'Wer soll da noch Verantwortung übernehmen wollen'

Nach Porsche-Wirbel: Dornauer schlägt zurück

Der Tiroler SPÖ-Chef geht in die Defensive und will die 'befremdliche' Debatte endlich beenden.

Der Tiroler Aufdecker Markus Wilhelm postete vor einigen Tagen das Foto eines eleganten Porsche Macan in der Tiefgarage des Innsbrucker Landhauses – und ein SPÖ-Sprecher bestätigte: Es ist das Auto des roten Landesparteichefs Georg Dornauer, der ja als Bürgermeister von Sellrain auf ­einen Allradantrieb angewiesen sei. In der Tiroler SPÖ gibt man die Leasingrate für den drei Jahre alten Macan mit 312 Euro im Monat an – 50.000 Euro sei der Preis des Gebrauchtwagens gewesen. Innerhalb der Partei war man darüber freilich nicht glücklich. Sorgte erst der Auszug von Ex-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda aus der Parteizentrale für Wirbel. Denn auch er holte seine letzten Sachen mit seinem Porsche ab. Der Aufschrei war groß. Für viele undenkbar, dass ein Sozialdemokrat mit einem solchen Luxuswagen unterwegs sei.

Ein Skandal, der nun auch den Tiroler SPÖ-Chef betrifft. Und am Sonntag machte Dornauer noch einmal einen Schritt nach vorne und versuchte die Causa mit einem Posting auf Facebook entgültig zu klären. "Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich privat einen gebrauchten Porsche Macan fahre", erklärt der SPÖ-Rebell. Das Auto sei gut fünf Jahre alt und er fahre es seit zwei. "Zudem Zeitpunkt hatte ich noch kein Landtagsmandat inne", Dornauer. Zudem stellt er klar, dass er die Leasingrate natürlich selbst bezahle, und nicht die Partei.

Am Ende meint er auch, dass er ohnehin darüber nachdenke den Porsche durch ein kleineres Auto zu ersetzen, ehe er zur Attacke ausholt. "Das alles kann ich natürlich belegen - wobei ich mir ernsthaft die Frage stelle, wer in Zukunft noch dazu bereit ist, politische Verantwortung zu übernehmen, wenn jedes Wort auf die Waagschale gelegt wird und man nicht einmal mehr selbst entscheiden kann, welches Auto man fährt", schreibt der 36-Jährige und hofft damit diese, für ihn "befremdliche", Debatte beendet zu haben.

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