Anschober nennt Lockdown-Ziel: Auf DIESE Zahl kommt es an

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Anschober nennt Lockdown-Ziel: Auf DIESE Zahl kommt es an

Bei "Fellner! LIVE" erklärte der Gesundheitsminister das klare Ziel für das Ende dieses Lockdowns. Worauf es jetzt ankommt.

Zwar stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen in Österreich langsam, allerdings kann sich Gesundheitsminister Rudi Anschober darüber nur bedingt freuen. Denn die Anzahl an Intensivpatienten nimmt weiterhin zu. "Ich konzentriere mich darauf, wie wir es schaffen ohne Kapazitätsüberlastung in den Spitälern durchzukommen", erklärt Anschober im Interview bei "Fellner! LIVE".

"Es muss jetzt im Bewusstsein aller sein", dass man die Bewegung jedes einzelnen reduzieren müsse.  Wir müssten jetzt alle zusammenhalten, damit wir unser Ziel erreichen: "Nämlich mit den Neuinfektionen drastisch runterzukommen von diesen 7.000 bis 8.000 Neuinfektionen auf knapp über 1.000 - das wär das erklärte Ziel bis zum Ende des Lockdowns", so Anschober.

Besonders auf die Phase nach dem Lockdown würde es dann aber ankommen. "Nach der Öffnung muss man kontrollieren, dass uns da die Neuinfektionen nicht davonlaufen", betont der Minister. "Das Risiko ist natürlich da, weil wir in der Vorweihnachtszeit viel unterwegs sind, viele Einkäufe erledigen. Viele Menschen auf engem Raum - das ist genau die Situation, die das Virus liebt". Das gelte es aber zu verhindern. Daher würde man sich auf vier wesentliche Punkte konzentrieren. Zum einen die "Stopp Corona"-App zu bewerben, das Contact-Tracing zu optimieren, einen verbesserten Schutz für Seniorinnen und Senioren, sowie Massentestungen - entweder in Regionen, einzelnen Bereichen oder eben auch flächendeckend)

Video zum Thema: Fellner! LIVE: Rudolf Anschober im Interview
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Massentests wurden bereits angekündigt. Nun würde man an der Umsetzung feilen. "Es ist zwar eine große logistische Herausforderung, aber es ist möglich. Die Frage ist, ob es Sinn macht", erklärt Anschober. Jetzt berät man sich mit Experten, um dies zu klären. Bereits vor Weihnachten soll das Testangebot massiv ausgebaut werden, erklärt Anschober weiter. "Wir rechnen damit, dass wir bald bei 40.000 bis 50.000 Test, die real am Tag durchgeführt werden, sein können. Und weiter: "Das ist schon eine ziemlich tolle Entwicklung, weil wir da natürlich das Netz zum Aufspüren von Infektionsfällen enger schnüren", so der Minister.

Den Verdruss vieler Menschen kann Anschober nachvollziehen. "Das ist ja nicht auszuhalten, wenn es so weitergeht. Alle miteinander haben wir schon eine ziemliche Ungeduld und Müdigkeit in uns, was die Umsetzung der Maßnahmen betrifft", gibt er sich verständnisvoll und macht gleichzeitig Hoffnung. Der Start der Impfung ist in Aussicht. Die Zulassung könnte um den Jahreswechsel erfolgen, woraufhin bereits die ersten 100.000 Dosen geliefert werden könnten, so Anschober. Sobald die Vakzine in Österreich sind, würden Risikogruppen und medizinisches Personal geimpft werden. 

Bis dahin müsse man nun aber noch zusammenhalten und er appelliert auch die Adventzeit dieses Jahr anders zu begehen. Anschober erinnert sich an seine Kindheit. Damals warren die Wochen vor Weihnachten eine Zeit der Besinnung. Und dies sollte man auch heuer verfolgen. "Vielleicht schenken wir uns heuer mehr Zeit miteinander, Ruhe und Stille", so der Vorschlag des Ministers. 

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