User zeigen sich schockiert

'Standard' sorgt für Empörung

„Scharfe Kritik an härteren Strafen für Sexualverbrecher“, titelte „Der Standard“.

Am Wochenende gab die Regierung bekannt, dass sie die Strafen bei Gewaltverbrechen verschärfen wird. Vergewaltiger müssen demnach künftig in Haft. ÖSTERREICH berichtete am Sonntag über dieses Vorhaben. Der Standard reagierte am Montag – scheinbar „beleidigt“, weil er die Story verpasst hatte – mit einer fragwürdigen Titelzeile. In seiner Montagsausgabe titelte das rosarote Blatt: „Scharfe Kritik an härteren Strafen für Sexualverbrecher“.

Zitiert wird in dem Bericht die Juristin Katharina Beclin, die härtere Strafen für Sexualverbrecher für „kontraproduktiv“ hält.

Auch im »Standard«-­Forum waren User empört

Im Internet löste der Standard-Blattaufmacher jedenfalls Empörung aus. „Dem Standard sind die Täter wichtiger als die Opfer“, war nur einer von Hunderten schockierten User-Kommentaren im Netz.

Selbst im Standard-Forum gab es für den Blattaufmacher mehrheitlich Kritik. „Na ja, das ist aber dünne Kritik. Nach der Logik wäre es am besten, wenn es gar keine Strafen geben würde. Dann wäre niemand abgeschreckt, jemanden anzuzeigen“, ätzt ein Standard-User. Ein weiterer User schreibt: „Das Strafmaß gering zu halten, damit sich die Opfer eher trauen die ‚armen Täter‘ anzuzeigen, ist für mich irgendwie der falsche Ansatz.“

Auch ÖVP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler reagierte mit Unverständnis auf die Kritik: „Kommt es zu so einer schweren Tat wie etwa einer Vergewaltigung, sind hohe Strafen neben der Spezial­prävention auch ein klares ­Bekenntnis einer Gesellschaft dafür, dass solche Verbrechen nicht akzeptiert werden und entsprechend hoch zu be­strafen sind. Hier darf es null Toleranz geben!“

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