Vizekanzler im Interview über seine Pläne

Strache-Comeback nach Papa-Monat

Seit gestern ist Vizekanzler Strache wieder zurück im Büro. Jetzt will er Papa-Monat für alle.

Er wolle „allen Vätern die Möglichkeit eines Papa-Monats“ bieten, erklärt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gestern nach seiner Rückkehr aus ebendiesem im ÖSTERREICH-Gespräch. Der blaue Vizekanzler schwärmt über die gemeinsame Zeit mit Ehefrau Philippa und Sohn Henrik, während er als Comeback-Bühne ganz bewusst den Besuch bei Polizeischülern in Wien auswählte.

Strache setzt jetzt neue Denker in sein Ministerium

Der FP-Chef will schließlich auch in den kommenden (Wahlkampf-)Monaten auf das Thema Sicherheit setzen. Heute präsentiert Strache dafür eine neue „Denkwerkstatt“ im Vizekanzleramt.

  • Mit ehrenamtlichen Experten möchte der FP-Vizekanzler zu den Themen „Politischer Islam“, „Kampf gegen Antisemitismus“ und Wirtschaft neue Kompetenzen entwickeln. Und im Wettstreit mit der derzeit dominierenden ÖVP sichtlich wieder mithalten können.
  • Am Mittwoch beschließt die Regierung im Ministerrat die neue Strafrechtsreform. Strache freut sich hier über „gerechtere Strafausmaße“.
  • Besonders wichtig ist dem Oberblauen freilich, dass sein Innenminister Herbert Kickl sich mit strengeren neuen EU-Richtlinien im Asylrecht einsetzen kann. „Der Innenminister hat da meinen vollen Rückhalt, diese hanebüchenen Bestimmungen zu verändern“, so Strache zu ÖSTERREICH.

Und last, but not least wird Strache sich in den kommenden Monaten natürlich auch stark in den EU-Wahlkampf einbringen.

Dazwischen, so der 49-Jährige zu ÖSTERREICH, wolle er aber „möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringen“. Isabelle Daniel

© APA/HANS PUNZ

Strache: "Müssen Asyl-
Gesetze ändern"

ÖSTERREICH: Nach Ihrer Rückkehr aus dem Papa-Monat – was sind Ihre Schwerpunkte für 2019?

Heinz-Christian Strache: Ich war ja nie gänzlich weg, habe aber diese Wochen als wundervolle Erfahrung erlebt, die ich gerne allen Vätern möglich machen würde. Ich hoffe daher, dass wir den Papa-Monat für alle realisieren können. Jetzt werden wir einmal die Strafrechtsreform im Ministerrat beschließen, die Experten kritisieren, ohne sie zu kennen. Hier geht es nicht nur um Abschreckung, sondern um ein gerechtes Strafausmaß. Man kann Gewalttaten nicht einfach hinnehmen.

ÖSTERREICH: Ihr Innenminister hat uns gesagt, dass er die internationalen Asylgesetze ändern möchte. Sie auch?

Strache: Der Innenminister hat hier meine volle Unterstützung. Nach dem jüngsten grauenvollen Mord in Dornbirn scheint sogar die Opposition zu verstehen, dass man die Handhabe haben muss, straffällige Asylwerber sofort außer Landes bringen zu können. Die EU-Richtlinie verunmöglicht das derzeit. Man muss diese hanebüchene Richtlinie natürlich ändern!

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