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Vorarlberg-Wahl: Schwarz-grüner Sieg & blauer Absturz

Auch SPÖ und NEOS verbuchen leichte Zugewinne. Vorläufiges Endergebnis: ÖVP 43,59%, Grüne 18,78%, FPÖ 13,97%, SPÖ 9,49%, Neos 8,48%.
Die Landtagswahl in Vorarlberg hat einen FPÖ-Absturz auf Platz drei hinter die Grünen und den klaren ersten Platz für die ÖVP gebracht. Laut dem vorläufigen Endergebnis kommt die Volkspartei auf 43,6 Prozent der Stimmen, ein Plus von 1,8 Prozentpunkten. Leichte Zugewinne brachte die Wahl für SPÖ und NEOS, die auf den Plätzen vier und fünf landeten.
 
 

Noch nicht enthalten sind im vorläufigen Endergebnis die rund 1.800 noch nicht ausgezählten Briefwahlstimmen und die in fremden Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten. Diese werden am Dienstag nach der Wahl ausgezählt, dürften das Ergebnis aber nur mehr minimal verändern.

Video zum Thema: Fakten-Reaktionen-Analysen - Erste Hochrechnung: ÖVP gewinnt klar



Laut dem vorläufigen Endergebnis vom Wahlsonntag erreichten die Grünen 18,8 Prozent und Platz zwei hinter der ÖVP - ein Plus von 1,6 Prozentpunkten gegenüber 2014. Inklusives der ausständigen Wahlkarten dürften die Grünen laut SORA/ORF-Prognose auf 18,9 Prozent kommen (plus 1,7 gegenüber 2014). Die Wahlkarten werden auch das Ergebnis der ÖVP noch geringfügig ändern, laut der Schätzung auf 43,5 Prozent, was ein Plus von 1,7 Prozentpunkten ergeben wird.

 
 
Die FPÖ mussten einen Absturz von 23,4 auf 14,0 Prozent hinnehmen. Das Minus von 9,5 Prozentpunkten brachte ein Abrutschen hinter die Grünen auf Platz drei. Inklusive der restlichen Wahlkarten werden die Freiheitlichen laut SORA/ORF bei 13,9 Prozent zu liegen kommen.
 
 

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Wie ÖVP und Grüne dürfen sich auch SPÖ und NEOS über Zuwächse freuen, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Die SPÖ legt laut vorläufigem Ergebnis um 0,7 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent zu und verfehlt damit das Ziel der Zweistelligkeit. Auch inklusive der Wahlkarten wird diese Hürde wohl nicht übersprungen, wie die SORA-Prognose (ebenfalls 9,5 Prozent) nahelegt.
 
 

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Die NEOS schafften mit 8,5 Prozent souverän den Wiedereinzug in den Landtag. Gegenüber 2014 bedeutete das Ergebnis ein Plus von 1,6 Prozentpunkte. Die Wahlkarten dürfte für die NEOS nichts mehr verändern.
 

Wallner kann sich Koalitionspartner aussuchen

Die ÖVP hat nach der Wahl vom Sonntag nun mit jeder der im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien eine Mandats-Mehrheit. Die stabilste Mehrheit hätte eine Neuauflage der bisherigen schwarz-grünen Koalition: ÖVP und Grüne kommen gemeinsam auf 24 Sitze.

Mit der FPÖ käme die ÖVP auf 22 der 36 Mandate, allerdings hat Vorarlbergs ÖVP-Chef Markus Wallner eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen nach der Ibiza-Affäre bereits ausgeschlossen.

Einen Überhang von drei Mandaten hätte eine Zusammenarbeit von ÖVP und SPÖ. Gemeinsam kommen die beiden Parteien auf 21 Sitze.

Und anders als 2014 hätte auch eine schwarz-pinke Koalition eine Mehrheit im Landtag: Gemeinsam mit NEOS kommt die ÖVP auf 20 Sitze im Landesparlament, was zwei Mandate Überhang bedeutet.

Gegenüber 2014 legt die Volkspartei um ein Mandat zu und hält künftig 17 Sitze. Die Grünen, der bisherige Regierungspartner, entsenden ebenfalls um einen Abgeordneten mehr ins Landesparlament und halten bei 7 Mandaten.

Die FPÖ büßt vier Sitze ein und hat nur mehr 5 Abgeordnete im Landtag. Die SPÖ gewinnt ein Mandat dazu und hält bei vier, während NEOS um einen Abgeordneten wachsen und künftig mit drei Sitzen - das ist Klubstärke - vertreten sind.

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 20:38

FPÖ müssen Grünen ein Bundesratsmandat abgeben

Mit der Vorarlberger Landtagswahl ändert sich die Zusammensetzung des Bundesrates: Die Grünen bekommen ein Mandat von der FPÖ, der sie Platz zwei abgenommen haben. Die ÖVP behält ihre zwei Vorarlberger Bundesräte. Die Machtverhältnisse in der Länderkammer bleiben damit aber im wesentlichen gleich.

Denn eine türkis-grüne Bundesregierung - so es denn dazu kommt - hätte immer noch keine Mehrheit im Bundesrat: Die ÖVP hat weiterhin 22 Mandate, die Grünen drei - das macht 25. Während auf der anderen Seite weiterhin 21 Bundesräte der SPÖ zusammen mit 15 der FPÖ die satte Mehrheit von 36 ergäben.

 19:10

Experten erwarten Neuauflage von Schwarz-Grün

Auf Expertenseite wird nach der Landtagswahl in Vorarlberg mit einer Neuauflage der Koalition zwischen ÖVP und Grünen gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit einer schwarz-grünen Regierung ist noch einmal gestiegen, weil beide dazu gewonnen haben "und man sich gut kennt", sagte Meinungsforscher Peter Hajek zur APA. Auch der Politologe Peter Filzmaier rechnet mit der Fortsetzung dieser Variante.

"Nach den Aussagen von Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Johannes Rauch wird es wohl wieder zu dieser Koalition kommen", sagte Filzmaier im ORF nach den ersten Stellungnahmen der beiden Parteichefs von ÖVP und Grünen. Beide Parteien würden damit auch "den Wünschen ihrer jeweiligen Parteiwähler entsprechen", verwies der Experte auf Umfragen.

 18:10

Vorläufiges Endergebnis der Landtagswahl in Vorarlberg:

ÖVP 43,59%

Grüne 18,78%

FPÖ 13,97%

SPÖ 9,49%

Neos 8,48%

 18:01

Meinl-Reisinger jubelt über "sensationellen Erfolg"

NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger hat das Ergebnis der Vorarlberger Landtagswahl "überaus erfreut" zur Kenntnis genommen. "Es ist das beste Ergebnis, das NEOS je bei einer Landtagswahl erzielt haben", erklärte sie in einer Aussendung und schaute schon dem November entgegen: "Das gibt uns auch enorme Kraft und Rückenwind für die nächste Landtagswahl in der Steiermark."

Der Wahlausgang im Ländle sei "ein klarer Auftrag an uns, in den kommenden fünf Jahren für die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger etwas zu bewegen", erklärte Meinl-Reisinger weiter. Zu möglichen Koalitionen meinte sie: "Ob wir das als Teil einer Regierung machen oder in Opposition, liegt - wie im Bund - nicht an uns." Ihren Dank richtete sie an die Wähler und "allen voran" an Vorarlberg-Sptizenkandidatin Sabine Scheffknecht.

 17:39

Kurz freute sich über "großartiges Ergebnis"

ÖVP-Bundesparteiobmann Sebastian Kurz hat sich über das Wahlergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Vorarlberg hocherfreut gezeigt. Landeshauptmann Wallner sah er "klar und eindeutig" im Amt bestätigt: "Mit Markus Wallner und einer starken Volkspartei können die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in eine gute Zukunft blicken", so Kurz in einer Aussendung.

 17:26

Wallner will rasch Regierung bilden - "jedenfalls deutlich schneller als in Wien"

Er werde nun rasch alle Parteien zu Gesprächen einladen. Man werde rasch in konkrete Verhandlungen treten und eine Regierung bilden, "jedenfalls deutlich schneller als in Wien", so der Landeshauptmann.

 17:26

Landeshauptmann Wallner "rundum zufrieden"

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zeigte sich am Wahlabend mit dem Resultat seiner Partei "sehr zufrieden". Man verzeichne den stärksten Zuwachs aller Parteien. Beide Regierungsparteien, ÖVP und Grüne, hätten zulegen können, die gemeinsame Arbeit sei insgesamt sehr positiv bewertet worden. Auf eine Neuauflage der schwarz-grünen Koalition wollte er sich aber nicht festlegen lassen.

Doch man habe "gesehen, wo der Wählerwille liegt". Er bedankte sich für das Vertrauen. "Natürlich, Luft nach oben gibt's immer, aber ich bin rundum zufrieden mit dem Ergebnis", betonte Wallner, der als Wahlziel "40 plus" ausgegeben hatte. Man gehe gestärkt aus dem Wählervotum hervor.

 17:20

Zuwachs für SPÖ-Staudinger in Heimatgemeinde Hard

SPÖ-Landesparteivorsitzender Martin Staudinger durfte sich am Wahltag in Hard (Bezirk Bregenz) über einen Zuwachs von 3,51 Prozentpunkten freuen. Die SPÖ landete in der Heimatgemeinde ihres Spitzenkandidaten bei 16,09 Prozent. Leichte Verluste gab es dagegen für die mit 34,58 Prozent stimmenstärkste Partei, die ÖVP. Sie verlor 0,99 Prozentpunkte.

Die Grünen überholten auch in Hard die FPÖ und kamen mit einem Plus von 2,55 Prozentpunkten auf 20,64 Prozent. Die Freiheitlichen verloren saftig um 11,34 Prozentpunkte und landeten bei 13,42 Prozent. Die NEOS kamen auf 9,23 Prozent (plus 1,97).

 16:52

SPÖ könnte ein Mandat dazubekommen

SPÖ könnte bei der Landtagswahl in Vorarlberg ein Mandat zu ihren bisher drei dazubekommen - auch wenn sie ihr Wahlziel, wieder zweistellig zu werden, nicht erreichen sollte. Der rote Mandatsgewinn ginge zulasten der FPÖ, die bei den Hochrechnern der ARGE Wahlen zuletzt schon unter 14 Prozent lag. Mit der Auszählung weiterer Städte - Rankweil, Höchst - hat die ÖVP doch wieder zugelegt.

 16:22

FPÖ-Bitschi sieht Schuld in Wien

Ganz dem Bundestrend geschuldet sieht FPÖ-Spitzenkandidat Christof Bitschi das schwache Abschneiden der Freiheitlichen bei der Vorarlberg-Wahl. Daher werde er persönlich "ganz sicher keine Konsequenzen ziehen", wie er im Gespräch mit der APA betonte.

Im Gegenteil meint Bitschi, den Abwärtstrend gestoppt zu haben, auch wenn er von einer "Niederlage" sprach. Immerhin habe die FPÖ in Vorarlberg bei der Nationalratswahl vor zwei Wochen noch mehr eingebüßt. Man werde jetzt kantige Oppositionspolitik betreiben, um in fünf Jahren wieder "ein ganz anderes Ergebnis" zu erzielen.

 16:05

Das nächste Debakel für die FPÖ

Auch wenn sie sich mittlerweile klar von Heinz-Christian Strache distanziert, muss die FPÖ ein Wahldebakel nach dem nächsten verschmerzen: Wie bei der Nationalratswahl vor zwei Wochen verabschiedeten sich auch heute, Sonntag, in Vorarlberg rund 40 Prozent der früheren FPÖ-Wähler. Laut den Hochrechnungen werden die Blauen mit etwas über 14 Prozent nur mehr Dritte hinter den Grünen.

Der "Ibizagate" und Straches Spesenskandal zu verdankende Absturz der FPÖ fällt zwar etwas gelinder aus als jener in der ersten schwarz-blauen Periode im Bund Anfang der 2000er-Jahre. Das Minus in Vorarlberg wird - wie schon bei der Nationalratswahl - das zweitgrößte der Parteigeschichte.

FPÖ-Chef Christof Bitschi muss sich laut SORA/ORF und ARGE Wahlen/APA auf minus neun Prozentpunkte und nur mehr schwach über 14 Prozent einstellen - und verschmerzen, dass die Grünen die FPÖ mit großem Abstand hinter sich lassen. Dass die FPÖ nur Dritte war, war zuletzt 2004 der Fall - nachdem sie als langjähriger ÖVP-Regierungspartner im Lande schon 1994 und 1999 Platz 2 geholt hatte. 2004 erging es der FPÖ noch ein Stück schlechter als heute: Sie rasselte damals um 14,5 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent hinunter.

Bei der Nationalratswahl hat sich der FPÖ-Stimmenanteil um 9,8 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent reduziert - und sie steht damit auf einem Wert wie 1990 oder 2008, beim ersten Antreten Straches. Dabei war es diesmal - anders als in der ersten schwarz-blauen Phase - gut gelaufen für die FPÖ in der Koalition mit der ÖVP. Die parteiinternen Turbulenzen, die 2002 in "Knittelfeld" und einem Absturz um 16,9 Prozentpunkte auf nur mehr 10,0 Prozent mündeten, blieben aus. Auch die Landtagswahlen 2018 brachten Zugewinne.

 16:04

Grüne steigerten Ergebnis in Rauch-Heimat erneut

In Rankweil, der Heimatgemeinde von Grünen-Spitzenkandidat Johannes Rauch, konnten die Grünen ihr fulminantes Ergebnis von der Landtagswahl 2014 noch einmal leicht steigern. Sie legten um 1,23 Prozentpunkte auf 23,83 Prozent zu. Große Verluste gab es auch in Rankweil für die FPÖ, sie verlor 9,11 Prozentpunkte auf 11,58 Prozent. 1,89 Prozentpunkte plus auf 40,05 Prozent gab es für die ÖVP.

Ein leichtes Plus fuhren auch die SPÖ - plus 0,83 Prozentpunkte auf 9,93 Prozent - und NEOS - plus 0,58 Prozentpunkte auf 7,86 Prozent - ein. Stärkste unter den Kleinparteien war die Migrantenpartei Heimat aller Kulturen (HaK) mit 2,5 Prozent.

 15:33

Neue Hochrechnung

ÖVP: 43,5 Prozent

Grüne: 18,9 Prozent

FPÖ: 14,4 Prozent

SPÖ: 9,1 Prozent

Neos: 8,7 Prozent

Sonstige: 5,4 Prozent

 15:16

ARGE Wahlen sieht ÖVP nur knapp über 2014

Die ÖVP wird bei der Vorarlberg-Wahl nur schwach zulegen. Die Hochrechner von ARGE Wahlen/APA sahen die Volkspartei um 15.00 Uhr (Auszählungsgrad 15 Prozent) nur mehr schwach über dem 2014er-Ergebnis von 41,8 Prozent. Denn in den ersten ausgezählten größeren Städten - wie Hohenems - schnitt die Partei von LH Markus Wallner mäßig ab. Noch stärker als anfangs erwartet fällt der Absturz der FPÖ aus.

Die Freiheitlichen verlieren laut der ARGE Wahlen-Prognose in ihrer zweiten Wahl nach "Ibiza-Gate" und Spesenaffäre mehr als neun Prozentpunkte - und halten bei nur mehr knapp über 14 Prozent. Die Grünen nehmen ihnen mit 19,3 Prozent (plus 2,2) souverän Platz 2 ab. Sie sind seit 2014 Regierungspartner der ÖVP, Schwarz-Grün hat auch künftig eine satte Mehrheit.

Die SPÖ wird laut ARGE Wahlen zwar nicht zweistellig - aber mit etwas über 9 Prozent (2014: 8,8) Platz vier gegen NEOS verteidigen können. Diese legen auf 8,3 Prozent (6,9) zu. Ziemlich viele Vorarlberger haben auch eine der sieben "sonstigen" Parteien - von HAK über WANDEL bis XI - gewählt.

 15:06

Über die Hälfte der Gemeinden ausgezählt

ÖVP: 52,2 Prozent

Grüne: 15,4 Prozent

FPÖ: 13,8 Prozent

NEOS: 7,6 Prozent

SPÖ: 6,1 Prozent

 14:59

Deutlicher Verlust für FPÖ in Hohenems

In der FPÖ-Hochburg Hohenems mit FPÖ-Bürgermeister Dieter Egger musste die FPÖ bei der Landtagswahl einen Absturz um 12,45 Prozentpunkte auf 22,87 Prozent hinnehmen. Die ÖVP legte in Vorarlbergs jüngster Stadt um 0,83 Prozentpunkte auf 35,41 Prozent zu. 4,7 Prozent der Stimmen errang in Hohenems aus dem Stand die Migrantenpartei Heimat aller Kulturen (HaK).

Gewinne gab es auch für die Grünen um 1,20 Prozentpunkte auf 17,98 Prozent, für die SPÖ um 2,17 Prozentpunkte auf 8,34 Prozent und für NEOS um 2,09 Prozentpunkte auf 7,49 Prozent. Die FPÖ ist damit die einzige im Vorarlberger Landtag vertretene Partei mit Verlusten in Hohenems.

 14:44

Neue Hochrechnung

Der Auszählungsstand liegt jetzt bei 10 Prozent, die Schwankungsbreite bei 2 Prozent.

ÖVP: 43,1 Prozent

Grüne: 19 Prozent

FPÖ: 14,8 Prozent

SPÖ: 9 Prozent

Neos: 9 Prozent

Sonstige: 5 Prozent

 14:42

ÖVP hat mit jeder Partei eine Mandats-Mehrheit

Laut der ersten SORA/ORF-Hochrechnung hat die ÖVP nach der Wahl vom Sonntag nun mit jeder der im Vorarlberger Landtag vertretenen Parteien eine Mandats-Mehrheit. Auf die stabilste Mehrheit kommt die ÖVP gemeinsam mit den Grünen mit insgesamt 24 Sitzen. Mit der FPÖ käme die ÖVP auf 23 Mandate.

Vorarlbergs ÖVP-Chef Markus Wallner hat die Freiheitlichen nach der Ibiza-Affäre allerdings bereits als Koalitionspartner ausgeschlossen.

 14:30

Staudinger: "Es scheint ein Plus zu werden"

Als erster der Spitzenkandidaten der Vorarlberger Landtagswahl hat sich nach der ersten Hochrechnung SPÖ-Spitzenkandidat Martin Staudinger zu Wort gemeldet. "Es scheint ein Plus zu werden", gab sich Staudinger vorsichtig optimistisch.

Seit 15 Jahren sei es für die SPÖ im Land immer abwärts gegangen, zuletzt bei der Nationalratswahl. "Da ist man zwei Wochen danach froh, wenn man sich gegen den Trend setzen kann", so Staudinger. Er sah die Chancen auf die erhoffte "historische Trendwende" jedenfalls intakt. Es seien aber erst rund 3,3 Prozent der Stimmen ausgezählt. Es gelte nun, das Ergebnis abzuwarten.

 14:30

Bitschi legte gegen den Trend daheim zu

FPÖ-Spitzenkandidat Christof Bitschi hat einen kleinen Heimsieg errungen. Entgegen dem Trend, der den Freiheitlichen in den meisten Gemeinden teils deutliche Verluste zuweist, gewann er in seinem Heimatort Brand dazu. Die 25,2 Prozent sind ein schmales Plus von 1,7 Punkten. Stärkste Partei in der Tourismusgemeinde blieb die ÖVP, die allerdings knapp sieben Punkte auf 52,1 Prozent einbüßte.

Den stärksten Zugewinn in der Gemeinde im Bezirk Bludenz holten die Grünen, die um 3,6 Punkte auf 9,3 Prozent zulegten.

 14:21

Absolute für ÖVP außer Reichweite

Die Schwankungsbreite der ersten SORA-Hochrechnung liegt bei +/- 2,5 Prozent. Somit ist die absolute Mehrheit der ÖVP außer Reichweite.

 14:02

Die erste SORA-Hochrechnung:

ÖVP 43,8 Prozent (+ 2,0 Prozentpunkte)

Grüne 18,9 Prozent (+ 1,7 PP)

FPÖ 16,1 Prozent (- 7,4 PP)

SPÖ 9,1 Prozent (+ 0,4 PP)

Neos 8,6 Prozent (+ 1,7 PP)

Sonstige 3,5 Prozent (+ 1,6 PP)

 13:55

Plus für FPÖ in Bitschis Heimtagemeinde

Der Wahltag dürfte für die Freiheitlichen kein Tag der Freude werden. In Brand hingegen – der Heimatgemeinde von Spitzenkandidat Christof Bitschi – legt die FPÖ um 1,66 Prozent auf 25,15 Prozent zu. Die ÖVP hingegen verliert 6,94 Prozent und liegt bei 52,10 Prozent.

 13:50

Jetzt sind 22 von 96 Gemeinden ausgezählt:

In den 22 Gemeinden wurden 5.344 Stimmen ausgezählt, die Wahlbeteiligung liegt damit derzeit bei 72,8 Prozent.

ÖVP: 65,8 Prozent

FPÖ: 9,9 Prozent

Grüne: 10,7 Prozent

SPÖ: 4,0 Prozent

NEOS: 6,4 Prozent

 13:38

Diese Gemeinden wurden bereits ausgezählt

Lorüns, Stallehr, Schoppernau, Schröcken, Warth, Dünserberg, Laterns, Röns, Schnifis und Viktorsberg – fehlen noch 86 weitere Gemeinden.

 13:02

Erste Gemeindergebnisse sind da

10 von 96 Gemeinden sind ausgezählt. Die Tendenz ist leichte Zugewinne für die Volkspartei, starke Verluste für die FPÖ, Grüne Zugewinne, SPÖ leichte Zugewinne, Neos Zugewinne.

So sieht es derzeit aus:

ÖVP 62,4 Prozent

FPÖ 11,1 Prozent

Grüne 11,4 Prozent

SPÖ 4,5 Prozent

NEOS 7,3 Prozent

Wahlschluss!

Die Vorarlberger Landtagswahl 2019 ist beendet: Die letzten Wahllokale schlossen - wie im westlichsten Bundesland üblich - um 13.00 Uhr. Das war auch der Zeitpunkt, ab dem die ersten Ergebnisse aus den Kleingemeinden veröffentlicht werden durften. Normalerweise sind um 13.00 Uhr die Stimmen in rund 30 der 96 Vorarlberger Gemeinden mit etwa fünf Prozent der Wahlberechtigten ausgezählt.

Der Wahltag in Vorarlberg war - wie schon bereits vor zwei Wochen - ein schöner Herbsttag bei warmen Temperaturen. In der Früh schien die Wahl schleppend anzulaufen, zur Mitte des Vormittags waren dann aber doch zahlreiche Menschen unterwegs ins Wahllokal. Bei den jüngsten drei Vorarlberger Landtagswahlen, bei denen keine Wahlpflicht mehr galt, lag die Wahlbeteiligung zwischen 60,6 und 68,4 Prozent.

 12:33

Essen ist schon bestellt!

Für das leibliche Wohl der Wahl-Beisitzer ist gesorgt.

 12:25

Andrang in Schwarzach bereits vorbei

In Schwarzach im Bezirk Bregenz ist über Mittag im Wahllokal bereits merklich weniger los. Der größte Andrang war zwischen zehn und elf.

 11:35

SPÖ-Spitzenkandidat Martin Staudinger wählte bereits per Briefwahl

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 11:34

Rekorde bei Wahlen, Landtag, Landeshauptleuten

Vorarlberg ist tiefschwarz: Die ÖVP war seit 1945 immer klar Erste, lange mit absoluter Mehrheit, und stellte alle Landeshauptleute. Die SPÖ ist dort schwach wie sonst nirgends in Österreich: Mit 8,77 Prozent erlitt sie bei der Landtagswahl 2014 ihr bisher einziges einstelliges Ergebnis aller Landes- und Bundeswahlen. Die FPÖ schwankte stark - und die Grünen sind aktuell stark wie sonst nirgends.

17,14 Prozent im Jahr 2014 waren österreichweit das zweitbeste Landtagsergebnis der Grünen - nach den 2018 wieder geschmälerten 20,18 Prozent in Salzburg 2013. In Vorarlberg war es ihr Topwert aller Wahlen seit dem Landtagseinzug 1984.

Umgekehrt musste die SPÖ 2014 den Absturz unter die - 2009 noch knapp gehaltene - 10er-Marke verschmerzen. Für sie war in Vorarlberg nie viel zu holen, das beste Ergebnis waren 29,54 Prozent im Jahr 1964.

Schlechtester ÖVP-Wert immer noch bei 41,79 Prozent

Den schlechtesten Wert der Zweiten Republik musste 2014 auch die ÖVP hinnehmen. Der lag allerdings immer noch bei 41,79 Prozent. Erst zum zweiten Mal - nach 1999 - hat die ÖVP seither keine absolute Mehrheit mehr im Landtag. Die 70,22 Prozent des Jahres 1945 waren jedoch ein Ausreißer - üblicherweise lag die ÖVP immer zwischen 50 und 60 Prozent.

Große Schwankungen bei der FPÖ

Prinzipiell immer schon stark war in Vorarlberg die FPÖ: Sie kletterte mehrfach auf über 20 Prozent, um dann aber immer wieder einmal abzustürzen. Allerdings nie unter 10,49 Prozent (1984). Die größte Zustimmung gab es 1999 mit 27,41 Prozent. Die FPÖ ist die Partei mit den größten Schwankungen im Lande: 2004 brach sie um 14,47 Prozentpunkte ein, 2009 legte sie um 12,18 zu.

Bisher fünf Landeshauptleute

Äußerst beständig waren hingegen die Landeshauptleute in Vorarlberg. Sie alle hielten sich lange im Amt - und so gab es bisher erst fünf, allesamt von der ÖVP. Am längsten im Amt hielt sich Herbert Keßler - für fast 23 Jahre von Oktober 1964 bis Juli 1987. Markus Wallner (ÖVP) wird die rote Laterne erst in der nächsten Periode los: Denn er bringt es (seit Dezember 2011) erst auf fast acht Jahre. Und der bisher kürzest dienende Landeshauptmann war Martin Purtscher mit knapp zehn Jahren.

 11:33

Kilbi mit Abstecher ins Wahllokal

Viele verbinden den Besuch der Kilbi, die traditionell um 10.00 Uhr mit dem Fassanstich eröffnet wird, mit einem Abstecher ins Wahllokal.

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Eine Stunde später war die Kilbi bereits gut besucht. Zuvor hatten wie jedes Jahr Fallschirmspringer die Pipe eingeflogen.

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Jedes Jahr besuchen bis zu 20.000 Menschen das größte Volksfest Vorarlbergs.

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 11:03

Lustenaus Bürgermeister mit Tweet von zuhause

In Fischers Gemeinde gibt es heute eine Terminkollision. Einige Wahllokale mussten verlegt werden, weil der Wahltag fällt auf den Kilbisonntag – Vorarlbergs größtes Volksfest – fällt. Laut Landeswahlgesetz müssen Wähler ungehindert zum Wahllokal kommen. Außerdem sind rund um Wahllokale Menschenansammlungen und Ansprachen verboten.

Kein Durchkommen: Party statt Politik am Lustenauer Rathaus

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 10:59

Die älteste Linde Vorarlbergs

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Die Alberschwender Dorflinde gilt mit 800 bis 1.000 Jahren als die älteste Linde Vorarlbergs.

 10:58

Nach der Wahl aufs Karussell

NEOS-Chefin Sabine Scheffknecht schüttelte den Wahlkampfstress auf dem Kilbi-Karussell ab: "Lustig war's!"

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 10:53

Landeshauptmann Wallner gab Stimme in Frastanz ab

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Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) gab als letzter der Spitzenkandidaten der Landtagsparteien seine Stimme ab. In Begleitung seiner Frau Sonja kam er gegen 10.00 Uhr in sein Wahllokal in Frastanz.

Nach der Stimmabgabe wollte das Ehepaar Wallner "an die frische Luft".

 10:53

Zwischen Wahllokal und Kirche ist in Alberschwende dennoch mehr los als an anderen Sonntagen

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 10:32

Die NEOS sind bereits in Feierlaune

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 10:32

Es geht ruhig zu in Alberschwende

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In der 3.000-Menschen-Gemeinde Alberschwende am Rande des Bregenzerwaldes hielt sich der Andrang zum Wahllokal mitten am Vormittag in Grenzen.

 10:23

FPÖ-Spitzenkandidat Bitschi gab seine Stimme ab

Auch FPÖ-Spitzenkandidat Christof Bitschi hat bereits gewählt. Er gab seine Stimme in der Tourismusgemeinde Brand ab. Anscheinend standen der Kirchgang und ein Familien-Mittagessen auf dem Programm.

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 10:15

Erste Wahllokale haben bereits geschlossen

In den Kleingemeinden Schröcken (Bregenzerwald) und Stallehr (Bez. Bludenz) war die Vorarlberger Landtagswahl 2019 bereits deutlich vor dem Mittag wieder zu Ende. Die dortigen Wahllokale schlossen um 10.30 Uhr, um 11.00 Uhr folgte das Wahllokal in Dünserberg (Bez. Feldkirch). Insgesamt waren in diesen Gemeinden 454 Personen wahlberechtigt.

Die drei Kleingemeinden haben in Vorarlberg traditionell den frühesten Wahlschluss und melden ihre Ergebnisse bereits kurz nach 11.00 Uhr an die Landeswahlbehörde. Veröffentlicht werden dürfen diese aber - wie alle anderen Ergebnisse auch - erst ab 13.00 Uhr, wenn landesweit die letzten Wahllokale schließen. In 19 der 96 Vorarlberger Kommunen, darunter vier Städte und drei Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern, kann bis 13.00 Uhr gewählt werden.

 10:03

NEOS-Landessprecherin Scheffknecht gab Stimme ab

"Bereits das Richtige angekreuzt" hat NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht. Sie gab gegen 9.45 Uhr ihre Stimme in der Mittelschule Kirchdorf in ihrer Heimatgemeinde Lustenau ab. Danach steht ein Kilbi-Besuch mit der Familie an.

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Scheffknecht war überzeugt, dass NEOS "heute einen großen Erfolg einfahren".

 10:03

Höchst mit höchstem Kirchturm

Höchst, die Heimatgemeinde von Alt-Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP), beansprucht den höchsten Kirchturm des Landes für sich. Der Turm misst stolze 76 Meter.

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 10:03

Andrang in Wahllokale nimmt zu

Zur Mitte des Vormittags nahm der Andrang in die Wahllokale deutlich zu. Vor einer Mittelschule in Höchst am Bodensee trafen im Minutentakt Dutzende Wähler aufeinander.

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 10:02

Fahnen am Bregenzer Rathaus

Das Bregenzer Rathaus hat sich mit Fahnen für die Wahl hübsch gemacht. Der Andrang im dortigen Wahllokal ist trotzdem bescheiden. Schon für die Briefwahl waren deutlich weniger Anträge eingelaufen als bei der Nationalratswahl.

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 09:14

Drei Sprengel ins Feuerwehrhaus verlegt

Da der Wahlsonntag mit der Lustenauer Kilbi, dem größten Volksfest Vorarlbergs, zusammenfällt, hat die Gemeinde Lustenau drei Sprengel aus dem Zentrum ins alte Feuerwehrhaus verlegt. Denn das Gesetz sieht vor, dass der Wählerverkehr zum Wahllokal ungehindert möglich sein muss, zudem sind in einem Radius von 20 Metern Ansammlungen und Ansprachen verboten.

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 09:13

Auch die "Kilbi" startet heute

In Lustenau stand freilich nicht nur die Wahl im Mittelpunkt, sondern vielmehr das größte Vorarlberger Volksfest, das um 10.00 Uhr startete - die "Kilbi". Dabei darf eine Spezialität keinesfalls fehlen - die "Käsdönnala" (Käsefladen).

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 08:54

Ein paar Wähler finden sich aber doch schon ein

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 08:50

Langsames Erwachen am Wahlsonntag

Bei herrlich sonnigem Herbstwetter waren am frühen Morgen erst wenige Wähler unterwegs. Auch in Österreichs größter Marktgemeinde Lustenau waren die Straßen um kurz nach 8.00 Uhr noch leer.

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 08:49

Den "kleinsten" Stimmzettel gab es im Bezirk Dornbirn mit "nur" zehn Wahlwerbern

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 08:36

Frühaufsteher Rauch von den Grünen

Grünen-Spitzenkandidat Johannes Rauch hat seine Stimme bereits abgegeben. Er wählte kurz nach 8.00 Uhr im Vinomna-Saal in seiner Heimatgemeinde Rankweil.

Rauch © APA

Anschließend wollte er mit seinem Rennrad eine ausgiebige Runde drehen - Rauch ist leidenschaftlicher Rennradfahrer.

Rauch © APA

 08:33

Willkommen zum LIVETICKER!

Guten Morgen! Die Wahl-Lokale haben seit 7 Uhr geöffnet – das tiefschwarze Vorarlberg wählt einen neuen Landtag.

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