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Wiederholen

Pflasterstein-Affäre

Die geheimen Chat-Protokolle der ÖGB-Jugend

oe24 wurden die Chat-Verläufe der WhatsApp-Gruppe des ÖGB-Jugendvorstands zugespielt.

Es war der Aufreger beim Beschluss des 12-Stunden-Tags im Par­lament: Weil ÖVP- und FPÖ-Abgeordnete vor ihren Büros Pflastersteine und Grablichter fanden, warfen sowohl ÖVP-Klubchef August Wöginger als auch sein FPÖ-Kollege Johann Gudenus dem ÖGB vor, mit Gewalt zu drohen.

Am Freitag wurde aufgrund eines Videos aus einer Überwachungskamera bekannt, dass die ÖGB-Jugend hinter der Pflasterstein-Affäre steckt. oe24 wurden nun die Chat-Verläufe der WhatsApp-Gruppe des ÖGB-Jugendvorstands zugespielt. "Fuck", so die erste Reaktion eines Mitglieds des ÖGJ-Bundesjugendpräsidiums auf den am Freitag von oe24 veröffentlichen Artikel zu den Pflasterstein-"Tätern". ( SIE stecken hinter der Pflasterstein-Aktion ).

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"Bin drei Wochen weg und ihr werdet kriminell...", kommentierte ein weiteres Mitglied des Jugendvorstands.

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Anschließend wurde im Chat noch das weitere Vorgehen besprochen: "Falls jemand von Medien kontaktiert wird, entweder an mich oder die Geschäftsführung weiterleiten. Das war keine ÖGJ oder ÖGB Aktion. Wir haben nichts davon gewusst."

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Nehammer fordert Konsequenzen

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer forderte in einer Presseaussendung ernsthafte Konsequenzen : "Man muss sich das vorstellen. Hier wurden Abgeordnete samt ihrer Familien und Kinder an ihren Privatadressen aufgesucht. Das ist eine beispiellose Eskalation und demokratiepolitisch höchst gefährlich. Hier kann es nicht bei einer Ermahnung bleiben - die Gewerkschaft muss handeln", forderte er.

"Wer ist der Urheber und Auftraggeber der Aktion und wer hat davon gewusst? Da sich die beiden Verdächtigen auch in der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter engagieren und Gewerkschafts-Mitarbeiter sind, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um eine konzertierte Aktion handelt", so Nehammer weiter. Aus diesem Grund fordere er "volle Aufklärung und ernsthafte Konsequenzen durch die Verantwortlichen in ÖGB und FSG".

Video zeigt Pflasterstein-Leger

Schon am Freitag gab es einen Knalleffekt, als bekannt wurde, dass die Aktion aus dem ÖGB kam: oe24 wurde ein Video einer Überwachungskamera zugespielt, das zeigt, wer dahintersteckt. Zu sehen sind zwei ÖGB-Jugendfunktionäre, die die Pflastersteine und Grablichter in der Nacht auf Donnerstag vor Adressen von ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten platziert haben.

Die Screenshots zeigen, wie die Funktionäre die Pflastersteine und Grablichter vor einer der Adressen niederlegen und danach noch ein Handy-Foto davon machen. Das komplette Video sehen Sie oben im Artikel.

Wie oe24-Recherchen er­gaben, handelt es sich um 
den Salzburger ÖGB-Landesjugendsekretär Stojan Dobras (Gewerkschaft PRO-GE) und Branislav Dubraja von der Vida. oe24 versuchte, beide zu erreichen – keine Antwort.

Hier ein Foto der beiden ÖGB-Funktionäre, die hinter der Pflasterstein-Aktion stecken, bei der 12-Stunden-Tag-Demo in Wien:

ÖGB-Präsident distanziert sich

Eine solche gab dafür ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, der in ÖSTERREICH Klartext sprach: „Ich distanziere mich von der Aktion, sollten die beiden das in ihrer Freizeit gemacht haben, dann werde ich mit ihnen ein Gespräch führen – so geht das nicht.“

Gewerkschafter schütteln zwar den Kopf über die Aktion, sagen aber, dass der Pflasterstein keine Drohung sei – ÖGB-Organisationschef Willi Mernyi hatte einen 17 kg schweren Pflasterstein beim ÖGB-Kongress auf dem Rednerpult liegen, um zu verdeutlichen, dass ein Pflasterer namens Günther im Laufe eines 12-Stunden-Tags 5,3 Tonnen über sein Kreuz heben muss.

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