Anschober für Wiederaufnahme von EU-Seenotrettungsprogramm

Minister heute um 21 Uhr auf oe24.TV

Anschober für Wiederaufnahme von EU-Seenotrettungsprogramm

 "Ich würde das sehr begrüßen, dass das Seenotrettungsprogramm wieder verwirklicht wird, dass man die NGOs da nicht alleine lässt", sagt der Minister im oe24.TV-Interview.

 Im Interview auf oe24.TV (Ausstrahlung heute um 21 Uhr bei FELLNER! LIVE) und in der Tageszeitung ÖSTERREICH (Dienstagsausgabe) spricht sich der grüne Gesundheits- und Sozialminister Rudi Anschober für eine Wiederbelebung der EU-Rettungsmission Sophia aus.



Auf die Aussagen von Bundeskanzler Sebastian Kurz angesprochen, dass Österreich gegen einen Neustart der EU-Rettungsmission Sophia sei, antwortet Anschober: "Ich persönlich sehe das anders. Ich würde das sehr begrüßen, dass das Seenotrettungsprogramm wieder verwirklicht wird, dass man die NGOs da nicht alleine lässt."

Anschober meint in dem Interview auf oe24.TV weiter: "Mein Grundprinzip ist, wenn ich an der Donau vorbei gehe und sehe einen ertrinkenden Menschen, dann hüpfe ich wenn ich schwimmen kann ins Wasser und versuche, ihn vor dem Ertrinken zu retten. Das ist aus meiner Sicht bei Menschen im Mittelmeer nicht anders.

ÖVP-Außenminister schlägt zurück: Anschober nicht zuständig

In der Diskussion um einen Neustart der EU-Marinemission "Sophia" im Mittelmeer hat Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) seine ablehnende Haltung bekräftigt. Die Position von Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) sei für die Republik nicht relevant, "da die österreichische Linie in dieser Frage in Brüssel vom Außenminister vertreten wird und nicht in Anschobers Zuständigkeitsbereich fällt".

Schallenberg bekräftigte in der Pressemitteilung am Montag: "Keine Unterstützung für die Wiederaufnahme von Sophia, da sie nicht zur Kontrolle des Waffenembargos beiträgt und wir das klare Ziel verfolgen, die illegale Migration zu stoppen, Schlepper zu bekämpfen und das Sterben im Mittelmeer zu beenden." Die Position von Anschober sehe er sehr gelassen, da sie "weder neu noch überraschend" sei.

 

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