wertloses Menschenmaterial".

Erneut sorgt ein Nazi-Sager aus der FPÖ für Schlagzeilen. Gerald Hraball, freiheitlicher Gemeinderat in Gloggnitz, griff in der aktuellen Flüchtlingsdebatte auf NS-Jargon zurück. So schreibt er auf Facebook: „Die Zwangsbevormundung durch die EU-Diktatur schreitet voran! Statt pragmatische und sinnvolle Lösungen (z.B. Rückverfrachtung nach Afrika) zu finden, plant sie Zwangsimport und - aufteilung, wohl wissend, dass dieses Menschenmaterial für Europa komplett wertlos und problembehaftet ist." Noch am Montag Abend gab die FPÖ bekannt, dass Hraball aus der Partei ausgetreten ist.

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Der Ausdruck des wertlosen und unbrauchbaren Menschenmaterials wurde auch von der nationalsozialistischen Führung verwendet. So bezeichnete Adolf Hitler selbst Juden und andere Minderheiten als wertloses Menschenmaterial.  

Rücktrittsforderungen
Das Mauthausen Komitee Österreich hatte zuvor den Rücktritt des Lokalpolitikers gefordert. Auch die Grünen zeigten sich entsetzt. Abgeordneter Harald Walser fordert in einer Aussendung Konsequenzen: "Das ist widerlichster Antisemitismus, das muss in der FPÖ Konsequenzen haben!"

Gerald Hraball hat das Posting mittlerweile von seiner Facebook-Seite entfernt.

Das sei "keine glückliche Formulierung", reagierte Christian Hafenecker, Landesparteisekretär der NÖ Freiheitlichen. Er hätte eine solche ebenso wie die Landespartei "nicht getroffen". Dass es sich um einen "Nazi-Sager" handle, wies Hafenecker "entschieden" zurück. Der Mandatar sei auf die Flüchtlingsproblematik eingegangen, "die man in Europa unfähig ist zu lösen".
 

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