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LIVE-Ticker

Coronavirus: Deutschland schließt Grenze zu Österreich

Nun verschärft auch Deutschland die Kontrollen. Bayern wird sogar den Katastrophenfall ausrufen.

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die "Bild Zeitung" dies berichtet. Die teilweise Grenzschließung soll ab Montagmorgen 08.00 Uhr gelten.
 
Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) darauf verständigt. Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen geben.
 
Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die "Bild-Zeitung" ebenfalls berichtete.
 

Bayern wird Katastrophenfall ausrufen

 
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Anders als in anderen Ländern soll es wegen des Coronavirus in Bayern zunächst keine Ausgangssperren geben. "Das ist derzeit nicht geplant", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im BR Fernsehen. Er appelliert aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle. Um die Grundversorgung der Menschen zu sichern, werde Bayern die Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte verlängern.
 
 

Zweiter Todesfall

Ein 65-jähriger Mann, der im Verdacht stand, sich mit dem neuen Coronavirus infiziert zu haben, ist am Sonntag im Kaiser-Franz-Josef gestorben. Der Patient wies schwere Vorerkrankungen auf und wurde seit Samstag intensivmedizinisch betreut, gab der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bekannt.
 
Falls sich der Mann tatsächlich mit dem Virus infiziert haben sollte, so wäre dies der zweite Todesfall in Österreich. Am Donnerstag ist ein 69-jähriger Covid-19-Patient im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital verstorben.
 
Ob der Mann tatsächlich aufgrund des Coronavirus gestorben ist, ist noch nicht bestätigt: "Es war ein Verdachtsfall, alles Weitere muss man klären", so die ärztliche Direktorin des Kaiser-Franz-Josef-Spitals (KFJ), Michaela Riegler-Keil, am Sonntag am Rande eines Pressegesprächs. Der Mann sei gestern, Samstag, aus einem anderen Spital ins KFJ gebracht wurden. Weitere Details gab es vorerst keine.
 

860 Fälle in Österreich

860 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium am Samstag mit Stand 8.00 Uhr bekannt. Insgesamt wurden 8.167 Personen auf eine Infektion untersucht. Ein Patient ist bisher in Wien verstorben, sechs sind wieder genesen, zwei davon in Tirol, drei in Wien und einer in Niederösterreich.
 
Die Fälle nach Bundesländern: Niederösterreich (111), Wien (122), Steiermark (111), Tirol (254), Oberösterreich (159), Salzburg (39), Burgenland (10), Vorarlberg (48) und Kärnten (6).
 
© APA
 

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© apa
 

Versammlungsverbot, Spielplätze und Restaurants zu

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Sonntag im Nationalrat ein Versammlungsverbot angesichts der Coronakrise angekündigt. Spielplätze und Sportplätze müssen ebenso schließen wie Restaurants, die ab Dienstag ganz zu haben. Zudem werden ehemalige Zivildiener und die Miliz eingezogen.
 
Weiters kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Nationalrat zusätzliche Flugverbote an, konkret zu Russland, der Ukraine, Großbritannien und Russland.
 
Was die Zivildiener angeht, werden derzeit ihre Aufgabe erfüllende Männer verlängert. Zudem werden Zivis der vergangenen fünf Jahre rekrutiert. Beim Bundesheer wird die Stellung sistiert, dafür soll die Miliz zur Krisenbewältigung helfen.

Versorgung sichergestellt

Dass die Restaurants ab Dienstag komplett geschlossen werden, also nicht einmal mehr bis 15 Uhr offen haben dürfen, begründete der Kanzler damit, dass die Versorgung über die Supermärkte und Lieferdienste gesichert sei.
 
Kurz betonte, dass Österreich auf einen Notbetrieb heruntergefahren werden müsse und erinnerte auch daran, dass die Geschäfte ab Montag in nicht alltagsnotwendigen Branchen schließen müssten und auch an den Schulen keine Unterrichtspflicht mehr bestehe. Basis für all dies ist ein großes Sondergesetz, das heute von National- und Bundesrat beschlossen wird.
 
Für den Vormittag kündigte Kurz auch noch an, dass der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) für sein Bundesland weitere Maßnahmen verkünden werde. Der Kanzler nahm noch einmal alle in Verantwortung: "Wir stehen vor der Aufgabe, wo jeder seine Verantwortung hat und wo jeder seinen Beitrag leisten muss."
 

Alles, was Sie über Geschäftsschließungen & Gastronomie-Einschränkungen wissen müssen

Veranstaltungen wurden bereits abgesagt, auch Museen bleiben geschlossen – ab Montag wird das soziale Leben weiter auf ein Minimum reduziert: Wie jetzt offiziell bestätigt worden ist, werden Gasthäusern, Restaurants und Bars ab Montag nur noch bis 15 Uhr geöffnet sein. Zahlreiche Geschäfts werden ebenfalls geschlossen bleiben. Wie lange diese Maßnahmen andauern sollen, ist noch nicht bekannt. Mit einer Dauer von mindestens zwei Wochen ist zu rechnen.

 
Es besteht aber absolut kein Grund zu Hamsterkäufen: Kritische Infrastruktur wie Banken, Supermärkte, Apotheken bleiben auf alle Fälle geöffnet. Es wird weiter Lebensmittel, Drogerieprodukte oder auch Tiernahrung zu kaufen geben, die Bundesregierung will keinesfalls ein Chaos provozieren.
 
Video zum Thema: Coronavirus: Anschober zur aktuellen Situation
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Gerüchte über ein Ausgeh-Verbot, um „die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren", werden von der Bundesregierung mit Vehemenz dementiert: Das sei "Fake", das sei "nicht geplant".
 

Beschränkungen in der Gastronomie ab 15 Uhr

Die von der Regierung angekündigten Maßnahmen im Gastgewerbe umfassen folgende Gastgewerbe:

  • Gasthaus, Gasthof, Hotel, Rasthaus, mit Ausnahme der Gästebeherbergung
  • Restaurant, Speisehaus, Bierstube, Branntweinstube, Weinstube, Eisdiele/Eissalon
  • Cafe, Cafe-Restaurant, Kaffeehaus, Tanzcafe     
  • Bar, Diskothek, Nachtklub (Betrieb mit varieteartigen Darbietungen oder Animierlokal, jeweils ohne Publikumstanz)         
  • Buffet, Cafe-Konditorei, Espresso und alle übrigen Gastgewerbebetriebe    
Für die bloße Gästebeherbergung ist keine Sperrzeit festgelegt. Die Verabreichung von Speisen ist dort erlaubt. Lieferservice ohne Kundenverkehr im Geschäftslokal soll möglich sein.
 

Einschränkung des Kundenverkehrs im Handels- und Dienstleistungsbereich

 
Der Kundenverkehr in Geschäftslokalen im Handels- und Dienstleistungsbereich (nicht erfasst ist der produzierende Bereich) ist aufgrund der damit verbundenen Weiterverbreitung des Coronavirus einzustellen. Davon ausgenommen sind Handels- und Dienstleistungen zur Sicherstellung von Leben und Gesundheit.
 

Die Ausnahmen umfasst sind insbesondere Bereiche:

  • Lebensmittelhandel
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Medizinische Produkte und Heilbehelfe
  • Gesundheits- und Pflegedienstleistungen
  • Verkauf von Tierfutter
  • Agrarhandel
  • Tankstellen
  • Sicherheits- und Notfallprodukte & Wartung
  • Banken
  • Post & Telekommunikation
  • Lieferdienste
  • Reinigung / Hygiene
  • Öffentlicher Verkehr
  • Trafiken & Zeitungskioske
  • Wartung kritische Infrastruktur
  • Notfall-Dienstleistungen
 
Sollten die Erkrankungen 10.000 Fälle erreichen, gibt es für Österreich Shutdown-Notfallpläne, wie sie bereits in Italien gelebt werden.
 22:49

Sicherheitsabstand auch bei "Im Zentrum"

"Mindestens einen Meter Abstand halten"; forderte bereits Kanzler Kurz in seiner Ansprache. Dies nahm man sich auch am Sonntagabend in der ORF-Sendung "Im Zentrum" zu Herzen. Die Gäste rund um Innenminister Karl Nehammer oder auch Gesundheitsminister Rudi Anschober saßen mit Sicherheitsabstand in der Talk-Runde. Zudem fand die Sendung ohne Publikum statt.

Im Zentrum © Screenshot/ORF

 22:48

US-Notenbank Fed senkt Leitzinsen auf fast null Prozent

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen wegen des Coronavirus auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt. Das teilte die Notenbank am Sonntagabend überraschend mit.

 22:06

Söder: Bayern wird Katastrophenfall ausrufen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen.

Anders als in anderen Ländern soll es wegen des Coronavirus in Bayern zunächst keine Ausgangssperren geben. "Das ist derzeit nicht geplant", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im BR Fernsehen. Er appelliert aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle. Um die Grundversorgung der Menschen zu sichern, werde Bayern die Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte verlängern.

 20:55

Slowakei ruft Notstand für Gesundheitswesen aus

In der Slowakei hat die Regierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus den Notstand für das Gesundheitswesen verhängt. Die Maßnahme wurde vom scheidenden Ministerpräsidenten Peter Pellegrini nach einer Sondersitzung der Regierung am Sonntagabend bekanntgegeben, die Pressekonferenz übertrugen alle großen Fernsehsender live in ihren Hauptnachrichten.

 20:55

Serbien hat Notstand ausgerufen

Serbien hat am Sonntagabend den Notstand ausgerufen. Die Entscheidung wurde von Präsident Aleksandar Vucic bei einer Pressekonferenz verkündet. Bis Sonntagabend wurden laut Amtsangaben 48 Krankheitsfälle registriert, Tote hat es bis dato noch keine gegeben. Der Notstand erlaubt es den Behörden in die Bemühungen zur Eindämmung der Krankheit das Militär einzusetzen.

Vucic wandte sich namentlich an Personen im Alter über 65 Jahren. Sie wurden aufgefordert, in den nächsten 30 Tagen zu Hause zu bleiben. Dies wäre der einzige Weg, um zu überleben, meinte Vucic. Ab morgigem Montag wird auch der Unterricht an allen Schulen und Universitäten eingestellt. Auch Kindergärten machen zu. Geschlossen werden auch alle Fitnesszentren.

 20:04

Kurz: "Wir tun das um Leben zu retten"

Der Kanzler erklärt weiter, dass er wisse, dass die nächste Woche für alle herausfordernd werde. "Und wenn Sie sich die Frage stellen: Warum tun wir das? Dann seien Sie sich bewusst: Wir tun das um Leben zu retten"

 20:03

Kurz an Österreicher: "Halten Sie mindestens einen Meter Abstand"

In einer Rede an die Nation appellierte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Abend an alle Österreicher "mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen" zu halten.

 19:27

Inzwischen 264 Infizierte in Tirol

In Tirol sind im Laufe des Sonntags bisher 17 neue Coronavirus-Erkrankungen bekannt geworden. 13 Personen sind im Oberland betroffen - davon jeweils zwei in der Stadt Imst, in St. Anton am Arlberg, in Landeck und drei in Pettneu. Insgesamt wurden damit 264 Personen im Bundesland positiv getestet, teilte das Land am Sonntagabend mit.

 17:28

Bundesrat stimmte Gesetzespaket zur Bewältigung der Coronakrise zu

Der Bundesrat hat am Sonntag das Gesetzespaket zur Bewältigung der Coronakrise, das zuvor im Nationalrat beschlossen worden war, durchgewinkt. Das Paket bietet die Basis für Einschränkungen des öffentlichen Lebens und für wirtschaftliche Hilfen. Zur zeitgerechten Umsetzung der Maßnahmen ab Montag fehlen noch die Unterzeichnung des Bundespräsidenten und die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Der Bundesrat hat das Gesetz am Sonntag ohne Vorberatung durch einen Ausschuss in Verhandlung geschickt, um der Dringlichkeit der Maßnahmen gerecht zu werden. Auch die Debatte wurde verkürzt. Bundesratspräsident Robert Seeber appellierte in seiner Einleitung an die Österreicher, die Krisensituation nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und die angekündigten Maßnahmen der Regierung zu befolgen.

 17:16

ÖBB dünnt Reisezugverkehr aus

Die ÖBB haben am Sonntag darüber informiert, dass aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen der Reisezugverkehr innerhalb Österreichs zunehmend ausgedünnt werden wird - ähnlich einem Fahrplan am Wochenende. "Wir werden alle wichtigen Verbindungen, gerade in und um die Ballungszentren aufrechterhalten", so ÖBB-Kommunikationschef Sven Pusswald.

Die Mitarbeiter sind angehalten die Züge und Busse nur noch betriebsnotwendig zu führen. Ebenso wird die Reduktion der Anwesenden an den österreichweit 60 Personenkassen auf ein absolutes Minimum zurückgefahren, um das Ansteckungsrisiko weiter zu reduzieren.

 16:33

595 zusätzliche Spitalsbetten in OÖ

Das Land Oberösterreich hat für den Notfall 595 zusätzliche Spitalsbetten für Erkrankte, die keine Intensivbetreuung brauchen, aufgestellt. Mit Stand Sonntag 12.30 Uhr gebe es 158 Infizierte im Land, sechs davon in Krankenhäusern, zwei auf der Intensivstation, berichtete LHStv. Christine Haberlander in einer Pressekonferenz mit LH Thomas Stelzer (beide ÖVP) und LHStv. Manfred Haimbuchner (FPÖ).

Das Zusatzkontingent soll im Bedarfsfall helfen, die Intensivbetten für jene, die sie brauchen, frei zu halten und sei ab sofort verfügbar. Die Plätze wurden in den Kliniken Schallerbacherhof (120) und Bad Hall (122) sowie im dortigen Landesgästehaus (67), weiters im Bildungshaus Schloss Zell an der Pram (80), im ehemaligen Seniorenzentrum Leumühle Pupping (42 sofort, 146 gesamt) und im Schloss Haus im Mühlviertel (60) eingerichtet.

 16:13

Nationalratssitzungen entweder Mittwoch und Donnerstag oder Donnerstag und Freitag

Laut Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) werden die Nationalratssitzungen entweder Mittwoch und Donnerstag oder Donnerstag und Freitag stattfinden, je nachdem, welche Beschlüsse noch anstehen. Der erste Plenartag soll - wie schon an diesem Wochenende - ausschließlich der Einbringung und Zuweisung dienen. Debatten und Beschlüsse werden dem zweiten Termin vorbehalten.

Erneut soll nur geblockt abgestimmt werden, alle Fraktionen die gleiche Redezeit bekommen und ansonsten auf den Abstand zwischen den Mandataren geachtet werden. Die nächste Präsidialsitzung findet laut Sobotka am Dienstag statt. Erstmals soll per Video konferiert werden.

 16:12

Aktuelle Corona-Fälle in Wien: 122

Der Ärztefunkdienst hat gestern, Samstag, 120 Nasen- und Rachenabstriche für Covid-19-Tests an Personen vorgenommen, die die entsprechenden Symptome des Virus zeigen. Die Hotline 1450 hatte am Samstag 13.204 Anrufe beantwortet.

 15:29

Gerichtsbetrieb wird auf Minimum heruntergefahren

Der Gerichtsbetrieb wird nach den jüngsten Entwicklungen in der Corona-Krise weiter heruntergefahren. Ab Montag finden Gerichtsverhandlungen österreichweit nur mehr in den allernotwendigsten Fällen statt. Das bedeutet für die Strafgerichtsbarkeit, dass nur mehr in Haftsachen verhandelt wird, wo es um die Einhaltung von Fristen geht. Der Parteienverkehr wird weiter limitiert.

Wie Justizministerin Alma Zadic (Grüne) am Sonntag per Verordnung festlegte, werden auch in Zivilsachen mündliche Verhandlungen nur mehr abgehalten, "soweit es zur Aufrechterhaltung einer geordneten Rechtspflege unbedingt erforderlich ist". Die Absage bereits anberaumter Tagsatzungen liegt im Ermessen der jeweiligen Richtern.

 15:27

Deutschland schließt grenze zu Österreich

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montag 08.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die "Bild-Zeitung" dies berichtet.

 15:27

Zivildiener müssen länger dienen

Zivildiener, die derzeit ihren Dienst verrichten, werden dies länger tun müssen. Ihr Dienst wird verlängert. Das kündigten Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner an. Zusätzlich sind ehemalige Zivildiener aufgerufen, sich freiwillig für den Dienst in der Corona-Krise zu melden. Wenn das nicht reicht, werden ehemalige Zivildiener zwangsweise einberufen.

 14:52

Südkorea meldet wieder weniger Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen in Südkorea ist erstmals seit mehr als drei Wochen auf unter 100 zurückgegangen. Am Samstag seien 76 Neuinfektionen festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Die Gesamtzahl der Menschen in dem Land, die sich mit Corona angesteckt haben, erreichte 8.162. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus lag bei 75.

Unterdessen erklärte Präsident Moon Jae In die am stärksten betroffenen Regionen im Südosten zu "Sonderkatastrophenzonen". Diese Zonen umfassen nach Angaben des Präsidialamts in Seoul die Millionen-Stadt Daegu, deren Nachbarstadt Gyeongsan sowie die Kreise Cheongdo und Bonghwa. Damit haben die betroffenen Menschen und Gemeinden Anspruch auf staatliche Hilfsgelder.

 14:08

Tirol kappt Bus- und Zugverbindung nach Deutschland

Die Maßnahmen in Tirol zur Eindämmung des Coronavirus wurden am Samstag stündlich zahlreicher: Sonntagfrüh wurde der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr nach Deutschland eingestellt. Wie das Land Sonntagmittag mitteilte, bleiben die Amtsgebäude bis 10. April geschlossen. Erstmals wurden indes Corona-Fälle in Osttirol verzeichnet.

Damit gibt es keinen Zugverkehr zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und München Hauptbahnhof mehr. Die Regionalzüge enden in Mittenwald, zwischen Innsbruck und Scharnitz bleibt so die Verbindung aufrecht, hieß es in einer Aussendung. Die Züge aus Garmisch-Partenkirchen in Richtung Reutte enden in Griesen, hier gibt es somit ebenfalls keine direkte Verbindung nach Deutschland. Die Züge aus Kempten in Richtung Reutte enden in Pfronten-Steinach. Zwischen Vils und Ehrwald und Reutte und Innsbruck wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

 14:08

Österreicher ohne Wohnsitz müssen Tirol verlassen

Die De-facto-Ausgangssperre wegen des Coronavirus in Tirol hat auch drastische Folgen für österreichische Staatsbürger, aber Nicht-Tiroler. Sollten diese nicht unter anderem über einen Haupt- oder Nebenwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Tirol verfügen und dort einer bestimmten beruflichen Tätigkeit nachgehen, müssen sie das Bundesland "unverzüglich" verlassen.

Dies geht aus den der APA vorliegenden Verordnungen der Bezirkshauptmannschaften hervor. Zudem ist auch nur jenen österreichischen Staatsbürgern die Einreise zu gestatten, bei denen die genannten Voraussetzungen hinsichtlich des Wohnsitzes und der beruflichen Tätigkeit vorliegen.

 13:41

Zwei weitere Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der offiziell bestätigten Todesfälle durch das Coronavirus ist in Deutschland auf zehn gestiegen. In Bayern wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag in München mitteilte.

In einem Fall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen. Der Mann starb in der Nacht auf Sonntag. Ein zweiter Todesfall wurde im Landkreis Oberallgäu bestätigt. Dabei handelt es sich um eine über 80-jährige Patientin, die ebenfalls in der Nacht auf Sonntag starb.

 13:19

Zusätzliches Krankenquartier in Tirol geplant

Im Land Tirol rüstet man sich für den Fall, dass eine große Anzahl an Personen aufgrund des Coronavirus medizinisch versorgt werden muss. Dafür sei ein Krankenquartier - ähnlich dem Lazarett in der Messehalle in Wien - in Planung, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" (Sonntags-Ausgabe).

In diesen Quartier sollen Patienten untergebracht werden, die einen leichteren Krankheitsverlauf aufweisen. Damit sollen die Spitäler für intensivere Fälle entlastet werden. Wo es entstehen könnte und in welcher Größe, sei derzeit aber noch unklar. "Hier ist man derzeit in Abstimmung", hieß es aus dem Landhaus.

 13:12

Platter sieht bei Maßnahmen "gewisse Grenze erreicht"

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sieht angesichts der noch während des Sonntags verhängten De-facto-Ausgangssperre im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine "gewisse Grenze" der im Bundesland möglichen Maßnahmen erreicht. Denn man sei inzwischen "so weit gegangen" wie die Verantwortlichen in Südtirol und Italien, sagte Platter im APA-Gespräch.

Eine Prognose, ob es bei der einen Woche Ausgangssperre bleiben werde, wollte der Landeshauptmann vorerst nicht abgeben. "Wir werden das ganz genau beobachten und beurteilen", so Platter unter anderem in Anspielung auf die weitere Entwicklung bei der Anzahl der positiv getesteten Personen in Tirol.

Er habe sich die Entscheidung "genau überlegt", versicherte Platter und verwies auf die zuletzt stetig gestiegen Fälle in Tirol. Zunächst seien Überlegungen angestellt worden, diese drastische Maßnahme allein auf den besonders betroffenen Bezirk Landeck anzuwenden. Doch davon sei er wieder abgegangen. Man habe ein Szenario vermeiden wollen, indem dann weitere "Bezirke sukzessive" hinzukommen würden. Zudem spüre er, dass es in der Bevölkerung zunehmend Akzeptanz für einen derart drastischen Schritt gebe.

Zusätzliche Polizisten von außerhalb Tirols zur Überwachung der Einhaltung der Maßnahme werde es nicht brauchen, so der Landeschef. "Wir werden mit den Polizeiressourcen Tirols das Auslangen finden". Es bestehe aber kein Zweifel, dass es sich um eine "dringliche Aufgabe" handle. Über Verordnungen an die Bezirkshauptmannschaften seien Beamte bei Zuwiderhandlungen gegebenenfalls verpflichtet, sicherheitspolizeilich einzuschreiten. "Es geht aber auch um Eigenverantwortung", betonte Platter.

 13:09

Al-Aksa-Moschee in Jerusalem geschlossen

Die Al-Aksa-Moschee in Jerusalems Altstadt, die drittheiligste Stätte des Islams, soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst geschlossen bleiben. Muslime könnten auf dem Tempelberg vorerst im Freien beten, erklärte Scheich Omar al-Kiswani, Leiter der Moschee, am Sonntag. Man habe als Vorsichtsmaßnahme auch den Felsendom geschlossen.

Die Tore zu der gesamten Anlage, dem Tempelberg, sollen demnach aber für Betende geöffnet bleiben.

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Juden ist der Ort ebenfalls heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde. Die Klagemauer ist ein Überrest des im Jahre 70 zerstörten Tempels und gilt als heiligste Stätte der Juden.

 12:39

Österreichische Touristen aus Kampanien zurückgeschickt

Eine Gruppe österreichischer Touristen, die sich trotz des strikten Reiseverbots in Italien in der Badeortschaft Palinuro in der süditalienischen Region Kampanien aufhielten, sind von der Polizei angehalten und identifiziert worden. Sie wurden aufgerufen, sofort in die Heimat zurückzukehren.

Die Anwesenheit der Gruppe, die mit einem Van in Italien unterwegs war, wurde der Polizei gemeldet, als sie vor einem offenen Supermarkt Schlange stand, berichteten lokale Medien. Die Gruppe musste nach der Polizeiwarnung die Ortschaft verlassen.

Laut den jüngsten Vorschriften müssen Touristen in die Heimat zurückkehren. Wer sich in einer Ortschaft in einer Ferienwohnung befindet, darf diese nicht verlassen. Einkaufen in Gruppen ist verboten. Lediglich eine Person pro Familie darf in den Supermärkten Italiens einkaufen.

 12:36

Schon 111 positive Fälle in Niederösterreich

In Niederösterreich hat es am Sonntag 111 positive Covid-19-Fälle gegeben. Das waren nach Angaben des Sanitätsstabes um 29 mehr als noch am Tag zuvor mit 82. Bisher gab es 1.145 Tests auf das neuartige Coronavirus. 984 Verdachtsfälle waren negativ, weitere 50 noch in Prüfung und daher offen.

Die 29 Neuerkrankungen stammen laut einer Aussendung des Landespressedienstes aus den Bezirken Amstetten (elf), Korneuburg, Tulln und St. Pölten-Land (je vier), Mödling (drei) sowie Melk, Krems und aus der Stadt St. Pölten. Die insgesamt 111 bestätigten positiven Fälle in Niederösterreich verteilen sich auf die Bezirke Korneuburg (34), Tulln (26), Amstetten (19), St. Pölten-Land und Mödling (je acht), Mistelbach (4), Bruck a.d. Leitha (3), Hollabrunn und Lilienfeld (je zwei), Neunkirchen, Baden, Melk und Krems sowie die Landeshauptstadt (je ein Fall).

 12:31

Warnung vor möglichen Online-Betrügern

Betrüger nützen häufig Notlagen anderer und Krisensituationen aus, um sich zu bereichern. Auch die Verbreitung des Coronavirus könnten Kriminelle für ihre Handlungen instrumentalisieren, warnte das Cybercrime Competence Center (C4) im Bundeskriminalamt am Wochenende. Die Experten riefen zu besonderer Vorsicht beim Surfen auf Webseiten und Öffnen von E-Mails oder Popup-Fenstern auf.

"Insbesondere im digitalen Bereich werden Sie damit rechnen müssen, dass Kriminelle unter dem Deckmantel 'Corona' versuchen, Ihnen Schaden zuzufügen", hieß es auf der Homepage des Bundeskriminalamts (BK). Auf einer von Betrügern eingerichteten Webseite könnten Internet-User beispielsweise aufgefordert werden, ihre Daten einzugeben, um über die aktuellsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus informiert zu bleiben. Mails könnten dazu aufrufen, eine neue Software für die Telearbeit zu installieren oder das Popup-Fenster eines fingierten "Sicherheitsteams" verlangen, die Installation und Freigabe eines erforderlichen Remote-Tools zu akzeptieren.

"Seien Sie skeptisch, wenn Sie z.B. per E-Mail zu ungewöhnlichen oder auch scheinbar notwendigen Handlungen aufgefordert werden oder auf Seiten verwiesen werden, auf der Sie ein Passwort oder persönliche Daten eingeben sollen", riet das BK. Es sollte bedacht werden, dass die Absenderadresse oder der Name in solchen E-Mails gefälscht sein könnten. Deren Korrektheit sollte geprüft werden und bei Unsicherheit bei der zuständigen Stelle nachgefragt werden.

 12:22

Rewe und Spar versichern: Von allem genug da

Rewe (Billa, Merkur, Bipa, Adeg) und Spar rufen die Bevölkerung auf Hamsterkäufe zu unterlassen. "Es ist von allem genug da", betonten beide Handelskonzerne unisono am Sonntag. Eine Rationierung von bestimmten Produktgruppen, die zuletzt im Zuge der Coronavirus-Pandemie besonders gefragt waren, sei nicht geplant.

Die Waren werden laufend nachgefüllt, mittlerweile hilft das Bundesheer in den Zentrallagern bei der Auslieferung mit, so Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA. Was aber gebraucht wird sind Aushilfskräfte. "Unsere Rekrutierungsstellen sind auch am Wochenende besetzt", erklärte dazu Rewe-Sprecherin Ines Schurin.

 12:19

1400 zusätzliche Mediziner

Am Montag beginnt für rund 1.400 Medizin-Studenten der dritte, abschließende Teil ihres Klinischen Praxisjahres (KPJ). Damit kommt Verstärkung für die Mediziner in den Spitälern, wie die Ärztekammer am Sonntag betont hat. "Ich bin froh, dass hier zusätzliche, fast fertige Mediziner da sein werden, um uns in dieser schweren Zeiten zu helfen", so Ärztekammer-Vizepräsident Harald Mayer.

Das KPJ steht am Ende des Studiums: Hier sollen die angehenden Mediziner im letzten Studienjahr praktische Fertigkeiten erlernen und theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Vielfach sind die Studierenden dabei im Routinebetrieb aktiv. In der aktuellen Krise sollen sie auch teilweise Ausfälle von Medizinern kompensieren können.

 11:56

AMS-Aufruf: Arbeitslose sollen Ämtern fern bleiben

Das Arbeitsmarktservice (AMS) ruft Arbeitssuchende dazu auf, den Geschäftsstellen fernzubleiben. "Wir kümmern uns um Sie, auch ohne Sie zu sehen", erklärte AMS-Chef Johannes Kopf auf Twitter. Die Arbeitsämter rechnen wegen der Coronavirus-Pandemie ab Montag mit einem massiven Andrang.

"Je schneller wir in dieser Situation helfen können, desto mehr Arbeitsplätze können erhalten werden. Trotzdem müssen wir aufgrund der Entwicklungen aber leider auch damit rechnen, dass sich in den kommenden Wochen sehr viele Menschen - hoffentlich für nur kurz - arbeitslos melden werden müssen. Nach der bisherigen Rechtslage wären dafür persönliche Termine notwendig und genau solche wollen wir alle ja aktuell möglichst minimieren", erklärte Kopf auf seinem Blog.

 11:33

Zweiter Todesfall in Wien

Ein 65-jähriger Mann, der im Verdacht stand, sich mit dem neuen Coronavirus infiziert zu haben, ist am Sonntag im Kaiser-Franz-Josef gestorben. Der Patient wies schwere Vorerkrankungen auf und wurde seit Samstag intensivmedizinisch betreut, gab der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bekannt.

Falls sich der Mann tatsächlich mit dem Virus infiziert haben sollte, so wäre dies der zweite Todesfall in Österreich. Am Donnerstag ist ein 69-jähriger Covid-19-Patient im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital verstorben.

 11:16

Regierung ruft "Ausgangsbeschränkungen" für Österreich aus

Die Bundesregierung ruft für ganz Österreich eine "Ausgangsbeschränkung" aus. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag gegenüber der APA. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, soll es nur drei Gründe geben: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel) und wenn man anderen Menschen helfen muss.

Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, "der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt", so der Bundeskanzler zur APA.

Bereits heute schon wird laut Kurz die Polizei an Spielplätzen und im öffentlichen Raum unterwegs sein und wird größere Gruppen dazu auffordern, das zu unterlassen, so Kurz.

 11:08

Tirol verhängt de facto Ausgangssperre

In Tirol kommt es im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu einer weiteren drastischen Maßnahme: Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) kündigte in einer Erklärung an, eine "Verkehrsbeschränkung" zu verordnen, de facto also eine Ausgangssperre. Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten.

 11:06

Verkehrsbeschränkung in Tirol

"Niemand darf seine Wohnung verlassen"

 11:02

LH Platter wendet sich an Tiroler Bürger

Es werden wohl weitere Maßnahmen verkündet.

 10:39

Villach bestraft Quarantäne-Brecher

Die Stadt Villach geht konsequent gegen jene vor, die die freiwillige Heimquarantäne nicht einhalten. Eine Überprüfung am Samstag habe ergeben, dass drei von neun Personen nicht zuhause gewesen seien, hieß es am Sonntag in einer Aussendung. Wer nicht daheim angetroffen wird, muss mit einer Strafe von bis zu 1.450 Euro rechnen.

"Es gibt leider noch immer einige unbelehrbare Menschen, die vergessen, dass sie mit ihrem Verhalten nicht nur sich, sondern vor allem die Allgemeinheit gefährden. Der Ernst der Lage muss allen klar sein. Es gibt hier seitens der Stadt kein Verständnis für Zuwiderhandlungen", sagte Bürgermeister Günther Abel (SPÖ).

 10:11

Zeitung: Covid-19 lässt Brexit unwichtig erscheinen

Die Londoner "Sunday Times" kommentiert am Sonntag die Coronavirus-Krise:

"Gibt es etwas Gutes in einer ansonsten für viele Menschen zutiefst beunruhigenden Situation? Es ist zwar schwer zu entdecken, aber es ist da. Im Kontext von Covid-19 wirken die britischen Kulturkämpfe der vergangenen vier Jahre rings um den Brexit wie eine große Übung in Maßlosigkeit. Laut unserer Umfrage meinen nur noch sechs Prozent der Menschen, dass der Brexit das größte Problem des Landes ist. Downing Street besteht zwar weiter darauf, dass ein Freihandelsabkommen mit der EU bis zum Ende des Jahres ausgehandelt werden kann. Doch wenn das im Ergebnis dieser Krise länger dauert, dann ist es eben so: Brexit-Ultras werden sich damit wohl oder übel abfinden müssen. Eine Öffentlichkeit, die bereit ist, drakonische Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zu akzeptieren, hat schlicht und einfach andere Sorgen."

 10:09

Fast keine Gäste mehr in isolierten Tiroler Gemeinden

Aus den wegen des Coronavirus isolierten Tiroler Gemeinden im Paznauntal sowie in St. Anton am Arlberg sind mittlerweile fast alle ausländischen Touristen abgereist. Nur in St. Anton seien noch vereinzelt Gäste, diese würden aber noch am Sonntag das Arlberggebiet verlassen, sagte Bürgermeister Helmut Mall der APA.

Sowohl im Paznaun als auch in St. Anton befanden sich indes weiter österreichische Touristen. Diese dürfen die Orte ebenso wie die Einheimischen und das Hotelpersonal nicht verlassen. "Bei uns in Ischgl befinden sich derzeit 21 österreichische Urlauber", erklärte Bürgermeister Werner Kurz. Hotelmitarbeiter seien derzeit 925 im Ort.

Mall berichtete indes von 20 bis 30 österreichischen Urlaubern, die sich derzeit in St. Anton aufhalten. Zudem seien über 1.000 Angestellte von der Quarantäne betroffen."Sie werden alle bestens versorgt", versicherte der Bürgermeister.

Beide Ortschefs berichteten davon, dass sich eigentlich alle Bürger an die von der Bundesregierung dringend erforderliche häusliche Quarantäne halten würden. "Der Ort ist geleert. Es befinden sich fast keine Leute mehr auf der Straße. Es ist mucksmäuschenstill", so Mall.

 09:56

Ausmusterungen beim Heer sistiert

Nicht nur die Zivildiener werden ihren Dienst länger ausüben müssen als erwartet. Das gleiche gilt auch für Grundwehrdiener. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte im Nationalrat an, dass er Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ersucht habe, die Ausmusterungen zu stoppen.

 09:56

Gut Aiderbichl geschlossen, bittet um Spenden

Aufgrund des Coronavirus werden nun auch der Tiergnadenhof Gut Aiderbichl in Henndorf (Flachgau) sowie die beiden Güter in Deggendorf und Iffeldorf (Bayern) geschlossen. Damit würden finanzielle Mittel fehlen und die Versorgung der geretteten Tiere - 38.000 Euro pro Tag - sei in Gefahr, berichteten die Tierschützer am Sonntag. Sie bitten um Spenden.

 09:41

Laudamotion streicht Flugprogramm zusammen

Die Billigfluglinie Laudamotion streicht - mit Verweis auf die Coronavirus-Pandemie - ihre Destinationen massiv zusammen. "Bis zum 31. März werden ausschließlich Wochenend-Verbindungen nach London, Dublin, Brüssel und Stuttgart durchgeführt", so die Airline Samstagnacht in einer Aussendung. Alle anderen Flüge werden von Montag 16. März 24:00 Uhr bis inklusive 31. März 24:00 Uhr gestrichen.

 09:40

Versammlungsverbot, Spielplätze und Restaurants zu

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Sonntag im Nationalrat ein Versammlungsverbot angesichts der Coronakrise angekündigt. Spielplätze und Sportplätze müssen ebenso schließen wie Restaurants, die ab Dienstag ganz zu haben. Zudem werden ehemalige Zivildiener und die Miliz eingezogen.

 09:26

Weitere Flugverbote u.a. nach Russland

 09:20

Restaurants ab Dienstag komplett zu

 09:19

Spiel- und Sportplätze werden geschlossen

 09:12

Lombardei warnt vor Kollaps der Krankenhäuser

Die Lombardei, die am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Region Italiens, warnt vor dem Zusammenbruch seines Gesundheitssystems. Angesichts der zunehmenden Zahl von Infektionen seien die Plätze auf den Intensivstationen durchaus knapp geworden.

"Wir stehen an einem Punkt, wo es bald kein Zurück gibt. Jeder Tag wird schwieriger. Es gibt Tage, an denen nur noch sieben Plätze auf der Intensivstation zur Verfügung stehen", klagte Giulio Gallera, Gesundheitsbeauftragter der Lombardei.

Der Höhepunkt der Epidemie ist noch nicht in Sicht. Die Zahl der Todesopfer stieg am Samstag auf 966, 76 mehr als am Freitag. Die Zahl der Infizierten kletterte um 1.865 auf 11.685. 4.898 Personen befinden sich im Krankenhaus in der Lombardei, 463 mehr als am Freitag. Auf der Intensivstationen liegen 732 Kranke, das sind 85 mehr als am Freitag.

 09:12

758 bestätigte Fälle in Österreich

758 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium am Samstag mit Stand 8.00 Uhr bekannt. Insgesamt wurden 8.167 Personen auf eine Infektion untersucht. Ein Patient ist bisher in Wien verstorben, sechs sind wieder genesen, zwei davon in Tirol, drei in Wien und einer in Niederösterreich.

Die meisten Fälle gibt es mit 245 in Tirol. In Niederösterreich wurden 112 Personen, in Wien 108, in der Steiermark 83, in Oberösterreich 116, in Salzburg 39, im Burgenland zehn, in Vorarlberg 39 und Kärnten sechs positiv getestet. Laut Johns Hopkins Universität wurden weltweit 156.400 Corona-Erkrankte registriert, 5.833 sind verstorben.

 08:23

Forscher warnen: Britische Maßnahmen unzureichend

Fast 250 Wissenschafter haben der britischen Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen die Covid-19-Pandemie zu tun und unnötig Leben zu gefährden. Mit einfachen Maßnahmen könnten Tausende Menschen gerettet werden, teilten die Wissenschafter aus Großbritannien am späten Samstagabend in einem offenen Brief mit.

Es sei möglich, die Geschwindigkeit der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus "dramatisch" zu bremsen. Unkontrolliert könnten sich aber in den nächsten Wochen Millionen Briten mit dem Erreger anstecken. In Großbritannien sind zum Beispiel Großveranstaltungen noch nicht generell verboten und bisher nur wenige Schulen geschlossen.

Regierungsberater Patrick Vallance hatte die bisher zurückhaltenden Maßnahmen in Großbritannien unter anderem damit begründet, dass eine "Herdenimmunität" gegen das Virus aufgebaut werden müsse. Infizierten sich etwa 60 Prozent der Bevölkerung, dann könnte Schutz für die ganze Gemeinschaft durch Immunität aufgebaut werden, sagte der Gesundheitsexperte kürzlich bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs der Regierung mit Premierminister Boris Johnson.

 08:23

Mexiko: Krise könnte das Jahr andauern

Mexiko stellt sich darauf ein, dass die Coronavirus-Pandemie noch das ganze Jahr anhalten könnte, wie Gesundheitsstaatssekretär Hugo Lopez-Gatell mitgeteilt hat. Zur Eindämmung des Virus wird eine Absage von Großveranstaltungen mit über 5.000 Teilnehmern empfohlen.

Außerdem sollen die Osterferien für die Schüler früher beginnen. In dem Land wurden nach Behördenangaben bisher 41 Infektionen festgestellt.

 07:44

China meldet nur 20 neue Fälle

In China ist die Zahl der Infektionen durch das neuartige Coronavirus laut offiziellen Angaben erneut nur leicht gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, kamen landesweit 20 Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19 hinzu.

16 der Fälle wurden demnach bei Menschen nachgewiesen, die aus dem Ausland nach China zurückkehrten. Die Kommission führt diese Patienten als importierte Fälle in der Statistik.

Insgesamt gibt es damit nach Angaben der Behörden inzwischen 111 Fälle, in denen das Virus aus dem Ausland nach China eingeschleppt wurde. Zudem wurden vier neue Ansteckungsfälle aus der Stadt Wuhan gemeldet, von der das Virus im Dezember seinen Ausgang genommen hatte. Zehn weitere Menschen kamen durch das Coronavirus ums Leben, wie die Behörde ferner berichtete.

 07:38

US-Präsident Trumps Test negativ ausgefallen

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Arztes negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Trumps Arzt Sean Conley gab das negative Testergebnis am Samstagabend in Washington bekannt.

"Heute Abend habe ich die Bestätigung erhalten, dass der Test negativ ist", erklärte Conley. Eine Woche nach einem Abendessen mit einer Delegation aus Brasilien in Trumps Golfclub Mar-a-Lago in Florida sei der Präsident weiterhin "symptomfrei".

Trump hatte zuvor nach langem Zögern bei sich einen Coronavirus-Test machen lassen. "Ich habe den Test gestern Abend gemacht", sagte Trump am Samstag. Am Freitag hatte Trump noch gesagt, er werde wahrscheinlich einen Test machen lassen, nachdem er dies zuvor noch abgelehnt hatte, obwohl er Kontakt zu mehreren Infizierten hatte.

Dazu zählte eine Delegation um den brasilianischen Staatschef Jair Bolsonaro, dessen Kommunikationschef positiv getestet wurde, nachdem er mit Bolsonaro in den USA Trump getroffen hatte. Dennoch hatte der 73-jährige Trump trotz gegenteiliger Empfehlung von Experten am Freitag immer noch die Hände von Menschen geschüttelt, mit denen er Kontakt hatte. Er sagte nun, das sei eine Angewohnheit, die er wohl werde ändern müssen.

 23:46

+++ Hier endet der LIVE-Ticker +++

Es tickerte für Sie: Die oe24-Redaktion. Der LIVE-Ticker wird am Sonntag, 15.03.2020 um 8 Uhr fortgesetzt.

 21:53

Vier weitere Länder in Afrika bestätigen Infektionen

Vier weitere afrikanische Länder haben am Samstag ihre ersten Coronavirus-Infektionen bestätigt. Dazu zählen Mauretanien, Ruanda, die Seychellen und die Zentralafrikanische Republik. Damit sind nun 23 Staaten in Afrika von der Lungenkrankheit betroffen.

Israel schließt Hotels, Restaurants, Theater und Einkaufszentren. Die Maßnahme solle ab Sonntag greifen, teilt Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit. Offen bleiben sollen dagegen Apotheken, Supermärkte und Banken.

 21:44

ITV: Briten über 70 sollen vier Monate in Isolation

Laut Berichten der "dailymail" soll in den nächsten 20 Tagen eine Strategie zum Schutz der älteren britischen Bevölkerung in Kraft treten. Alle Menschen über 70 Jahren sollen die nächsten vier Monate in Isolation verbringen. Derzeit gibt es 1.145 Coronvirus-Fälle und 21 Corona-Tote in Großbritannien.

 21:36

Lauda kündigt weitere Flugstreichungen an

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus sowie der Ein- und Ausreisebeschränkungen zahlreicher Regierungen hat die Ryanair-Tochter Laudamotion weitere Flugstreichungen angekündigt. Bis zum 31. März würden ausschließlich die Wochenende-Verbindungen nach London, Dublin, Brüssel und Stuttgart durchgeführt, teilte die Airline am Samstagabend mit.

Alle anderen Lauda Flüge würden im Zeitraum von Montag, den 16. März, um 24:00 Uhr bis inklusive Dienstag, den 31. März, 24:00 Uhr aus dem Flugprogramm genommen. Betroffene Passagiere würden umgehend informiert und könnten kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten, teilte Laudamotion-Pressesprecherin Theresa Vorsteher der APA mit.

 21:34

21 neue Fälle in der Steiermark

In der Steiermark sind 21 weitere Covid-19-Fälle registriert worden. Insgesamt sind derzeit 82 Steirerinnen und Steirer betroffen, teilte die Landessanitätsdirektion Samstagabend mit. Die neuen Fälle betreffen Graz und Umgebung sowie die Bezirke Leibnitz, Liezen, Mürzzuschlag, Hartberg-Fürstenfeld, Murtal und Bruck.

Bei den Infizierten handelt es sich um Menschen zwischen 21 und 70 Jahren.

 21:19

+++ Spanien schränkt Bewegungsfreiheit weitgehend ein +++

Spaniens Regierung schränkt wegen der Coronakrise die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weitgehend ein. Ministerpräsident Pedro Sanchez bestätigte Samstagabend, dass es eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands geben wird. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", rechtfertigt der Regierungschef die Maßnahme.

 21:07

Fast 3800 Covid-19-Fälle in Deutschland - Acht Tote

In Deutschland sind bis zum Samstagnachmittag nach Zählungen des Robert Koch-Instituts (RKI) 3795 laborbestätigte Covid-19-Fälle registriert worden - 733 mehr als am Vortag. Acht Menschen seien bisher an der Krankheit gestorben, teilte das RKI am Abend auf seiner Internetseite mit.

Die meisten Fälle (1154) meldete weiterhin Nordrhein-Westfalen, wo vor allem der Landkreis Heinsberg betroffen ist. Aus Bayern wurden 681 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet, aus Baden-Württemberg 569.

 20:57

Neue Corona-Fälle in Afrika - Südafrika flog Landsleute aus Wuhan aus

In Afrika sind weitere Fälle des neuen Coronavirus bekannt geworden. Während am Samstag ein Flugzeug mit 122 Südafrikanern aus der chinesischen Metropole Wuhan in dem Kap-Staat eintraf, gaben die Staaten Namibia, Ruanda und das Gebirgskönigreich Eswatini (ehemals Swasiland) ihre ersten Fälle bekannt.

Ein aus Mumbai einreisender Inder sei Ruandas erster Fall, erklärte Gesundheitsminister Daniel Ngamije. In Eswatini handelt es sich laut Gesundheitsminister Lizzie Nkosi um eine 33-Jährige, die vor kurzem von einer Geschäftsreise in den USA zurückkehrte. In Namibia gab Gesundheitsminister Kalumbi Shangula bei einer Pressekonferenz bekannt, ein spanisches Paar sei positiv getestet worden. Die Regierung setzte für die Dauer von 30 Tagen alle Flüge von und nach Deutschland, Katar und Äthiopien aus.

In Südafrika stieg die Zahl der Nachweise um 14 auf nun 38, teilte das Institut für meldepflichtige Krankheiten (NICD) mit. Darunter sind Rückkehrer aus Deutschland, den USA und Großbritannien. Im westafrikanischen Staat Senegal stieg die Zahl um drei neue Fälle auf nun 21 - darunter eine Französin und ein Spanier. Von Montag an sind die dortigen Schulen und Universitäten für drei Wochen geschlossen und öffentliche Versammlungen, aber auch das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen des Landes für 30 Tage untersagt. Auch auf den Seychellen meldete das Gesundheitsministerium am Abend, dass zwei Reisende aus Italien positiv getestet worden seien.

Der Sudan ordnete die Schließung von Schulen und Universitäten für einen Monat an. In einem entsprechenden Dekret des Büros des Premierministers hieß es, die Maßnahme gelte von Samstag an. Zudem wurden alle öffentliche Zusammenkünfte wie Hochzeiten oder gesellschaftliche Veranstaltungen verboten.

Afrika war einige Zeit von dem neuartigen Coronavirus verschont geblieben, doch inzwischen breitet sich die Krankheit auf dem Kontinent aus. Bisher sind in mehr als 20 afrikanischen Ländern Fälle von Sars-CoV-2 aufgetreten. Nach Angaben der Wirtschaftskommission für Afrika (ECA) könnten die Volkswirtschaften vieler Länder auf dem Kontinent durch die Folgen der Krise stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

"Afrika könnte die Hälfte seines Bruttosozialproduktes verlieren bei einem Wachstum, das von 3,2 auf 2 Prozent sinkt", sagte Vera Songwe bei einer Pressekonferenz in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Vor allem Öl-exportierenden Ländern könnten durch gesunkene Ölpreise bis zu 65 Milliarden Dollar an Einkünften entgehen.

 20:48

Andrang in Supermärkten am Samstag deutlich geringer

Nach langen Schlangen an den Kassen und teilweise leeren Regalen in den heimischen Supermärkten am Freitag aufgrund der Coronavirus-Sorgen, hat sich die Lage am Samstag wieder deutlich beruhigt. "Der Ansturm auf die Lebensmittelmärkte hat sich spürbar reduziert", schrieb Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Samstagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Ministerin empfiehlt "immer genügend Vorräte daheim" zu haben, für Hamsterkäufe "besteht aber auch jetzt kein Grund". Die heimischen Lebensmittelgeschäfte haben nächste Woche uneingeschränkt offen. Handelsbetriebe für den nicht täglichen Bedarf - etwa der Auto-, Elektro-, Kleidung-, Möbel-, Schuh- und Sportartikelhandel - müssen ab Montag aber für mindestens eine Woche schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Auch die Supermarktkette Spar berichtete von weniger Andrang am Samstag als am Freitag. "Heute war es deutlich ruhiger als gestern. Das ist gut so, denn das hat uns die Gelegenheit gegeben, die Regale wieder zu füllen", sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA. Heute sei "in den Märkten wieder alles verfügbar" gewesen.

Spar hat für die kommenden Tage mehr Ware bestellt, um die Nachfrage abdecken zu können. "Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der verkürzten Öffnungszeiten der Restaurants mehr Menschen zu Hause essen. Daraus sind wir vorbereitet", so die Spar-Sprecherin.

Die hohe Nachfrage in den Filialen hat die Auslieferkapazität der Zentrallager ans Limit gebracht. "Ab morgen bzw. Montag helfen uns in den Warenlagern Soldaten des Bundesheeres, damit wir die hohen Bestellmengen aus den Märkten gut und schnell abwickeln können", hieß es von Spar. Für die "rasche und unbürokratische Hilfe" sei man "sehr dankbar".

 20:45

Coronavirus-Alarm in Bundesheer-Kaserne in Horn abgeblasen

Der Coronavirus-Alarm in der Bundesheer-Kaserne in Horn ist am Samstagabend abgeblasen worden. Ein bei einem erkrankten Unteroffizier durchgeführter Test ist laut Oberst Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, negativ gewesen. Die Quarantäne für 223 Soldaten wurde aufgehoben.

In Horn absolvieren aktuell etwa 100 Rekruten der Garde ihre Grundausbildung. "Sie haben am Montag dienstfrei", sagte Bauer zur APA. "Es gibt auch negative Ergebnisse, die positiv sind", twitterte der Sprecher zudem.

Der Covid-19-Verdacht in der Kaserne hatte sich am Donnerstagabend ergeben. Der Unteroffizier hatte demnach über Beschwerden geklagt.

 20:29

Ansturm auf Supermärkte in Teheran

Gerüchte über eine mögliche Ausgangssperre wegen der Corona-Krise haben am Samstag in Teheran einen Ansturm der Menschen auf die Supermärkte verursacht. In vielen Supermärkten waren laut Augenzeugen die meisten Waren, insbesondere Mineralwasser, Waschpulver und Plastikhandschuhe, bereits ausverkauft.

Der Auftrieb hatte auch mit den anstehenden Neujahrsferien (Nouruz) im Iran zu tun. Das persische Neujahr beginnt am 20. März, die Ferien dauern bis zum 2. April. Überforderte Angestellte der Supermärkte befürchten in den nächsten Tagen einen ähnlichen Ansturm.

Die Gerüchte über eine Ausgangssperre basierten zum Teil auf widersprüchlichen Aussagen der Behörden. Laut Armeechef Mohammad Bagheri soll die Armee dafür sorgen, dass die Straßen in den Städten, besonders in Teheran, sowie die Landstraßen binnen 24 Stunden leerer werden. Viele Iraner haben die Aussagen des Generals als eine bevorstehende Ausgangssperre interpretiert - so wurde es auch in den sozialen Medien beurteilt.

Regierungssprecher Ali Rabiei wies jedoch die Spekulationen über eine Quarantäne Teherans vehement zurück. "Das ist doch alles eine ganz große Lüge", so der Sprecher nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Am Samstagvormittag hatte es ein Treffen von Präsident Hassan Rouhani und seinen Beratern über neue Anweisungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise im Land gegeben.

Am Montag sollen diese neuen Anweisungen angeblich bekanntgegeben werden. Wegen der drastisch steigenden Zahl der Coronavirus-Toten und Infizierten im Iran ist nach Meinung vieler Experten eine Ausgangssperre die einzige Lösung, um eine Katastrophe zu verhindern.

Die Befürchtungen wurden durch die neuesten Zahlen aus dem Gesundheitsministerium am Samstag bestätigt: Die Zahl der Corona-Toten ist auf 612 und die der Infizierten auf 12.729 gestiegen.

 20:20

Experten: Kein Beleg für Negativeffekt von Medikamenten

Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für eine negative Auswirkung der Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika oder von ACE-Hemmern bzw. Sartanen bei Covid-19-Patienten oder Infizierten. Das erklärten Samstagabend MedUni-Wien-Rektor Markus Müller und Pharmakologe Michael Freissmuth gegenüber der APA.

Sowohl in wissenschaftlichen Medizinjournalen (z.B. Lancet, British Medical Journal) als auch im Netz waren in den vergangenen Tagen derartige Meinungen aufgetaucht. Freissmuth, Leiter des Zentrums für Physiologie und Pharmakologie der Meduni Wien: "Es gibt aber überhaupt keine wissenschaftliche Evidenz (Beleg; Anm.) dafür, dass da irgendetwas gefährlich sein könnte."

Das nichtsteroidale Antirheumatikum Ibuprofen sowie die sogenannten ACE-Hemmer bzw. Angiotesin-II-Rezeptorblocker (Sartane) waren in diesem Zusammenhang genannt worden. "Da ist nichts dran. Die Sache mit Ibuprofen ist das Problem einer Subgruppenanalyse (in einer Studie; Anm.)", sagte MedUni Wien-Rektor Müller, von seiner medizinischen Laufbahn her klinischer Pharmakologe. Es sei wohl klar, dass Menschen, die Kopfweh oder grippeähnliche Symptome bekämen, vermehrt zu Kopfwehmitteln bzw. solchen nichtsteroidalen Antirheumatika griffen. Daraus einen Zusammenhang mit Covid-19 zu konstruieren, sei falsch.

"Bei den Blutdruckmitteln kann man überhaupt keine Aussage treffen, ob sie einen Effekt bei Covid-19 haben", sagte Freissmuth. Es gebe sowohl Meinungen, wonach sie schützen können als auch das Gegenteil. Wissenschaftliche Daten lägen überhaupt keine vor.

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) hat bereits eine eindeutige Stellungnahme abgegeben: "Diese Spekulationen über die Sicherheit von ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern haben keine solide wissenschaftliche Basis. In Wirklichkeit gibt es Evidenz aus Tierstudien, die darauf hindeuten, dass diese Medikamente eher einen schützenden Effekt vor schweren Lungenkomplikationen haben könnten. Es gibt aber bisher keine Daten (über den Effekt; Anm.) beim Menschen."

Müller und Freissmuth erklärten gegegenüber der APA praktisch unisono, dass man mit solchen Meldungen Menschen nicht in die Hysterie treiben dürfe. "Wir brauchen das überhaupt nicht", sagte der MedUni Wien-Rektor. "Mich ärgert das so, dass ich die Contenance verliere", fügte Freissmuth hinzu.

 20:19

Auch Winter-EM für UEFA ein Thema

Für die Europäische Fußball-Union ist nach Informationen der britischen Zeitung "Telegraph" auch die Verlegung der EM in den Winter eine Option. Mit einer Austragung des Kontinentalturniers im Dezember 2020 könnten die Club-Bewerbe im Sommer noch zu Ende gespielt werden. Die UEFA wird angesichts der Ausbreitung des Coronavirus am Dienstag Alternativen für die EM-Endrunde diskutieren.

Dass angesichts der Pandemie das geplante paneuropäische Turnier in gleich zwölf Ländern wie geplant am 12. Juni in Rom angepfiffen wird, erscheint derzeit unwahrscheinlich. Erste Alternative wäre die Verlegung der EM in den Sommer 2021. Dadurch würde das Turnier aber mit der reformierten Club-WM kollidieren. So käme wohl auch dem Weltverband FIFA ein EM-Turnier im Winter gelegen. Es wäre zugleich ein Testlauf für die Winter-WM 2022 in Katar.

 20:18

Frankreich schließt Restaurants und Geschäfte

Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus alle Restaurants, Geschäfte und Bars. Apotheken und Lebensmittelgeschäfte oder Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Allerdings sollen ab Mitternacht alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Einrichtungen schließen.

In Frankreich war die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden auf 91 von 79 gestiegen. Das teilte die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 4499 von 3661.

 19:36

Tirols Fallzahl stieg erneut auf 221 Infizierte

Die Zahl der an Coronavirus erkrankten Personen in Tirol ist Samstagabend erneut um 17 Fälle angestiegen. Damit gibt es in dem Bundesland derzeit 221 positiv getestete Personen, zwei sind bereits wieder gesund. Zehn der jüngsten Fälle haben einen direkten Bezug zu den isolierten Gebieten im Paznauntal oder zu St. Anton am Arlberg, teilte das Land mit.

Zwei weitere Infizierte stammen aus Innsbruck bzw. Innsbruck-Land. Drei kommen aus der Stadt Landeck.

Darüber hinaus hieß es seitens des Landes, dass Lehrpersonen, die sich seit dem 28. Februar in einem der isolierten Gebiete aufgehalten hatten, für zwei Wochen in häusliche Selbstisolation begeben müssen. Sie sollen von zu Hause aus über digitale Kanäle die inhaltliche Betreuung der Schüler schon am Montag und am Dienstag wahrnehmen. Ab Mittwoch sei dies ja ohnehin vorgesehen.

 19:30

Barcelona-Star Messi: "Jetzt verantwortungsbewusst handeln"

Fußball-Star Lionel Messi nutzt wie sein portugiesischer Kollege Cristiano Ronaldo die sozialen Medien, um in der Coronavirus-Krise an seine Fans zu appellieren. Der Argentinier rief auf seinem Instagram-Profil, dem mehr als 144 Millionen Menschen folgen, dazu auf, die Anweisungen der Behörden zum Schutz von Risikogruppen umzusetzen.

"Die Gesundheit muss immer an erster Stelle stehen", sagte der 32-Jährige. Es sei eine außergewöhnliche Situation "und ihr müsst die Anweisungen von Gesundheitsorganisationen und Behörden befolgen. Nur auf diese Weise können wir es effektiv bekämpfen."

Es sei wichtig, jetzt verantwortungsbewusst zu handeln und zu Hause zu bleiben, meinte der sechsfache Weltfußballer. "Es ist die beste Gelegenheit, die Zeit mit seinen Liebsten zu genießen", schrieb er unter ein Foto, dass ihn mit zwei seiner drei Söhne zeigt.

Messi sprach von komplizierten Tagen auch für ihn und seine Familie. "Wir sind besorgt darüber, was passiert, und wir möchten denen helfen, denen es am schlechtesten geht." Er schicke all den Menschen Kraft, vor allen denen, die in Krankenhäusern arbeiten. Auch Ronaldo hatte am Freitag an seine Fans appelliert, zu Hause zu bleiben.

 19:27

Berlin verschärft Verbote drastisch

Berlin verbietet wegen der Coronakrise ab sofort alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Das teilte ein Sprecher der Staatskanzlei am Samstagabend mit. Lokale, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen.

Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Darüber hinaus dürfen Patienten im Krankenhaus keinen Besuch mehr empfangen - Ausnahme seien solche unter 16 Jahren und Schwerstkranke.

Die gesetzliche Grundlage für die neuen Verordnungen sei das Infektionsschutzgesetz. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 19. April.

Ausnahmen gibt es für Restaurants: Gaststätten, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird, dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben.

Patienten unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürften einmal am Tag für eine Stunde eine Person empfangen, sofern diese keine Erkrankung an den Atemwegen habe, hieß es weiter. Auch in Pflegeheimen dürfen Bewohner nur einmal am Tag Besuch empfangen, allerdings niemanden unter 16 Jahren oder Menschen mit Atemwegserkrankungen.

 19:25

Bozen desinfiziert Straßen, Plätze und Spielplätze

Die Südtiroler Stadt Bozen hat angekündigt, kommende Woche zwischen Montag und Donnerstag während der Nachtstunden Straßen, Plätze und Spielplätze zu desinfizieren. Die Stadtteile werden nacheinander in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr desinfiziert. Die Bewohner wurden aufgerufen, währenddessen zu Hause zu bleiben.

Das Desinfektionsmittel, ein Wasserstoffperoxid, das als 50-prozentige-Lösung auf eine Konzentration von fünf Prozent verdünnt wird, werde mit einem Zerstäuber verteilt, teilte das Land Südtirol in einer Aussendung mit. Das Mittel sei vollständig biologisch abbaubar, sobald es mit dem Boden in Berührung komme.

Durch das Zerstäuben werde gewährleistet, dass in den Fällen, in denen sich zufälliger Weise Tiere oder Menschen in der Nähe aufhalten, keine Risiken einer Vergiftung bestehen würden, hieß es. Nur in direktem Kontakt könne das eingesetzte Desinfektionsmittel ein leichtes Brennen der Schleimhäute auslösen.

 19:19

Flusskreuzfahrten auf Donau gestoppt

Die deutsche Reederei A-Rosa hat aufgrund des Coronavirus ihre Flusskreuzfahrten auf der Donau in Österreich und auf der Rhone sowie Seine in Frankreich vorübergehend gestoppt. Zuvor hatten schon Viking River Cruises und andere Anbieter ihre Touren auf der Donau eingestellt.

Nachdem das österreichische Gesundheitsministerium Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Personen vorübergehend untersagt habe, müssten alle A-Rosa-Kreuzfahrten auf der Donau mit sofortiger Wirkung bis einschließlich 3. April abgesagt werden, teilte die Reederei am Samstag mit. A-Rosa war zuletzt noch mit drei Schiffen und 420 Passagieren auf der Donau unterwegs.

Betroffene Gäste können laut A-Rosa kostenfrei auf einen anderen Termin in der Saison 2020 oder 2021 umbuchen.

Der Ausfall der Flusskreuzfahrtgäste hat teils massive Auswirkungen auf die Gastronomiebetriebe entlang der Donau, etwa in der Wachau. Die seit einigen Jahren boomenden Flusskreuzfahrten brachten Orten und Städten an der Donau bisher viele Tagesgäste.

 19:17

Wirtschaftskammer-Wahlen bekommen Krisen-Passus

Die Wirtschaftskammer-Wahlen bekommen einen Krisen-Passus. Eine entsprechende gesetzliche Änderung wird im Zuge der Gesetze angesichts der Corona-Krise vorgenommen. Demnach kann die Wahlbehörde bei außergewöhnlichen Ereignissen den Wahlgang verlängern. Die letzte Wirtschaftskammer-Wahl hatte erst Anfang März geendet.

 19:06

Anästhesist im Uniklinikum Salzburg erkrankt

Ein Anästhesist im Uniklinikum Salzburg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Unmittelbar nach Bekanntwerden des Verdachtsfalls wurden alle vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen im Krankenhaus in die Wege geleitet", meine Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) in einer Aussendung. So wurden bis Samstagabend 84 Personen vorübergehend nach Hause geschickt.

Der Arzt hatte sich selber gemeldet, weil er eine Infektion befürchtete hatte, die sich dann auch bestätigte. Kontaktpersonen seien umgehend ermittelt worden und kamen ebenfalls wie der Mediziner in häusliche Quarantäne. Die Verdachtsfälle unter ihnen warteten Samstagabend noch auf ihre Testergebnisse.

"Betroffen sind mehrere Bereiche im Uniklinikum, darunter auch die Neonatologie. Derzeit werden alle Eltern persönlich informiert", sagte der Leiter des Corona-Einsatzstabes im Uniklinikum, Richard Greil. Der laufende Betrieb des Uniklinikums seit sichergestellt.

 19:01

Sechster Fall in Kärnten bestätigt

Der sechste Fall einer Coronavirus-Infektion in Kärnten ist Samstag bestätigt worden. Es handle sich dabei um eine 52-Jährige Frau aus dem Bezirk Klagenfurt Land, vermeldete der Pressedienst des Landes Kärnten. Die zuständigen Behörden hätten die nötigen Maßnahmen in die Wege geleitet und machten das contact tracing.

Positiv zu vermelden sei, dass in Heiligenblut alle sechs Testungen negativ seien, so der Pressedienst.

 18:47

Rumänien ruft Notstand aus

Angesichts der Ausbreitung des neuen Corona-Virus in Rumänien hat Staatspräsident Klaus Johannis am Samstag den Notstand ausgerufen, der ab Montag gelten soll. Bis Samstagabend stieg die Zahl der nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten auf 109 - um sieben Fälle mehr als am Samstagmorgen.

Der Notstand gibt den Behörden die rechtliche Grundlage für Maßnahmen, die Grundrechte beschränken, wie etwa temporäre Schließung der Grenzen, Fahrverbote, Einschränkung der Pressefreiheit. Konkrete Pläne hierzu wurden bisher nicht bekannt.

Davon unabhängig haben die Behörden am Samstag bereits verschärfte Vorsichtsmaßnahmen verfügt: Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 50 Teilnehmern wurden untersagt und die Hygienemaßnahmen beim Zugang zu Spitälern verschärft. Corona-Patienten erhielten Priorität bei der Aufnahme. Seit Auftreten der ersten Corona-Fälle in Rumänien kommen Einreisende aus den Risikogebieten im Ausland grundsätzlich für 14 Tage in Quarantäne, unabhängig davon, ob sie sichtbare Krankheitssymptome haben.

 18:33

Rom stoppt Flug- und Fährenverbindungen nach Sardinien

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie wird Sardinien unter kompletter Quarantäne gestellt. Die italienische Regierung beschloss die Einstellung der Flug- und Fährenverbindungen zwischen der Insel und dem Festland. Lediglich Personen mit Genehmigung und Waren können zwischen Sardinien und Italien verkehren. Angeflogen wird die sardische Hauptstadt Cagliari nur vom Flughafen Rom Fiumicino.

Sardinien ist de facto die einzige italienische Region, die vollkommen abgeschnitten wird. Auf der Insel wurden bisher 50 Infektionsfälle und keinen einzigen Coronavirus-Todesopfer gemeldet. Zuletzt waren viele Norditaliener mit Ferienwohnungen auf Sardinien auf die Insel geströmt. Die Sorge ist, dass sich das Virus auf der Insel mit 1,6 Millionen Einwohnern verbreiten könnte.

Italien hat zuletzt seinen öffentlichen Verkehr stark heruntergefahren. Auf der Nord-Süd-Achse werden keine Züge mehr verkehren, teilte das italienische Verkehrsministerium am Samstag mit. Nachdem ein Großteil der Flughäfen geschlossen wurden, bleibt die Bahn der einzige Weg, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Süden des Landes zu erreichen. Hunderte Menschen stürmten am Samstag die Züge von Mailand in Richtung Süden. Italien hat diese Woche ein Reiseverbot verhängt

 18:13

Zahl der Toten in Italien um 175 auf 1.441 gestiegen

Trotz drakonischer Vorbeugungsmaßnahmen nimmt die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien weiterhin zu. Am Samstag wurden 175 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Opfer seit Beginn der Epidemie am 21. Februar auf 1.441, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit. Der Anstieg bei der Zahl der Todesopfer war niedriger als am Freitag, als sie um 250 Personen gestiegen war.

Die Infektionen kletterten um 2.795 auf 17.750 Fälle. 1.518 Personen liegen auf der Intensivstation. 1.966 Personen sind inzwischen genesen. Die Lombardei ist mit 966 Todesopfern die am stärkste betroffen Region, gefolgt von der Emilia Romagna (241 Todesopfer), Venetien (55) und Marken (36). In Friaul gab es 13 Todesfälle, in Südtirol waren es drei. Zu den neuen Infizierten in Italien zählen auch der Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri, sowie Vize-Bildungsministerin Anna Ascani.

"Wir bewirken Wunder, indem wir zusätzliche Plätze auf den Intensivstationen schaffen", sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana. Er lobte das unermüdliche Engagement der Sanitäter für die Patienten. Ärzte aus China und Venezuela seien in Italien eingetroffen, um ihren lombardischen Kollegen Hilfe zu leisten.

 18:12

Erster Toter in Dänemark - Grenzen geschlossen

In Dänemark ist am Samstag erstmals ein Patient im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gestorben. Der 81-Jährige sei zunächst wegen anderer Krankheiten in eine Klinik gebracht worden, meldete die Kopenhagener Regionalregierung am Samstag. Dort wurde das Virus festgestellt und der Mann entsprechend isoliert.

Um eine Ausbreitung des Coronavirus in dem Land zu verhindern, hat Dänemark indes seine Grenzen für Reisende aus anderen Ländern geschlossen.

Dänemark hatte seine Grenzen von Samstag (12.00 Uhr) an bis Ostern geschlossen. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Grund für eine Einreise dürfen nicht mehr ins Land. Für Lastwagenfahrer, die Waren über die Grenze bringen, soll die Reglung nicht gelten.

Lettland schließt ab Dienstag seine Grenzen für Ausländer. Das teilte die Regierung am Samstag mit. Zudem werden alle öffentlichen Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten.

 17:58

Coronavirus - Leichtere Einvernahmen per Video

Die Fern-Einvernahme von Beschuldigten mittels technischer Hilfsmittel soll während Epidemien wie der derzeit grassierenden Corona-Krise ausgebaut werden. Das sieht ein heute vorgelegter Gesetzesantrag vor.

Zur Verhütung und Bekämpfung anzeigepflichtiger Krankheiten soll diese Möglichkeit nunmehr generell, unabhängig vom Ort der Anhaltung des Beschuldigten, zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für Vernehmungen über die Verhängung der Untersuchungshaft. Auch bei Verhandlungen in Haftsachen soll auf diese Weise vorgegangen werden können.

Derzeit heißt es in der Strafprozessordnung: Ist der Aufenthaltsort eines Zeugen oder Beschuldigten außerhalb des Sprengels der zuständigen Staatsanwaltschaft oder des zuständigen Gerichts gelegen, so ist die unmittelbare Vernehmung am Sitz der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts, in deren oder dessen Sprengel sich der Zeuge oder der Beschuldigte befindet, unter Verwendung technischer Einrichtungen zur Wort- und Bildübertragung durchzuführen, es sei denn, dass es unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie zweckmäßiger oder sonst aus besonderen Gründen erforderlich ist, den Zeugen oder Beschuldigten vor die zuständige Staatsanwaltschaft oder vor das zuständige Gericht zu laden.

 17:54

US-Reisebeschränkungen auch für Großbritannien, Irland

Näheres in Kürze...

 17:49

Trump hat sich auf Coronavirus testen lassen

US-Präsident Donald Trump hat sich unter wachsendem Druck auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz am Samstag im Weißen Haus, er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst ein oder zwei Tage nach dem Test vorliegen.

Trump war am vergangenen Wochenende mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation in Kontakt, das US-Medienberichten zufolge mit Trump für ein Foto posierte und das später positiv auf das Virus getestet wurde.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump habe fast keinen Umgang mit der Person gehabt. Es gebe daher keine Notwendigkeit für einen Test. Das Weiße Haus hatte am Freitagabend ein Schreiben des Arztes des Weißen Hauses verbreitet, in dem es hieß, Trump zeige keine Symptome von Covid-19. Ein Test sei daher nicht angezeigt.

In der Pressekonferenz am Samstag erklärte Trump weiters: "Bis jetzt haben wir nur 50 Todesfälle". Er verwies auf die Anstrengungen seiner Regierung zur Eindämmung des Coronavirus.

 17:43

966 Todesopfer in der Lombardei, 11.685 Infizierte

Die Lombardei, die von der Coronavirus-Epidemie am stärksten betroffenen Region, beklagt eine starke Zunahme bei der Zahl der Infektionsfälle und der Todesopfer. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 966, 76 mehr als am Freitag, teilten die regionalen Gesundheitsbehörden am Samstag mit. Die Zahl der Infizierten kletterte um 1.865 auf 11.685.

4.898 Personen befinden sich im Krankenhaus in der Lombardei, 463 mehr als am Freitag. Auf der Intensivstationen liegen 732 Kranke, das sind 85 mehr als am Freitag.

"Wir laufen gegen die Zeit, um mehr Plätze auf der Intensivstation zu schaffen. Jeder Tag wird schwieriger"", sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragter Giulio Gallera. Es gebe keine Rettungswagen mehr, um Patienten in Krankenhäuser der Nachbarregionen zu bringen.

 17:34

Trump: Bisher 50 Todesfälle in den USA

Näheres in Kürze...

 17:28

Nationalrat setzte ersten Schritt für Krisengesetze

In aller Kürze hat Samstagnachmittag im Nationalrat das Beschlussprozedere für die Krisengesetze zum Coronavirus seinen Anfang genommen. In zwei nur wenige Minuten dauernden Sitzungen wurde der Antrag für das "COVID-19 Gesetz" eingebracht und dem Budgetausschuss zugewiesen.

Dieser tagt ab 18.00 Uhr. Am Sonntag ab 9.00 Uhr wird das Paket dann wieder vom Nationalratsplenum behandelt, debattiert und beschlossen. Danach ist der Bundesrat am Zug, dann der Bundespräsident, und nach Verlautbarung im Bundesgesetzblatt kann das Paket am Montag um 0.00 Uhr in Kraft treten.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sprach vor den Abgeordneten von einer Krise, der man sich nicht nur zu stellen habe, sondern der man auch Antworten entgegenhalten müsse. Wie angekündigt hielten die Mandatare Abstand zu einander. Jeweils ein Platz zwischen den Sitzen blieb frei, die Abgeordneten nahmen auch auf der Besuchertribüne Platz.

 17:23

Baby in England infiziert - Zahl der Toten verdoppelt

Die Zahl der Todesfälle durch die Covid-19-Pandemie hat sich in Großbritannien binnen 24 Stunden von 11 auf 20 fast verdoppelt. Alle neuen Fälle gehörten Risikogruppen an, sagte am Samstag der Mediziner Chris Whitty, der die Regierung berät. Die Opfer litten unter Vorerkrankungen und waren älter als 60 Jahre.

Bis Samstagmorgen wurden insgesamt 1140 Infektionen registriert - einen Tag zuvor waren es nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums noch 798. Doch die Dunkelziffer ist hoch: Gesundheitsexperten gingen am Freitag von 5000 bis 10 000 Menschen aus, die sich bereits in Großbritannien angesteckt haben. Viele Betroffene haben keine oder nur leichte Symptome.

Zu den Infizierten gehören auch ein Neugeborenes und dessen Mutter, wie das North Middlesex University Hospital in London mitteilte. Die Ärzte wollten versuchen herausfinden, ob die Ansteckung während oder vor der Geburt passiert ist. Es ist nicht die erste weltweite Infektion eines Babys mit dem neuartigen Erreger.

Die US-Regierung dürfte nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters noch diesen Samstag ihr Einreiseverbot für europäische Staaten ausweiten. Betroffen wären dann auch Reisende aus Großbritannien und Irland, sagen Vertreter der Regierung und der Luftfahrtbranche. Die zusätzlichen Einschränkungen würden voraussichtlich Montagnacht in Kraft treten. Die beiden Länder waren von dem bereits geltenden Einreisestopp für 26 europäische Staaten, darunter Österreich, bisher ausgenommen.

 17:16

Parlamentswahl in Syrien verschoben

In Syrien wird die Parlamentswahl vom 13. April auf den 20. Mai verschoben. Das Präsidialamt begründete dies am Samstag als Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung des Coronavirus. Nach Angaben der Regierung gibt es in dem Bürgerkriegsland keine bestätigten Infektionen. Dennoch trifft Syrien Vorkehrungen, wie die Schließung von Schulen und öffentlichen Veranstaltungsgebäuden.

Die 250 Mitglieder der syrischen Volkskammer werden alle vier Jahre gewählt. Allerdings wird die Abstimmung von der Führung in Damaskus kontrolliert.

Kritiker bezeichnen Wahlen in Syrien als Farce, die der Regierung einen demokratischen Anstrich geben sollen. Bei der Abstimmung 2016 hatten mehrheitlich Anhänger der herrschenden Baath-Partei Sitze im Parlament gewonnen.

Der Bürgerkrieg in Syrien war im März 2011 ausgebrochen. Damals gingen Sicherheitskräfte der Regierung mit Gewalt gegen Demonstrationen vor. Mittlerweile haben Regierungsanhänger wieder rund zwei Drittel des Landes unter ihrer Kontrolle.

Im vergangenen Jahr hatte in Genf ein Verfassungsausschuss mit Vertretern der Regierung und der Opposition die Arbeit aufgenommen. Die UNO will so den Weg zu einem politischen Prozess bahnen, der mit freien Wahlen enden soll. Bisher konnte das Gremium aber keine greifbaren Ergebnisse erzielen.

 16:55

Alitalia fordert Passagiere zum Maskentragen auf

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia verlangt von ihren Passagieren, in eng besetzten Fliegern Atemmasken zu tragen. Die Vorschrift gelte für alle Verbindungen, bei denen der Sicherheitsabstand von einem Meter zwischen einzelnen Passagieren nicht eingehalten werden könne, teilte die Fluggesellschaft am Samstag mit.

Passagiere, die ohne Maske angetroffen werden, könnten nicht mehr befördert werden. Alitalia riet den Reisenden auch, die Gesichtsmasken auf Flughäfen sowie beim Ein- und Aussteigen aus dem Flugzeug zu tragen. Diese sind auch in Italien schwer zu bekommen.

 16:46

Ausländische Gäste bis Montag aus St. Anton abgereist

Obwohl die Ausreise ausländischer Gäste seit Freitag auf Hochtouren läuft, befinden sich noch einige Touristen in den isolierten Orten im Paznauntal und in St. Anton am Arlberg. Bis Montag sollten aber alle Gäste St. Anton verlassen haben, sagte Bürgermeister Helmut Mall zur APA. Es seien aber sicher schon "ein paar Tausend" abgereist, meinte er.

Ähnlich gestaltet sich die Lage in den Paznauner Gemeinden Galtür, Ischgl, Kappl und See. "Die Gäste sind zum Großteil draußen", berichtete Werner Kurz, Bürgermeister von Ischgl. Weder in St. Anton noch im Paznauntal war bis Samstagabend klar, wie viele österreichische Gäste und Personal sich noch in den isolierten Orten befinden. Die diesbezüglichen Abklärungen seien am Laufen, hieß es. In zwei bis drei Tagen könne man gesicherte Auskunft darüber geben.

 16:44

Ferrari schließt seine beiden Werke bis zum 27. März

Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari schließt wegen des Coronavirus-Ausbruchs für zwei Wochen seine beiden Werke. Das Unternehmen hatte ursprünglich versucht, die Fabriken am Laufen zu halten, doch nun ließen "die ersten ernsthaften Probleme in der Lieferkette" eine weitere Produktion nicht mehr zu, teilte Ferrari in einer Erklärung am Samstag mit.

Die Werke in Maranello und Modena würden daher bis zum 27. März geschlossen bleiben. Auch die für die Formel-1 zuständige Scuderia Ferrari habe den Betrieb eingestellt. Die Entscheidung wurde "aus Respekt" und für den "Seelenfrieden" der Arbeiter und Zulieferer von Ferrari getroffen, sagte der Vorstandsvorsitzende Louis Camilleri.

 16:34

Ehemaliger NATO-Generalsekretär Solana mit Coronavirus infiziert

Der ehemalige NATO-Generalsekretär Javier Solana hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Der 77-jährige werde in einem Krankenhaus in Madrid behandelt, es gehe ihm aber allmählich besser, sagte eine dem spanischen Politiker nahestehende Quelle am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Sie bestätigte Medienberichte, wonach Solana am Mittwoch wegen der Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

"Es geht mir schon besser", antwortete Solana dem US-Politiker Strobe Talbott, der dem 77-Jährigen im Online-Dienst Twitter seine Genesungswünsche übermittelt hatte. Solana war von 1995 bis 1999 NATO-Generalsekretär und von 1999 bis 2009 EU-Außenbeauftragter.

In Spanien wurden bisher mehr als 5700 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt, mehr als 130 Menschen starben dort an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Damit ist Spanien nach Italien das am zweitstärksten betroffene Land Europas.

In der Region Madrid, wo der Großteil der Infektionen gemeldet worden war, wurden sämtliche Bars und Restaurants geschlossen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Unter den in Spanien Infizierten befinden sich auch zwei Mitglieder des Kabinetts von Regierungschef Pedro Sánchez sowie der Vorsitzende der rechtsextremen Vox-Partei, Santiago Abascal.

 16:28

66 Bundesheer-Soldaten im Einsatz

Das Bundesheer unterstützt den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus derzeit mit 66 Personen. Die Soldaten kommen zur Unterstützung ziviler Behörden in Wien, Tirol und Vorarlberg zum Einsatz. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. "Das Bundesheer steht in ganz Österreich bereit, um Behörden und Institutionen bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen", sagte Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

"Wir sind in der Lage, jederzeit und rasch zu helfen und unsere Expertise einzubringen", betonte sie am Samstag. Die eingesetzten Soldatinnen und Soldaten unterstützen beim Betreiben von "Krisen-Hotlines", bei der Durchführung von Gesundheitschecks sowie beim gesundheitsbehördlichen Abreisemanagement und bei Tätigkeiten im Koordinationsstab des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements.

 16:27

Fabriken in Italien bleiben geöffnet

Italiens Regierung hat am Samstag eine Vereinbarung mit Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden getroffen, wonach Fabriken auch während des anhaltenden Coronavirus-Ausbruchs in Betrieb bleiben dürfen. Die Vereinbarung, die nach Verhandlungen per Videoschaltung erzielt worden war, diene dem "Wohle des Landes, dem Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmer", twitterte Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Die Vereinbarung sieht höhere Sicherheitsstandards für Arbeitnehmer vor. Beschäftigte haben nun Anspruch auf Masken und andere Schutzausrüstung, sofern sie nicht in einem sicheren Abstand voneinander arbeiten können.

Einige Unternehmen würden ihre Aktivitäten vorübergehend einstellen oder reduzieren, um sich auf die neuen Sicherheitsanforderungen für ihre Beschäftigten einzustellen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Gewerkschaften CGIL, CISL und UIL.

Italienische Behörden haben landesweit drastische Sperrmaßnahmen verhängt, um das Ansteckungsrisiko zu begrenzen. Die meisten Geschäfte sind geschlossen und Menschen aufgefordert, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen. Doch in einigen Büros und Fabriken geht die Arbeit weiter. In der vergangenen Woche hatte es Protest dagegen gegeben.

In Italien war die Zahl der Infizierten am Freitag auf 17.660 gestiegen. 1.266 Menschen starben nach Angaben des Zivilschutzes. Italien ist nach China das Land mit den meisten Covid-19-Toten.

 16:25

Sobotka: Parlament reagiert in einzigartigem Ablauf

Dass das Parlament die Krisengesetze zum Coronavirus innerhalb dieses Wochenendes auf den Weg bringt, ist laut Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) ein "einzigartiges" Ereignis. In einer Pressekonferenz Samstagnachmittag im Plenarsaal des Parlamentsausweichquartiers führte er das Prozedere aus: Es braucht dafür drei Nationalratssitzungen, einen Ausschuss und den Bundesrat.

Danach wird der Bundespräsident das verfassungskonforme Zustandekommen beurkunden. Nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt könnten die beschlossenen Gesetze am Montag um 0.00 Uhr in Kraft treten. Die Einbringungs- und die Zuweisungssitzung finden heute, Samstag, hintereinander ab 17.00 Uhr statt. Debatte gibt es da noch keine. Eine erste, nicht öffentliche Erörterung folgt um 18.00 Uhr im Budgetausschuss.

Am Sonntag um 9.00 findet die zweite und dritte Lesung und der Beschluss der Gesetze statt, dann auch mit ausführlicher Debatte. Wie bei einer Dringlichen Anfrage bekommen dabei alle Fraktionen gleich viel Redezeit, so Sobotka. Dies deshalb, um den Eindruck eines raschen Durchwinkens zu vermeiden. Um 13.30 tagt in der Folge der Bundesrat.

"Das ist ein historischer Moment, das gab es noch nie in dieser Form", sagte Sobotka. Lediglich im Oktober 1931 hätte das Parlament schon einmal an einem Samstag getagt, allerdings nicht geblockt, damals mit dem Ziel der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Angesichts der Corona-Pandemie sei diese (von den Fraktionen einhellig unterstützte) Vorgangsweise aber auch angebracht, meinte Sobotka: "Die Österreicherinnen und Österreicher können sich darauf verlassen, dass in Zeiten der Krise alle zusammenstehen."

Die Pressekonferenz fand in ungewöhnlichem Setting statt, Sobotka sprach vom Rednerpult des Plenarsaals aus, die Journalisten saßen in den Abgeordnetenreihen. Zwischen den einzelnen Personen musste zur Ansteckungsvermeidung je ein Sitz frei bleiben, und genauso soll es ab 17.00 Uhr auch von den Abgeordneten gehandhabt werden. Viele von ihnen müssen daher auf der Zuschauertribüne Platz nehmen, nur zu den geblockten Abstimmungen werden alle unten im Großen Redoutensaal zusammenkommen.

 16:15

Zehnter Fall im Burgenland

Im Burgenland gibt es einen zehnten Coronavirus-Fall. Eine 27-Jährige aus dem Bezirk Jennersdorf, die mit einer Covid-19-infizierten Person in der Steiermark in Kontakt gekommen war, befindet sich in häuslicher Quarantäne, teilte das Landesmedienservice am Samstagnachmittag mit.

Der Krankheitsverlauf gestalte sich derzeit milde, informierte der "Koordinationsstab Coronavirus". Der Gesundheitszustand der Patientin sei stabil. Die Frau befinde sich in häuslicher Quarantäne - ebenso wie ihre Mutter, ihr Bruder und ihr Freund, allesamt Kontaktpersonen. Sollte sich der Zustand verschlechtern und ein Spitalsaufenthalt notwendig sein sollte, ist im Krankenhaus Oberpullendorf alles vorbereitet, um Patienten entsprechend isoliert unterbringen und medizinisch behandeln zu können, so das Landesmedienservice.

 16:13

Zadic: Gerichte nur in dringenden Fällen besuchen

Justizministerin Alma Zadic hat am Samstag dazu aufgerufen, Gerichte nur in dringenden Fällen zu besuchen. "Um den Coronavirus weiter einzudämmen und unsere Mitmenschen zu schützen, müssen wir direkte soziale Kontakte in nächster Zeit auf ein absolutes Minimum reduzieren. Das setzen wir auch in den Gerichten, Staatsanwaltschaften und Gefängnissen um", so Zadic in einer Aussendung.

"Ich appelliere an die Bürgerinnen und Bürger die Notwendigkeit ihres persönlichen Erscheinens bei Gericht in jedem einzelnen Fall zu hinterfragen", sagte sie anlässlich eines breiten Maßnahmenpakets gegen das Coronavirus, das auch die Arbeit in der österreichischen Justiz ab Montag stark verändern wird. "Im Zweifel ist es derzeit unbedingt notwendig, Anliegen zu verschieben", forderte Zadic.

Die Gerichte würden zur Wahrung der elementaren Verfahrens- und Parteienrechte selbstverständlich zugänglich bleiben, teilte die Ministerin mit. Es liege jedoch in der Verantwortung aller Beteiligten, diese Möglichkeit restriktiv wahrzunehmen, sagte sie. Nur so könne die Ausbreitung von Corona verhindert werden.

Ab kommenden Montag werde der Betrieb an Gerichten und Staatsanwaltschaften vorerst bis 13. April eingeschränkt, sagte Zadic. Der Parteienverkehr wird weitgehend eingeschränkt. Dieser ist nur nach telefonischer oder elektronischer Voranmeldung, in dringenden Fällen und zur Wahrung von Parteirechten (z.B. Akteneinsicht, Anträge und sonstige Eingaben) möglich. Eine Akteneinsicht wird dann auch per E-Mail möglich sein.

Die Einlaufstellen bei Gerichten zur Einbringung von Eingaben bleiben offen. Nicht dringende Verhandlungen sollten allerdings abgesagt werden. Einstweilige Verfügungen (z.B. bei häuslicher Gewalt) und Haftverhandlungen finden weiterhin statt.

Einschränkende Maßnahmen gibt es auch im Strafvollzug, um eine Ausbreitung des Coronavirus in den Gefängnissen zu verhindern, teilte die Justizministerin am Samstag mit. In Gefängnissen wird der Besucherkontakt eingeschränkt und findet nur hinter Glasscheiben statt. Neue Insassen müssen zunächst 14 Tage lang in sogenannten Zugangsabteilungen verbringen, bis feststeht, dass keine Infizierung besteht.

Außerdem können alle Bediensteten, die nicht zur Aufrechterhaltung des Betriebs an Ort und Stelle notwendig sind, ihre Arbeit flexibel und von zu Hause aus erledigen.

 16:11

Weitere Infektionen im deutschen Bundestag

Auch in der Fraktion der Grünen im deutschen Bundestag gibt es nun einen Corona-Fall. "Einer unserer Abgeordneten wurde positiv auf Corona getestet. Alle erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet", sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Den Namen des Abgeordneten nannte sie nicht. "Die anderen Fraktionen wurden informiert", sagte sie.

Zudem gibt es in der FDP-Fraktion inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte, ohne den Namen zu nennen. Allerdings machte der Abgeordnete Thomas Sattelberger seine Infektion selbst bekannt. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er: "Ich bin 70 geworden und weiß seit einer Stunde, dass ich Corona-positiv bin."

Zuvor hatte es in der FDP-Fraktion bereits zwei Infektionen gegeben. Als erstes war eine Ansteckung mit dem Coronavirus beim FDP-Abgeordneten Hagen Reinhold bestätigt worden. Außerdem hatte dann sein Fraktionskollege Alexander Graf Lambsdorff im "Spiegel" über seine eigene Infektion gesprochen.

 16:09

655 nachweislich infizierte Personen in Österreich

Die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen ist in Österreich am Nachmittag weiter angestiegen. Stand 15.00 Uhr meldete das Gesundheitsministerium 655 Fälle, 7.467 Verdachtsfälle wurden getestet.

Die Verteilung nach Bundesländern: Die meisten Fälle hat Tirol (206), Oberösterreich (116), Wien (101), Niederösterreich (82), Steiermark (71), Salzburg (30), Burgenland (10), Vorarlberg (34) und Kärnten (fünf). Eine Person ist bisher verstorben, als genesen galten sechs.

 15:04

Hotline für Fragen zu Heiligenblut

Die Landessanitätsdirektion Kärnten hat am Samstag eine Hotline für die Bevölkerung in Heiligenblut und Gäste, die innerhalb der letzten 14 Tage in der Gemeinde waren, eingerichtet. Aufgrund einer Verordnung der Bezirkshauptmannschaft steht der Ort seit in der Früh unter Quarantäne. Die Hotline steht von 15.00 bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 050 536 15091 und 15102 zur Verfügung.

 14:49

Spanien verhängt offenbar Ausgangssperre

Nach Italien plant auch Spanien wegen der Coronavirus-Pandemie laut einem Entwurf für ein Dekret eine landesweite Ausgangssperre. Die Regierung weist die Bevölkerung an, zu Hause zu bleiben, wie aus dem Dokument hervorgeht, das Reuters am Samstag einsehen konnte. Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten.

Die Regierung erklärte, die Kabinettssitzung, in der über Maßnahmen entschieden werde, laufe noch. Eine Pressekonferenz sei am Nachmittag geplant. Am Freitag hatte sie angekündigt, Samstag formell des Notstand auszurufen.

 13:06

Kompletter Fußball-Shutdown bis September droht! +++ Keine EM, Champions League oder nationale Meisterschaften bis Herbst

 13:05

Vorarlbergs Apotheken planen Einlassregeln

Um die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter in Vorarlbergs Apotheken zu minimieren, hat die Apothekerkammer den Apotheken Einlassregeln empfohlen. Der Einlass soll auf wenige Kunden beschränkt werden. Zudem rät man zu erweiterten Öffnungszeiten.

 13:04

Im Iran bisher 611 Todesopfer und über 12.700 Infizierte

Erneut ist die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran drastisch gestiegen. Innerhalb von nur 24 Stunden habe sich die Anzahl der Toten von 514 auf 611 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Samstag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg in Tagesfrist um 1.365 auf 12.729.

Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran. Gleichzeitig seien über 4.300 infizierte Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen.

 11:26

Blümel sagt Nulldefizit ab

 11:15

Kogler: "Wirtschaft wird mit frischem Blut versorgt"

Der Vizekanzler erklärt, dass man den wirtschaftlichen Kreislauf am Leben erhalten müsse und achten müsse und man nun gemeinsam gegensteuern müsse.

 11:14

"Es wird nicht die letzte Maßnahme sein"

So der Kanzler, aber es werde eine erste in diese Richtung sein.

 11:11

Corona-Krisen-Fonds: Bundesregierung stellt vier Millarden Euro Hilfspaket zur Verfügung

In einer Pressekonferenz fordert Kurz, dass man alles tun müsse, um die Ausbreitung zu stoppen. Mit dem Geld soll die Liquidität gewährt werden und Arbeitsplätze zu sichern.

 11:10

+++ Aufruf zur Selbstisolation +++

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) haben alle, die sich seit 28. Februar in den betroffenen Regionen Paznauntal, St. Anton am Arlberg und Heiligenblut aufgehalten haben, dringend aufgefordert, sich in häusliche Selbstisolation zu begeben. Das betrifft konkret Aufenthalte in den Gemeinden Ischgl, Kappl, See, Galtür, Heiligenblut und St. Anton am Arlberg.

 09:15

+++ Auch Heiligenblut in Kärnten unter Quarantäne +++

 08:38

Rom schließt Parks und Spielplätze, Kirchen offen

Italiens Hauptstadt Rom ergreift weitere rigorose Maßnahmen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. So beschloss die römische Bürgermeister Virginia Raggi am Freitagabend die sofortige Schließung von Parks und Spielplätzen. Die Maßnahme ist bis zum 25. März in Kraft.

Von der Maßnahme ausgeschlossen ist der große Park im Zentrum Roms, Villa Borghese, der nicht umzäunt ist. Hier soll die Polizei streng kontrollieren, dass das Versammlungsverbot nicht missachtet wird.

 08:23

Regierung präsentiert milliardenschweres Paket

Die Regierung wird am Vormittag ein mehrere Milliarden schweres Paket zur wirtschaftlichen Bewältigung der Coronakrise präsentieren. Details wurden vorerst nicht genannt. Es soll sich aber zielgerichtet der Sicherung von Arbeitsplätzen, unter anderem durch Kurzarbeit, der Erhaltung der Liquidität sowie der Vermeidung von Härtefällen widmen. Die Pressekonferenz wird um 11 Uhr LIVE auf oe24.TV übertragen.

 23:41

Lufthansa setzt Dividende aus

Die Lufthansa-Aktionäre bekommen für das vergangene Geschäftsjahr wegen des Coronavirus keine Ausschüttung. Das erklärte der Dax-Konzern am Freitagabend. So will die deutsche AUA-Mutter Lufthansa sicherstellen, in der Krise liquide zu bleiben. Vorangegangen waren der Mitteilung Gerüchte über mögliche Staatshilfen.

Das Coronavirus verhagelt dem Dax-Konzern die Nachfrage. So lagen in der vergangenen Woche die Neubuchungen bei den Konzernairlines rund 50 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus verzeichnen die Fluglinien eine deutlich steigende Anzahl von Flugstornierungen.

Die Lufthansa reagiert, indem sie das Flugprogramm in den kommenden Wochen weiter um bis zu 70 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung reduziert. "Außerdem senkt der Konzern Sach-und Projektkosten, beabsichtigt Kurzarbeit einzuführen und verhandelt über die Verschiebung geplanter Investitionen." Trotzdem erwartet der Konzern einen Betriebsgewinn weit unter Vorjahr.

Am Freitag waren Gerüchte über eine mögliche Staatsbeteiligung an der Lufthansa aufgekommen. Denen versuchte der Konzern in der Pressemitteilung implizit entgegenzutreten: "Um seine starke finanzielle Position abzusichern, hat der Konzern in den vergangenen Wochen zusätzliche Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro aufgenommen", teilte die Lufthansa mit. "Aktuell verfügt der Konzern damit über liquide Mittel von rund 4,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von rund 800 Millionen Euro. Weitere Mittelaufnahmen befinden sich aktuell in Umsetzung. Unter anderem wird der Konzern dafür Flugzeugfinanzierungen nutzen. 86 Prozent der Konzernflotte sind im Eigentum. Davon sind wiederum knapp 90 Prozent unbelastet. Dies entspricht einem Buchwert von rund 10 Milliarden Euro."

Der bereinigte Konzerngewinn (Ebit) lag 2019 bei 2,026 Milliarden Euro, teilte der Konzern weiter mit. Am 19. März legt die Lufthansa ausführliche Zahlen vor.

 23:23

KLM streicht bis zu 2.000 Jobs

Die Fluggesellschaft KLM streicht bis zu 2.000 ihrer 35.000 Arbeitsplätze. Das niederländische Tochterunternehmen von Air-France-KLM begründete den Schritt am Freitag mit Geschäftseinbußen durch den Coronavirus-Ausbruch. KLM-Chef Pieter Elbers erklärte, die Arbeitszeiten für sämtliche Mitarbeiter würden um ein Drittel verkürzt.

Im zweiten Quartal könnten 30 bis 40 Prozent aller Flüge annulliert werden. Vielleicht sei diese Prognose aber auch noch zu optimistisch. "Es könnte zu einem Szenario wie in Italien kommen, wo das gesamte System stillgelegt wird." KLM kündigte an, die niederländische Regierung um Hilfe zu bitten. Ministerpräsident Mark Rutte hatte zuvor Unterstützung angeboten.

KLM reagiert mit den Maßnahmen auf Einschränkungen bei Verbindungen in die USA, nach China und Italien. So hatten die USA wegen der Corona-Pandemie zuletzt einen Einreisestopp für Europäer verhängt. Fluggesellschaften weltweit haben mit den Auswirkungen der in China ausgebrochenen und auch in Italien besonders stark grassierenden Krankheit zu kämpfen: Die deutsche Lufthansa erwartet für 2020 einen deutlichen Ergebnisrückgang und will für das abgelaufene Geschäftsjahr die Dividende streichen, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

 23:05

Krisengesetze werden Sonntag beschlossen

Die Krisengesetze zum Coronavirus werden am Sonntag vom Nationalrat beschlossen. Bis dahin ist ein wahrer Sitzungsmarathon im Hohen Haus angesetzt. Was genau beschlossen wird, sollte spätestens am Samstagvormittag feststehen. Bis dahin soll die Opposition die Gesetzesvorlagen erhalten.

Vom parlamentarischen Prozedere ist geplant, dass es Samstagnachmittag ab 17 Uhr zwei kurze Sitzungen des Nationalrats gibt, bei denen Anträge eingebracht bzw. dem zuständigen Budgetausschuss zugewiesen werden. Dieser wird die Vorhaben gleich danach ab 18 Uhr behandeln.

Sonntag 9 Uhr wird dann eine auf etwa drei Stunden anberaumte Plenarsitzung abgehalten, zu deren Abschluss die Novellierung des Epidemiegesetzes beschlossen wird. Abgeschlossen wird das Prozedere im Parlament dann am Nachmittag mit einem Plenum der Länderkammer. Danach braucht es nur noch die Zustimmung des Bundespräsidenten sowie die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt.

Dass die Zeit so drängt, hängt damit zusammen, dass die geplanten Verbote - also der eingeschränkte Verkauf im Handel sowie die Restriktionen in der Gastronomie - schon am Montag in Kraft treten sollen. Heikel sind etwa Entschädigungsfragen für betroffene Gebiete.

 22:41

Merkel: Finanzielle Reserven für Hilfen in vorhanden

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Bundesregierung finanziell gut gerüstet für den Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus.

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften im Kanzleramt bekräftigte sie nach Angaben der Regierung vom Freitagabend, alles Notwendige zu tun, um die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu stabilisieren. "Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet. Die finanziellen Reserven sind vorhanden", sagte sie demnach.

Die Regierung hatte am Freitag ein umfassendes Paket auf den Weg gebracht unter anderem mit unbegrenzten Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen. Ziel all dieser Entscheidungen sei es zu verhindern, dass durch die Corona-Krise Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten oder Arbeitsplätze verloren gehen. Merkel hatte vor dem Treffen gesagt, die Maßnahmen seien einzigartig.

Industriepräsident Dieter Kempf sagte, die Bundesregierung habe das Richtige getan. "Das Risiko einer Rezession steigt von Tag zu Tag. Umso wichtiger ist, dass die Bundeskanzlerin sich dafür einsetzt, die Krisenphase mit Überbrückungshilfen und gutem Krisenmanagement schnellstmöglich zu überwinden." Das verkündete Paket enthalte viele Elemente für die jetzige und für bevorstehende Herausforderungen.

"Es erlaubt, voraussichtlich jedes mögliche Finanzierungsproblem in Unternehmen anzugehen", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. "Lobenswert ist, dass die Regierung im Voraus keine finanziellen Grenzen aufzeigt. Somit braucht keine Sorge um endliche Mittel und ein Windhundrennen aufzukommen."

Die erleichterte Gewährung von Steuerstundungen und der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen seien grundsätzlich zu begrüßen. "Zusätzlich finde ich es wünschenswert, die unbürokratische Erstattung von Entgeltfortzahlungen zu ermöglichen, wenn sich Arbeitnehmer durch behördliche Anordnung in Quarantäne befinden."

 22:35

Merkel und Erdogan beraten per Telefonkonferenz

Wegen der Coronavirus-Pandemie finden die Beratungen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Flüchtlingskrise offenbar nicht in geplanter Form statt.

Statt eines Treffens am Dienstag in Istanbuls sei nun eine Telefonkonferenz geplant, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag.

Erdogan hatte Ende Februar die Grenzen seines Landes zur EU für geöffnet erklärt. Daraufhin kam es zu einem starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze. Griechische Behörden hielten die Grenzen geschlossen und drängten Flüchtlinge teilweise unter dem Einsatz von Tränengas zurück.

Die Lage befeuerte den Flüchtlingsstreit zwischen der Türkei und der EU. Die EU wirft der Türkei vor, die Migranten gegenüber Brüssel als Druckmittel zu missbrauchen. Die Türkei wiederum beschuldigt die EU, ihre Zusagen aus dem im März 2016 geschlossenen Flüchtlingsabkommen nicht einzuhalten.

 22:31

Fußball: Deutschland gegen Italien abgesagt

Das Test-Länderspiel vom 31. März zwischen Deutschland und Italien wurde abgesagt. Wie der DFB mitteilte, untersagte die Stadt Nürnberg wegen der Coronavirus-Pandemie Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Spielabsage unumgänglich wurde. Auch das für den 26. März in Madrid geplante Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien dürfte wahrscheinlich nicht stattfinden.

Die FIFA empfahl am späten Freitagabend, alle Länderspiele im März und April zu verschieben. Die sonst gültige Abstellungspflicht der Clubs für Profis hob der Weltverband auf.

 22:17

Merkel sichert Wirtschaft "alles Notwendige" zu

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft bei einem Gespräch im Kanzleramt zugesagt, "alles Notwendige zu tun, um die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu stabilisieren".

Bei dem Gespräch am Freitag sei diskutiert worden, wie sich die Epidemie voraussichtlich auf die Wirtschaft in Deutschland auswirken werde, teilt ein Regierungssprecher nach Ende des Treffens mit. Dabei hätten diejenigen Branchen im Fokus gestanden, die besonders stark von den Verwerfungen betroffen seien. Auch die mögliche Störung von Lieferketten sei ein Thema gewesen.

 22:16

FIFA empfiehlt Verschiebung der März- und April-Spiele

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat der Internationale Fußballverband (FIFA) empfohlen, alle für März und April angesetzten Länderspiele zu verschieben. Weiters teilte die FIFA in ihrer Aussendung am Freitagabend mit, dass Clubs in diesen beiden Monaten ihre Spieler nicht für Nationalteams abstellen müssen.

Bereits zuvor hatten Südamerikas (CONMEBOL) und Asiens (AFC) Fußballverband ihre WM-Qualifikationsspiele verschoben. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat dagegen ihre Play-off-Matches für Ende März in der EM-Qualifikation noch nicht abgesagt. Dies dürfte aber nach der für Dienstag anberaumten UEFA-Krisenkonferenz erfolgen.

 22:15

Katalonien will Abriegelung der ganzen Region

Mit der Errichtung einer Sperrzone für ganz Katalonien will die Region im Nordosten Spaniens die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie bekämpfen. Mit dieser Maßnahme wolle man den "Kollaps des (katalanischen) Gesundheitssystems verhindern", erklärte Regionalpräsident Quim Torra am späten Freitagabend in Barcelona. Dazu benötige er die Hilfe der Zentralregierung.

Im Prinzip kann eine spanische Region sich nicht selbst zur Sperrzone erklären. Und diese Maßnahme auch nicht wirklich umsetzen. Das von Separatisten regierte Katalonien ist allerdings schon seit Jahren als "aufmüpfige" Region bekannt. Deshalb interpretierten einige Medien in Spanien die Worte Torras dahingehend, dass die Sperrzone beschlossene Sache sei.

"Der (spanische) Staat muss uns unterstützen und die Ankünfte in Häfen, Flughäfen und im Bahnverkehr stoppen. Das haben wir so übermittelt. Wir warten nun auf eine Antwort, um die Sperrzone wirksam zu machen", sagte Torra bei einer Pressekonferenz.

Sprecher der katalanischen Regionalpolizei erklärten auf Anfrage, man sei bereit, Katalonien abzuriegeln, werde aber "keine einseitig beschlossenen Maßnahmen" durchführen und eine Stellungnahme der Zentralregierung abwarten

Die Zahl der Menschen, die sich in Katalonien mit dem Covid-19-Erreger SARS-CoV-2 infiziert haben, war am Freitag nach Behörden-Angaben von 319 auf 509 gestiegen. Sechs dieser Menschen starben.

In ganz Spanien lag die Zahl der Infizierten am Freitagabend bei insgesamt mehr als 4200. Es gab außerdem bereits 123 Todesfälle. Auf einer außerordentlichen Ministerratssitzung wollte die linke Regierungskoalition von Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag per Dekret den Alarmzustand ausrufen.

 22:03

Ungarns Regierung ordnete Schließung aller Schulen an

In Ungarn werden ab Montag im Kampf gegen das Coronavirus alle Schulen geschlossen. Das verkündete der ungarische rechtsnationale Premier Viktor Orban am Freitagabend auf der Facebook-Seite der Regierung. Nur Lehrer und Direktoren werden sich in den Schulen aufhalten und einen digitalen Unterricht fortsetzen.

Diese Ankündigung kam überraschend, da Orban am Freitagvormittag eine solche Maßnahme noch ausschloss. Inzwischen hatten jedoch alle Parlamentsfraktionen einheitlich auf die Schließung der Schulen gedrängt.

Ungarns Regierung hatte am Mittwoch die außerordentliche Rechtsordnung und Gefahrenlage angeordnet. In dem Sinne wurde bereist ein allgemeines Besuchsverbotes für Universitäten verhängt, so dass nur noch ein Fernunterricht erfolgen kann.

 22:00

Paderborn-Verteidiger 1. Coronafall in deutscher Bundesliga

In der deutschen Fußball-Bundesliga gibt es den ersten Coronafall. Aufsteiger SC Paderborn gab am Freitagabend bekannt, dass der deutsche U21-Nationalspieler Luca Kilian positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurde.

Die Tests an ersten Paderborner Spielern waren zuvor deshalb durchgeführt worden, weil SCP-Trainer Steffen Baumgart im Verlauf des Tages einige Symptome einer Ansteckung durch das Virus gezeigt hatte und deshalb als Verdachtsfall geführt wurde. Die Testergebnisse bei dem 48-Jährigen waren jedoch anders als bei Kilian negativ.

 21:53

Ex-ÖFB-Teamspieler Garics: "Schneeballeffekt" stoppen

Der ehemalige ÖFB-Teamspieler György Garics, der in Bologna und damit in einer der schlimmsten vom Coronavirus betroffenen Regionen lebt, hat am Freitagabend im ORF-Fernsehen einen eindringlichen Appell an die Menschen in Österreich gerichtet: "Das Wichtigste ist es, den Schneeballeffekt (...) so weit wie möglich aufzuhalten", betonte der 36-Jährige in einer Videoschaltung aus Italien.

Denn nur so könnten die Pandemie eingedämmt und Dinge, "die ich seit Wochen hier erlebe", vermieden werden. Er wolle "keine Panik verbreiten", aber Österreich müsse aus den "Fehlern" von Italien, wo die Regierung erst sehr spät Maßnahmen traf, lernen, forderte Garics. Der Ex-Rapidler hatte von 2010 bis 2015 für den FC Bologna gespielt und ist mit einer Italienerin verheiratet.

Der ehemalige Mittelfeldspieler erzählte von den zahlreichen Einschränkungen im Alltag: "Das Leben hat sich innerhalb kürzester Zeit geändert, als vor drei Wochen die Schulen geschlossen wurden." Mittlerweile dürfe man aus drei bestimmten Gründen nur noch auf die Straße: Einkaufen gehen, gesundheitliche Gründe, also Arztbesuche, sofern es sich nicht um Covid-19 handelt, und der dritte Grund ist die Unterstützung älterer Menschen, etwa der Eltern. Dies alles müsse "bestätigt werden" und dafür "Unterlagen ausgefüllt" werden. "Bei Falschaussage droht sogar Haft", sagte Garics, der für diese drastischen Maßnahmen Verständnis hat. Man könne ja "mehr als nur (vorübergehend) die Freiheit verlieren".

 21:24

Frankreich meldet fast 800 weitere Coronavirus-Fälle

Frankreich hat am Freitag knapp 800 weitere Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Damit sei die Zahl der Infizierten auf insgesamt 3.661 Fälle gestiegen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran mit.

18 Patienten starben binnen eines Tages an der von dem Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Frankreich auf insgesamt 79.

154 Patienten seien "immer noch in einem ernsten Zustand", erklärte Véran. Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag die Schließung aller Schulen, Hochschulen und Kindertagesstätten im Land angekündigt.

 21:23

ÖFB rechnet mit Absage des Länderspiels gegen die Türkei

Das für 30. März in Wien geplante Fußball-Ländermatch zwischen Österreich und der Türkei wird wohl nächste Woche abgesagt werden. Damit rechnet zumindest ÖFB-Präsident Leo Windtner mit Blick auf die wegen der Coronavirus-Pandemie angesetzten UEFA-Krisenkonferenz am kommenden Dienstag, wie er am Freitagabend in einer ORF-Sondersendung "Covid-19 Talk - Wie resistent ist der Sport?" betonte.

Aufgrund diverser Verträge könne der ÖFB alleine diese Entscheidung nicht treffen. Laut dem 69-jährigen Oberösterreicher würde auch eine "Verschiebung" der Fußball-EM (12. Juni bis 12. Juli) "Sinn machen, denn damit würde eine Chance offen gehalten, die nationalen Meisterschaften fertig zu spielen. Doch das ist eine Entscheidung, die von der UEFA kommen muss."

 21:19

Trump: Weitere Einreisebeschränkungen in USA möglich

Näheres folgt...

 21:15

Deutschland schränkt Beteiligung an Militärmanöver ein

Wegen der Ausbreitung der Corona-Epidemie schränkt auch die deutsche Bundeswehr ihren Anteil an dem Militärmanöver "Defender Europe 20" ein. Die Beteiligung an Übungen auf den Truppenübungsplätzen Bergen-Munster im April in Niedersachsen sei abgesagt, teilte die Bundeswehr am Freitag mit. Dort hätten 250 Soldaten des Heeres teilnehmen sollen.

Die USA haben inzwischen die Verlegung weiterer Truppen über den Atlantik eingefroren. "Defender Europe 20" ist als die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren angelegt gewesen. Nach bisherigen Planungen sollten insgesamt 20.000 Soldaten über den Atlantik geschickt werden. Insgesamt waren 37.000 Teilnehmer vorgesehen.

 21:12

Schramböck: Hilfen für Firmen, kein Konjunkturpaket

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) stellt umfangreiche Hilfe für Unternehmen in Aussicht, die von den Folgen des Coronavirus betroffen sind. Ein milliardenschweres Konjunkturpaket wie bei der Banken- und Finanzkrise vor zwölf Jahren würde in der aktuellen Situation jedoch nichts bringen, sagte die Ministerin in Interviews mit "Kurier" und "Die Presse" (Samstagausgaben).

"Das größte Thema ist die Liquidität", sagte Schramböck zum "Kurier". "Wir haben schon Garantien für den Tourismus von 150 Millionen gegeben und wollen schauen, ob wir hier noch mehr machen können. Aber auch für Klein- und Mittelbetriebe und die großen Leitbetriebe soll es Liquiditätshilfen geben".

Für Selbstständige sei es seit Donnerstag möglich, die Sozialversicherungsbeiträge zu stunden, ohne dass Verzugszinsen anfallen, sagte Schramböck der "Presse". Für größere Betriebe gebe es Kredithaftungen und Kurzarbeit. Wer Mitarbeitern mit Betreuungspflichten eine Freistellung gewähre, bekomme ein Drittel der Lohnkosten ersetzt. "Das gibt es sonst nirgends in Europa."

Das Mittel der Kurzarbeit will Schramböck auch kleineren Unternehmen zugänglich machen und die Antragsfrist von derzeit sechs Wochen deutlich verkürzen. "Wir machen eine klare Zusage: Jedes Unternehmen, das in Kurzarbeit gehen muss, kann in Kurzarbeit gehen."

Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass die Kurzarbeit auch den Austria Airlines in der Krise helfen wird. Während aber der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier die vorübergehende Beteiligung des Staates an strategisch wichtigen Unternehmen nicht ausschließt, winkt Schramböck hier ab. "Eine Verstaatlichung der Austrian wird es nicht geben. Das ist nicht unser Weg".

Auch von einem milliardenschweren Konjunkturpaket hält Schramböck hält wenig, sie ist der Meinung, dass ein "Konjunkturprogramm im momentanen Fall nichts bringen würde". Etwa ein Investitionsfreibetrag im Tourismus wäre "jetzt der falsche Weg". Allerdings werde es für den Tourismus ein umfassendes Hilfspaket geben, sagte die Wirtschaftsministerin.

 21:11

++++ Pence: 46 US-Staaten betroffen ++++

Trump will in zwei Stunden mehr Details nennen.

Näheres in Kürze...

 21:07

Spahn: Österreich-Rückkehrer sollen zuhause bleiben

Das deutsche Gesundheitsministerium hat wegen der Corona-Epidemie alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten aufgefordert, sich selbst in Quarantäne zu begeben.

"Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", schrieben Minister Jens Spahn und seine Ministerium am Freitagabend jeweils im Kurznachrichtendienst Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Bisher war dies überwiegend nur für Menschen empfohlen worden, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung wie etwa Fieber zeigen. Vor allem in Italien und der Schweiz breitet sich die Krankheit stark aus, in Österreich ist besonders Tirol betroffen.

 21:07

Kurz konferierte mit Paznauner Bürgermeistern

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Freitagabend mit den Bürgermeistern des von einer Corona-Quarantäne betroffenen Paznauntals telefonisch konferiert. Der Regierungschef hat den betroffenen Gemeinden dabei Hilfe bei medizinischen Angelegenheiten zugesichert, sollte das notwendig sein. In regelmäßigem Abstand will man weiter in Kontakt bleiben.

Das Paznauntal, das vom Coronavirus besonders stark betroffen ist, wurde auf Wunsch Tirols von der Regierung am Freitag für zwei Wochen isoliert. Nur ausländische Gäste durften die Heimreise antreten, allerdings wurden ihre Personalien aufgenommen und die Behörden in den Heimatländern informiert. Die Einheimischen, österreichische Urlauber sowie das Personal in Ischgl, Kappl, Galtür und See müssen zwei Wochen in den Orten bleiben. Häusliche Quarantäne gibt es jedoch nicht.

 21:05

Kreuzfahrtunternehmen Costa stellt alle Fahrten ein

Das italienische Kreuzfahrtunternehmen Costa setzt wegen der Corona-Krise alle seine Kreuzfahrten weltweit bis zum 3. April aus. Damit wolle Costa die Gesundheit der Passagiere und der Mitarbeiter schützen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Es hatte am Dienstag bereits die Kreuzfahrten im Mittelmeer gestoppt. Costa besitzt elf Kreuzfahrtschiffe.

Die Schiffe, die derzeit noch unterwegs sind, würden nun einen Hafen anlaufen, um die Passagiere an Land zu lassen, teilte das Unternehmen weiter mit. Vor der Insel Martinique in der Karibik liegt derzeit die "Costa Magica" fest, nachdem ein Passagier und ein Crewmitglied positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden waren. Die übrigen Menschen auf dem Schiff wurden unter Quarantäne gestellt.

Costa gehört zum Weltmarktführer für Kreuzfahrten, der Carnival Corporation aus den USA. Dazu gehört auch die Marke Aida. Vor Ausbruch des Coronavirus hatten immer mehr Menschen weltweit eine Kreuzfahrt gebucht - die Branche rechnete bis zur Corona-Krise noch mit 32 Millionen Passagieren für das Jahr 2020.

 21:01

EVP-Fraktionschef kritisiert mangelnde Solidarität in EU

EVP-Fraktionschef Manfred Weber hat mangelnde Solidarität der EU-Staaten in der Corona-Krise kritisiert. "Das kann doch nicht sein, dass China mit Italien solidarisch ist und Deutschland nicht", sagte Weber in einem Interview mit der "Presse" (Samstag-Ausgabe).

Deutsche Ausfuhrverbote für Atemschutzmasken und Schutzausrüstung hätten einen "Dominoeffekt" in ganz Europa verursacht. "Wir müssen als Europäer in Krisenzeiten zusammenstehen und einander helfen", appellierte Weber.

Die ökonomischen Folgen der Krise seien gravierend, so der CSU-Politiker. Weber plädierte für flexible Regeln zur Unterstützung von Firmen und einer flexiblen Auslegung der Verschuldungsregeln. Außerdem müssten Klein- und Mittelbetriebe wie Hotels liquide bleiben.

Weber kritisierte, dass sich die EU-Staaten bei ihrem Gipfel im Februar nicht auf ein neues EU-Mehrjahresbudget geeinigt haben. Eine Einigung hätte Planungssicherheit für die Wirtschaft geschaffen. Außerdem bemängelte Weber die geplanten Kürzungen beim Außengrenzschutz gegenüber früheren Entwürfen.

Dass Österreich sich weigert, Flüchtlingskinder aufzunehmen kann Weber verstehen. "Österreich gehört zu den Ländern, die auf andere Art Hilfe angeboten haben. Nicht in Ordnung wäre es, wenn ein Land sagt, das Thema geht mich nichts an. Das macht aber Österreich nicht. Das ist ein akzeptabler Mittelweg."

 20:41

Dritte positiv getestete Person in Südtirol gestorben

Im Spital in Innichen ist Freitagnachmittag ein 86-jähriger Mann gestorben, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Laut dem Südtiroler Sanitätsdienst war der Mann "gesundheitlich schwer vorbelastet". Der Mann ist das dritte Todesopfer in Südtirol, das in Zusammenhang mit dem Virus steht. Bei allen Verstorbenen handelt es sich um ältere Menschen mit schweren Vorerkrankungen, hieß es.

 20:39

Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar (43,90 Mio. Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt, sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.

Die Verkündung des nationalen Notstandes war angesichts des sich auch in den USA ausbreitenden Virus erwartet worden.

 20:35

Kuba will Mittel an zahlreiche Länder liefern

Ein in Kuba produziertes Anti-Viren-Mittel wird nach kubanischen Angaben in China gegen das neuartige Coronavirus eingesetzt und wird nun von zahlreichen Ländern angefragt. Dabei handelt es sich um das Mittel Interferon Alfa 2B, wie Spezialisten in dem Karibikstaat am Freitag mitteilten.

Der Chef des kubanischen Pharmaunternehmens BioCubaFarma, Eduardo Martínez, stellte jedoch klar, dass es sich um ein Therapeutikum und nicht um einen Impfstoff handle. Zuvor war in Onlinenetzwerken von einem "kubanischen Impfstoff" gegen die Pandemie die Rede gewesen.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei dem in Kuba und in China von einem Partnerunternehmen produzierten Mittel um ein Anti-Viren-Mittel, das die von Covid-19 beeinträchtigte Immunabwehr wiederherstellt. Martínez betonte, nach Angaben des chinesischen Pharmaverbands werde Interferon als Mittel der Wahl im Kampf gegen das Virus eingesetzt. Viele Länder seien nun daran interessiert. Kuba antworte auf diese Nachfrage und könne das Medikament liefern. Nach kubanischen Angaben sind auch europäische Länder an dem Medikament interessiert.

Kuba ist selbst von der Pandemie betroffen. Am Mittwoch waren zunächst drei Fälle gemeldet worden. Dabei handelte es sich um Touristen aus Italien. Am Donnerstag wurde ein vierter Fall gemeldet - infiziert wurde ein Kubaner.

Auf der seit 1962 unter einem US-Embargo stehenden Karibikinsel herrscht oft Nahrungsmittel- und Arzneimittelknappheit. Zuletzt begann in den staatlichen Fabriken die Produktion von Atemschutzmasken, die bisher in Kuba nicht zu bekommen waren. Inzwischen wurden 196.000 Masken genäht, teils aus Stoffen für Schuluniformen.

Ziel ist nach Regierungsangaben die Produktion von einer Million Masken. Im Gegensatz zu anderen Ländern der Region hat das stark vom Tourismus abhängige Kuba seine Grenzen bisher nicht geschlossen.

 20:32

Polen und Dänemark schließen ihre Grenzen

Polen und Dänemark schließen wegen der Coronavirus-Pandemie ihre Grenzen. Polen lasse von Sonntag an keine Ausländer mehr einreisen, kündigte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Freitagabend an. Zudem sollen Polen, die in ihr Heimatland zurückkehren, zwei Wochen unter Quarantäne gestellt werden. Die Maßnahmen gelten nach Angaben der Regierung zunächst für zehn Tage.

Die Grenzschließung in Dänemark greift bereits am Samstag um 12.00 Uhr. Allen Ausländern und Touristen, die keinen "stichhaltigen Grund" für ihre Reise nach Dänemark haben, werde von diesem Zeitpunkt an die Einreise verweigert, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 13. April. Zuvor hatten bereits Tschechien und die Slowakei ihre Grenzen weitgehend abgeriegelt.

Polen hatte am Donnerstag den ersten Todesfall in dem Land durch das neuartige Coronavirus bekanntgegeben. Landesweit haben sich bisher 68 Menschen mit dem Erreger infiziert. In Dänemark gibt es fast 800 Coronavirus-Fälle. Bisher starb dort niemand an dem Virus.

 20:30

EU-Verkehrskommissarin warnt vor Kettenreaktion wegen Grenzkontrollen

Die von Österreich und anderen EU-Ländern eingeführten Grenzkontrollen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie drohen eine Kettenreaktion auszulösen, die eine "enorme Auswirkung" auf die europäische Wirtschaft haben könnten. Davor warnte EU-Verkehrskommissarin Adina Valean im Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Laut Valean müssen alle EU-Mitgliedstaaten den freien Warenverkehr garantieren und sich mit den anderen EU-Partnern koordinieren. Über diese Frage wollen die EU-Verkehrsminister bei einer Videokonferenz diskutieren, die wahrscheinlich am kommenden Mittwoch stattfinden wird.

Der Transportbereich sei von der Coronavirus-Krise in all seinen Aspekten schwer belastet, sagte die EU-Kommissarin. Nicht nur die Unternehmen, sondern auch ihre Mitarbeiter, die Passagiere und die ganzen Wirtschaft seien betroffen. Daher sei es wichtig, europaweit koordinierte Beschlüsse zu ergreifen.

Valean will mit den EU-Verkehrsministern unter anderem Maßnahmen für die schwer betroffene Luftfahrtbranche diskutieren. Besprechen will sie außerdem Maßnahmen zur Entschädigung von Passagieren, deren Flüge ausgefallen sind. Auch das Thema der Gesundheitsstandards an Bord der Flüge soll in Angriff genommen werden.

Valean denkt an eine Auflockerung des Staatshilfen-Verbots. Damit sollen EU-Länder sich für im Transportbereich aktive Unternehmen einsetzen, die in dieser Krisenphase besonders unter Druck sind.

 20:24

Erste DAX-Firmen sagen Hauptversammlungen ab

Wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Epidemie verschieben eine Reihe von börsennotierten Unternehmen in Deutschland ihre Aktionärstreffen. Als erster DAX-Konzern vertagte am Freitag der Autozulieferer Continental die Ende April angesetzte Hauptversammlung auf unbestimmte Zeit.

Damit folge man der Weisung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Auch die Aktionäre des Autobauers Daimler müssen sich gedulden: Statt am 1. April soll die Hauptversammlung, zu der in der Regel Tausende von Aktionären erwartet werden, "in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Infektionswelle" Anfang Juli über die Bühne gehen. Damit bekommen die Anteilseigner auch die Dividende später.

Hauptversammlungen müssen in Deutschland nach dem Gesetz innerhalb einer Frist von acht Monaten nach dem Ende des Geschäftsjahres abgehalten werden - die meisten Konzerne haben damit bis Ende August Zeit. Die Deutsche Telekom will ihr Aktionärstreffen dagegen wie geplant am 26. März in Bonn durchziehen. Aufsichtsratschef Ulrich Lehner und Vorstandschef Tim Höttges appellierten in einem Brief an die Aktionäre aber "dringend, auf eine Teilnahme vor Ort zu verzichten". Das gelte vor allem für ältere und kranke Besucher. "Eine der effektivsten Maßnahmen ist dabei, die Größe und den Umfang der Veranstaltung auf das Notwendigste zu beschränken." Nordrhein-Westfalen will alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern verbieten.

Schon am nächsten Dienstag sollten sich die Aktionäre des bayerischen UV-Spezialist Dr. Hönle in München zur Hauptversammlung treffen. Die bayerische Staatsregierung machte dem im SDAX gelisteten Unternehmen aber einen Strich durch die Rechnung: Sie rät "dringend", auf Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern zu verzichten. "Sobald sich die allgemeine Gefährdungslage bessert, wird der Vorstand über die Neufestsetzung des Termins Beschluss fassen", teilte Dr. Hönle mit. Länger voraus schaut ElringKlinger: Der schwäbische Autozulieferer verschiebt seine erst im Mai geplante Versammlung schon jetzt auf den 7. Juli.

Für Continental hat die Verschiebung der Hauptversammlung weiterreichende Folgen. Die Aktionäre können nun vorerst nicht über die Abspaltung der Antriebssparte Vitesco und den geplanten Börsengang abstimmen. Die Vorbereitungen dafür werden jedoch fortgeführt. Vorstandschef Elmar Degenhart regte an, rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, damit Aktionärsversammlungen künftig vollständig im Internet abgehalten werden könnten und die Teilnehmer gar nicht erst anreisen müssten.

 20:15

Kanadische Notenbank senkt nochmals Leitzins

Die Notenbank Kanadas senkt wegen der Virus-Krise erneut ihren Leitzins. Wie die Zentralbank am Freitag außerplanmäßig bekannt gab, wird ihr wichtigster Zins um einen halben Prozentpunkt auf 0,75 Prozent reduziert. Es ist der zweite große Zinsschritt innerhalb gut einer Woche. Die jüngste Reduzierung wurde am 4. März vollzogen.

Zudem signalisierte die Zentralbank ihre Bereitschaft, die Zinsen nötigenfalls weiter zu senken.

Notenbankchef Stephen Poloz sagte, der kanadischen Wirtschaft drohe durch die Verbreitung des Coronavirus Schaden. Die Krise habe ernsthafte Konsequenzen für die kanadischen Familien und die heimische Wirtschaft. Auch die zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise lasteten schwer auf der ökonomischen Entwicklung. Kanada ist ein großer Ölproduzent.

Der Zinsschritt ist Teil einer konzertierten Aktion zwischen Notenbank und Regierung. Finanzminister Bill Morneau kündigte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Poloz für kommende Woche ein staatliches Programm an, um den Kreditfluss an kleine und mittelgroße Unternehmen zu stützen.

Jeremy Rudin, Chef der kanadischen Bankenregulierung, versprach eine Senkung der Kapitalanforderungen an die kanadischen Banken. Auch dadurch soll die Kreditvergabe am Laufen gehalten werden.

 20:12

Weltcup-Finale im Spring- und Dressurreiten abgesagt

Das Weltcup-Finale im Spring- und Dressurreiten vom 15. bis 19. April in Las Vegas fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Das gaben der Weltreiter-Verband FEI und der US-Verband am Freitag bekannt. FEI-Präsident Ingmar De Vos (56) bedauerte die Absage, "aber die Entscheidung lag nicht in unseren Händen", wurde er in der Mitteilung zitiert.

Für das Weltcup-Finale im Springreiten wäre auch der Österreicher Max Kühner qualifiziert gewesen. Es ist das erste Mal, dass die Finali der wichtigsten Hallenserie im Pferdesport ausfallen. Seit 1978 gibt es den Weltcup im Springreiten, seit 1985 auch in der Dressur.

Der Belgier De Vos verwies darauf, dass "die weltweite Besorgnis über die Verbreitung des Virus und die von der US-Regierung verhängten Reisebeschränkungen" nun zu dem Beschluss geführt hätten. Das Wohlergehen und die Sicherheit "unserer Athleten, Offiziellen und Fans" stehe für die FEI an erster Stelle.

 20:07

Arbeitszeitflexibilisierung wird erweitert

Das Arbeitsministerium erweitert wegen der Corona-Krise die Arbeitszeitflexibilisierung. Nachdem für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Laboren und Telefonhotlines bereits Abweichungen von geltenden Arbeitszeitbestimmungen ermöglicht worden waren, wird dieser Erlass nun auf weitere Berufsgruppen, bei denen es notwendig ist, ausgedehnt. Das teilte ein Ministeriumssprecher am Freitagabend mit.

"Wie im Gesundheitsbereich ist es auch in anderen Bereichen - etwa bei der Polizei, der Energieversorgung, im Lebensmittelhandel und in Apotheken wichtig und notwendig, dass Arbeitszeitgrenzen vorübergehend überschritten werden dürfen", begründete Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) die Ausweitung der Arbeitszeitflexibilisierung auf diese Branchen. "Wir wollen dort unterstützen, wo es notwendig ist", betonte sie in einer Aussendung.

 19:46

Weitere Restriktionen - Sitzung vermutlich Samstagnachmittag

Die Plenarsitzung des Nationalrats zu den Notmaßnahmen wegen des Coronavirus dürfte am Samstagnachmittag (15 Uhr) stattfinden, hieß es aus Parlamentarierkreisen gegenüber der APA. Der Bundesrat würde dann vermutlich am Sonntag zusammentreten.

An sich gibt es ja zwischen der Sitzung des Nationalrats mit Einbringung des Antrags und jener mit dem Beschluss noch einen Ausschuss zu bewältigen. Dieser könnte aber via Fristsetzungsantrag ausgeklammert werden. Nach dem Nationalrat ist dann der Bundesrat an der Reihe, der in diesem Fall trotz rot-blauer Mehrheit wohl kein Veto einlegen wird. Direkt danach kann der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnen, anschließend noch der Bundeskanzler. Was folgt, ist die Kundmachung im Bundesgesetzblatt. Am Tag danach kann das Gesetz in Kraft treten.

 19:44

Medien: Trump will Notstand ausrufen

US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge wegen der Coronavirus-Krise den nationalen Notstand ausrufen. Trump kündigte für Freitagnachmittag (15.00 Uhr Ortszeit; 20.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz im Weißen Haus an. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.

Mehrere US-Medien berichteten aber, Trump wolle den nationalen Notstand ausrufen. Die US-Regierung könnte dann leichter Bundesmittel an Bundesstaaten und Gemeinden weiterleiten, um das Coronavirus zu bekämpfen. Die oppositionellen Demokraten hatten Trump wiederholt zu diesem Schritt aufgerufen.

Der Präsident hatte sich bereits am Mittwoch in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Krise geäußert. Der Auftritt wurde scharf kritisiert. So kündigte Trump ohne Absprache mit der EU ein einmonatiges Einreiseverbot für Reisende aus Europa an, das in der Nacht auf Samstag in Kraft tritt.

Der US-Präsident verkündete zudem fälschlicherweise einen Importstopp für Güter aus Europa und musste kurze Zeit zurückrudern. Für Kritik sorgte auch, dass er das Coronavirus als "ausländisches" oder "fremdes" Virus ("foreign virus") bezeichnete. Ohnehin ist Trumps Krisenmanagement in der Kritik. Der Präsident hatte die Gefahr durch das Virus für die USA lange Zeit kleingeredet.

In den USA gibt es inzwischen mehr als 1.700 bestätigte Infektionsfälle und rund 40 Tote. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen. Es fehlt aber an Coronavirus-Tests - einer der wichtigsten Kritikpunkte an der US-Regierung.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, kündigte am Freitag ein Gesetz an, das allen Betroffenen kostenlose Tests ermöglichen soll. Das Wichtigste sei "testen, testen, testen", sagte Pelosi. Außerdem soll das Gesetz eine Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall für die Dauer von zwei Wochen sicherstellen und die Arbeitslosenversicherung stärken.

Das Gesetz stelle Familien in den Mittelpunkt, sagte Pelosi. Der Text sollte demnach noch am Freitag vom Repräsentantenhaus beschlossen werden. Es muss dann noch in den Senat. Im Repräsentantenhaus haben die Demokraten die Mehrheit, im Senat Trumps Republikaner.

 19:42

Bundespräsident richtet sich an die Bevölkerung

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich Freitagabend in der Corona-Krise an die Bevölkerung gewandt. "Wir müssen jetzt gemeinsam durch diese Situation durch", sagte er in einer Fernsehansprache und rief dazu auf, die Empfehlungen von Regierung und Experten ernst zu nehmen. Es gehe darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem weiter funktionieren kann.

Van der Bellen sprach von einer "ernsten Situation": "Die Corona Krise betrifft uns alle. Und sie schneidet tief in unseren Alltag ein. Und wir alle können etwas tun. Ganz konkret. Indem wir ernst nehmen, was die Bundesregierung und die Expertinnen und Experten empfehlen. Indem wir auf uns achten. Und auf andere."

Es gehe darum, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. "Denn wenn die Krankenhäuser überlastet sind, weil zu viele gleichzeitig erkranken, geraten unsere Verletzlichsten in Gefahr." Daher die Bitte des Bundespräsidenten: "Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte auf das Notwendigste. Nur so können wir die Verbreitung der Viren verlangsamen." Außerdem appellierte Van der Bellen an die Bevölkerung, Hygieneratschläge einzuhalten und auf das Hände schütteln vorübergehend zu verzichten.

"Wir müssen jetzt gemeinsam durch diese Situation durch. Und je mehr wir jetzt zusammenhelfen, je besser wir jetzt zusammenarbeiten, desto schneller werden wir diese Situation gemeinsam meistern", sagte Van der Bellen: "Ich bin zuversichtlich, dass wir auch das schaffen, wie wir schon vieles in unserem Land gemeinsam geschafft haben. Also, schauen Sie bitte auf sich. Und gemeinsam schauen wir auf unser Österreich."

Lob des Staatsoberhaupts gab es sowohl für die Regierung, die ruhig, umsichtig und angemessen agiere, als auch für die Opposition, die jetzt zusammenhalte. Und "ein herzliches Danke" sagte der Bundespräsident allen Menschen in medizinischen und pflegenden Berufen, den Einsatzkräften sowie den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und der Wirtschaft.

 19:38

Neue Umbuchungsmöglichkeiten bei Lufthansa und AUA

Lufthansa-Kunden erhalten in der Coronaviruskrise erweiterte Möglichkeiten zur Umbuchung ihrer Tickets. Sie müssen sich bei einer Flugabsage oder auch bei stattfindenden Verbindungen, die der Kunde nicht wahrnimmt, zunächst nicht auf ein neues Flugdatum festlegen, wie der Konzern für seine Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian, Swiss, Brussels, und Air Dolomiti am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Bis zum 1. Juni könnten die Kunden dann ohne zusätzliche Gebühren entscheiden, wann sie das Ticket im Laufe dieses Jahres nutzen wollen. Die Regelung gilt zunächst für Tickets, die bis einschließlich Donnerstag gebucht worden waren und ein bestätigtes Reisedatum bis einschließlich 30. April tragen.

 19:34

Grenzkontrollen zur Schweiz beginnen noch in der Nacht

Die Grenzkontrollen von Vorarlberg in die Schweiz beginnen in der Nacht von Freitag auf Samstag, 0.00 Uhr. In einem ersten Schritt würden die Kontrollen "in mobiler und sporadischer Form" durchgeführt, erklärte Vorarlbergs Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Freitagabend. Die Ausgestaltung der Grenzkontrollen im Detail sei in Ausarbeitung, so Gantner.

Ab nächstem Mittwoch, 0.00 Uhr, bleiben laut Gantner die kleinen der 14 Grenzübergänge in die Schweiz und nach Liechtenstein geschlossen, die mittelgroßen werden über Nacht gesperrt. Von besonderem Interesse wird die Kontrolle der vier großen Übergänge in die Schweiz, nämlich Höchst-St. Margrethen, Lustenau-Au, Hohenems-Diepoldsau und Mäder-Krießern, sowie nach Liechtenstein (Feldkirch-Schaanwald) sein.

 19:23

Dänemark schließt seine Grenzen

Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit.

 19:14

Klubkonferenzen der Fußball-Bundesliga verschoben

Aufgrund der neuesten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind am Freitagabend auch die für kommenden Dienstag und Mittwoch angesetzten Klubkonferenzen der Tipico Bundesliga und HPYBET 2. Liga verschoben worden. "Zum gesundheitlichen Schutz aller Klubmitarbeiter" sei diese Entscheidung gefasst worden, betonte die Fußball-Bundesliga in ihrer Aussendung.

"Mittlerweile gibt es täglich neue Entwicklungen rund um das Thema Coronavirus. Um eine bestmögliche Entscheidungsgrundlage zu haben, ist es deshalb sinnvoll, die Entscheidungen über Spieltermine sowie die weitere Vorgehensweise zu einem späteren Zeitpunkt zu treffen", hieß es weiters.

 19:13

Kommissarin Valean rechnet mit Lösung für Brenner

Nach dem Beschluss, die Wochenendfahrverbote für Lkw ab 7,5 Tonnen österreichweit per sofort auszusetzen, rechnet EU-Verkehrskommissarin Adina Valean mit einer Entschärfung der Engpässe am Brenner nach der Einführung der Gesundheitskontrollen. "Ich schätze die Bemühungen Italiens für eine gemeinsame Lösung mit Österreich sehr", so Valean laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Valean erklärte, sie habe ein Schreiben der italienischen Verkehrsministerin Paola De Micheli erhalten, in der Italien seine Sorgen wegen der Probleme am Brenner infolge der Gesundheitschecks an der Grenze ausdrücke. "Wie ich verstanden habe, ist die Situation einer Lösung nahe", sagte die Kommissarin

"Es gibt keine sanitären Bedürfnisse, die das Einschränken des Warenverkehrs rechtfertigen", hatte De Michelis im Schreiben an Valean betont. Die Ministerin bezeichnete die von Österreich ergriffenen Maßnahmen als "vollkommen ungerechtfertigt",

 19:04

Forscher: Maßnahmen sollten bald Wirkung zeigen

Die Maßnahmen der Regierung der vergangenen Tage zur Eindämmung der Coronavirus-Infektionen "sollten bald Wirkung zeigen - aber nur wenn alle mitmachen". Das zeigen die um die aktuellen Regulierungen angepassten Simulationsmodelle der Technischen Universität (TU) Wien, teilten die Wissenschafter Freitag Abend mit.

Laut den aktuellsten Berechnungen des Teams um Niki Popper von der TU Wien und dem TU-Spin-Off dwh sollte es durch die verordneten de-facto Schulschließungen und die Reduktion der Kontakte vor allem zu den als besonders gefährdet geltenden älteren Menschen möglich sein, die Ausbreitung von COVID-19 deutlich einzubremsen. Wenn die Kontakte tatsächlich eingeschränkt werden, sollten erste Auswirkungen bereits Ende nächster Woche zu sehen sein, meinen die Forscher. Die Zahl der Neuinfizierten werde zwar weiter ansteigen, aber in weitaus geringerem Maße als in den bisher verbreiteten Hochrechnungen. Das mache es dem Gesundheitssystem deutlich einfacher, mit der Situation umzugehen.

Die Wissenschafter gehen dabei davon aus, dass die Schulschließungen zu einer Reduktion zwischenmenschlicher Kontakte um etwa zehn Prozent in der Gesamtbevölkerung führen. Sollten Menschen über 65 ihre Kontakte um die Hälfte reduzieren, gehe die Gesamtzahl der Kontakte in der Gesamtbevölkerung um weitere acht Prozent nach unten. "Das reduziert die Maximalzahl an Personen, die gleichzeitig krank sein werden, bereits um 40 Prozent. Und was noch wichtiger ist: Die Zahl der schweren Fälle insgesamt reduziert sich laut unserem Modell dadurch sogar um 55 Prozent von jenem Wert, den wir ohne diese Maßnahmen hätten", so Popper. Der Grund sei, dass besonders viele Menschen aus der Risikogruppe sich in diesem simulierten Fall nicht anstecken.

Derzeit verdoppelt sich die Zahl der Infizierten etwa alle 2,5 Tage. "Diese Verdopplungszeit wird sich unseren Berechnungen nach verlängern, wir gehen aktuell davon aus, dass die Verdopplungszeit zumindest auf fünf bis sechs Tage gebremst werden kann. Aber wirklich nur wenn die Kontakte auch wirklich reduziert werden", erklärte Popper. Die Kontakte wirklich zu reduzieren und sich an die Maßnahmen zu halten sei der entscheidende Faktor.

 18:59

Assistenzeinsatz zur Bewältigung des Corona-Virus wird erweitert

Das Österreichische Bundesheer verstärkt seinen Einsatz in Tirol zur Bewältigung des Corona-Virus mit weiteren 30 Soldaten.

"Das Bundesheer steht in ganz Österreich bereit, um die Gesundheitsorgane und die Polizei zu unterstützen. Wir sind in der Lage, jederzeit und rasch zu helfen und unsere Expertise einzubringen", sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Die Assistenzkräfte, gebildet vom Militärkommando Tirol und dem Stabsbataillon 6 unterstützen das gesundheitsbehördliche Abreisemanagement von ausländischen Gästen aus dem Paznauntal und St. Anton am Arlberg. Dabei geht es vor allem um die geordnete Rückreise von ausländischen Gästen in ihre Heimatländer unter Berücksichtigung gesundheitsmäßiger Vorgaben.

Der Einsatz ist vorerst bis 16. März 2020 geplant. Bisher standen acht Soldaten auf dem Grenzübergang am Brenner im Assistenzeinsatz zur Unterstützung der Gesundheitschecks.

 18:58

Abklärungszelt vor Klinik Innsbruck aufgebaut

Vor der Innsbrucker Klinik ist ein sogenanntes "Triage-Zelt" aufgebaut worden, in dem mögliche Corona-Verdachtsfälle abgeklärt werden sollen. Laut tirol kliniken wurde es direkt vor der Notaufnahme in der Anichstraße aufgebaut. Infizierte Menschen sollen so vor Betreten des Krankenhauses identifiziert und in die "richtigen Behandlungsbahnen gelenkt" werden, hieß es.

Die Maßnahme gibt es bereits in mehreren Bezirkskrankenhäusern. Seit Mitte der Woche gibt es ein solches Zelt auch vor dem Landeskrankenhaus in Hall in Tirol.

 18:48

London-Marathon abgesagt - Nachtrag im Oktober

Das Coronavirus hat nun auch zur Absage des London-Marathons am 26. April geführt. Dies teilten die Veranstalter am Freitag in einer Aussendung mit. Die Laufveranstaltung in der englischen Hauptstadt soll am 4. Oktober nachgeholt werden.

 18:33

Ronaldo nutzt Vorbildfunktion: "Folgt Ratschlägen der WHO"

Fußball-Star Cristiano Ronaldo hat sich mit eindrücklichen Worten an die Öffentlichkeit gewandt. "Die Welt befindet sich in einem sehr schwierigen Moment, der von uns allen äußerste Sorgfalt und Aufmerksamkeit verlangt", schrieb der fünffache Weltfußballer (zuletzt 2017) bei Instagram.

Er spreche dabei nicht als Fußballer, sondern als ein Mensch, der berührt ist von den neuesten Entwicklungen, die die ganze Welt betreffen. "Der Schutz von Menschenleben muss über allen anderen Interessen stehen", beschwor Ronaldo.

Sein Verein Juventus Turin ist beheimatet in einer der am schwersten von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffenen Regionen. "Es ist wichtig, dass wir alle den Ratschlägen der WHO und der regionalen Behörden folgen, um mit der aktuellen Situation fertig zu werden", schrieb der 164-fache portugiesische Nationalspieler, der es bisher auf 99 Länderspieltore gebracht hat.

Ronaldo war am Montag nach Madeira geflogen und wird dort vorerst bleiben. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Georgina Rodriguez und seinen vier Kindern will er auf der portugiesischen Insel bleiben, bis die Epidemie vorbei ist.

Er sei mit seinen Gedanken bei all jenen, die jemand aus ihrer näheren Umgebung verloren haben. "Meine Solidarität gilt all jenen, die gegen dieses Virus kämpfen wie mein Teamgefährte Daniele Rugani", führte Ronaldo aus. Seine Unterstützung gelte zudem dem medizinischen Fachpersonal, das sein Leben einsetzt, um anderen zu helfen.

Beim italienischen Rekordmeister befinden sich nach dem positiven Coronavirus-Test von Abwehrspieler Rugani insgesamt 121 Personen in häuslicher Quarantäne. Darunter seien Spieler, Betreuer und weitere Angestellte. "Juve" hatte mitgeteilt, dass Rugani keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 zeigen würde.

 18:26

Keine Fußball-Spiele in der Schweiz bis Ende April

Der Schweizer Fußballverband SFV stellt im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus den kompletten Spielbetrieb in der ersten und zweiten Liga mindestens bis 30. April ein. Dies teilte der SFV am späten Freitagnachmittag mit. Klares Ziel sei es weiterhin, die Saison im Sommer zu Ende zu spielen, schrieb der Verband.

 18:26

Zahl der Toten in Italien um 250 auf 1.266 gestiegen

Trotz drakonischer Vorbeugungsmaßnahmen nimmt die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien weiterhin zu. Am Freitag wurden 250 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Opfer seit Beginn der Epidemie am 21. Februar auf 1.266, teilte der Zivilschutz am Freitag in Rom mit. Die Infektionen kletterten um 2.126 auf 14.955 Fälle. 1.439 Personen sind inzwischen genesen.

Die Toten sind durchschnittlich 80 Jahre alt, 25 Prozent sind Frauen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am stärksten betroffen ist die Altersgruppe über 70 Jahre mit einem Höhepunkt zwischen 80 und 89 Jahren. Die Gesundheitsbehörden appellierten an die Italiener in Heimisolierung, umsichtig zu handeln, um nicht Angehörige anzustecken. Zugleich riefen sie zu Blutspenden auf, die seit Beginn der Epidemie stark rückgängig sind, was zu Problemen in den Krankenhäusern führen könnte.

890 Todesopfer wurden in der schwer betroffenen Lombardei gemeldet, das sind 146 mehr als am Donnerstag. In der Emilia Romagna stieg die Zahl der Todesopfer um 55 Personen auf 201. In Venetien gab es zehn Todesopfer mehr als am Vortag. Damit stieg die Zahl der Toten auf 41. In Friaul Julisch Venetien gab es zehn Todesopfer.

 18:23

Türkei stellt wegen Flüge nach Österreich ein

Die Türkei stellt als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus Flüge nach Österreich und in acht weitere europäische Länder vorübergehend ein. Ab Samstagfrüh (6.00 Uhr MEZ) werde es keine Flugverbindungen nach Österreich, Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien und Schweden geben, sagte Transportminister Mehmet Cahit Turhan am Freitag in Ankara.

Die Maßnahme gelte vorerst bis 17. April. Bereits zuvor hatte die Türkei Flüge nach China, Iran, Irak, Italien und Südkorea eingestellt. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fällen in der Türkei stieg unterdessen nach offiziellen Angaben auf fünf Personen.

 18:16

Von der Leyen gegen Einreisestopps und Grenzkontrollen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus lehnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die einseitige Einführung von Einreisestopps oder Grenzkontrollen in der EU ab. "Allgemeine Einreisestopps werden von der Weltgesundheitsorganisation nicht als am effektivsten betrachtet." Vielmehr hätten sie starke soziale und wirtschaftliche Auswirkungen.

Bestimmte Kontrollen könnten jedoch gerechtfertigt sein. "Was wir tun können und sollten, ist, Gesundheitschecks durchzuführen." Von der Leyen kündigte dafür Leitlinien an. Diese könnten an den EU-Außengrenzen, an den Binnengrenzen der EU sowie innerhalb einzelner EU-Staaten vorgenommen werden.

Im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung hatten zuletzt mehrere EU-Staaten Grenzkontrollen im Schengenraum eingeführt. Die USA hatten zudem - ohne dies mit der EU abzusprechen - einen Einreisestopp für Ausländer aus Europa angekündigt.s

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sagte nach einem Treffen der EU-Innenminister, Grenzkontrollen müssten "verhältnismäßig" sein. Wenn dadurch etwa medizinische Lieferungen blockiert würden, wäre dies "sehr kontraproduktiv".

An den EU-Außengrenzen würde ohnehin die Identität von Einreisenden geprüft, sagte die Kommissarin. Dort könne man auch einen Gesundheitscheck durchführen und prüfen, ob jemand Symptome aufweise. Falls eine Person eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit sei, könne sie abgewiesen werden. Vielfach sei es jedoch besser, jemanden zu isolieren und zu behandeln.

Auch an den Binnengrenzen innerhalb des Schengenraums könnten solche Gesundheitstests durchgeführt werden, sagte Johansson. Diese müssten die EU-Staaten - anders als Grenzkontrollen - auch nicht bei der EU-Kommission notifizieren. Falls ein Land doch Grenzkontrollen einführen wolle, empfehle sie, dass es sich vorher vor allem mit den Nachbarländern abstimme.

Grundsätzliche Einreisestopps für Menschen aus bestimmten Drittstaaten könnten nicht auf EU-Ebene verhängt werden, sagte Johansson. Dies sei Sache der EU-Staaten, die sich aber natürlich miteinander abstimmen könnten. "Aber es ist wichtig, dass diese Art der Entscheidung angemessen ist."

Im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung hatten zuletzt mehrere EU-Staaten Grenzkontrollen im Schengenraum eingeführt. Nach Angaben der EU-Kommission haben bisher jedoch nur Österreich, Ungarn und Tschechien Kontrollen bei der Brüsseler Behörde angemeldet. Jedoch hat inzwischen auch die Slowakei ihre Grenzen quasi dicht gemacht. Polen kontrolliert Reisende ebenfalls strikt auf Krankheitssymptome. Im Schengenraum sind Grenzkontrollen eigentlich abgeschafft; sie können aber in Ausnahmesituationen nach Anmeldung bei der EU-Kommission wieder aufgenommen werden.

 18:16

Großbritannien verschiebt Kommunalwahlen um ein Jahr

Die Regierung in London will die anstehenden Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschieben. Entsprechende Gesetzgebung werde auf den Weg gebracht, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag. Eigentlich sollten viele Briten am 7. Mai neue Bezirksräte, Bürgermeister und Polizeichefs wählen. Auch der Londoner Rathauschef Sadiq Khan hätte sich einer Wiederwahl stellen müssen.

"Ich werde weiterhin mit der Regierung und Experten zusammenarbeiten, damit ich London helfen kann, mit dem Coronavirus in den kommenden Wochen und Monaten fertig zu werden", twitterte Khan.

Die britische Wahlkommission hatte bereits am Donnerstag gefordert, die Kommunalwahlen zu verschieben. "Angesichts der identifizierten Risiken einer Durchführung können wir nicht davon ausgehen, dass Wähler in der Lage sein werden, in Sicherheit und mit Vertrauen an der Wahl teilzunehmen", hieß es in einem offenen Brief an die Regierung. Die Wahlen galten als erster Test seit dem überwältigenden Wahlsieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson bei der Parlamentswahl im Dezember.

 17:56

Wiener Linien passen Intervalle an Fahrgastzahlen an

Die umfassenden Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus haben auch zu einem Rückgang an Fahrgästen bei den Wiener Linien gesorgt. Durch die Schließung von Geschäften und Bildungseinrichtungen dürfte diese Zahl noch weiter sinken. "Daher tritt bei U-Bahn, Bim und Bus ab Mittwoch (18. März) bis auf weiteres ein angepasster Fahrplan in Kraft", hieß es in einer Aussendung.

"Die Wiener Linien sorgen auch in den aktuell herausfordernden Zeiten dafür, dass die Wienerinnen und Wiener täglich rasch und sicher von A nach B kommen und die für sie notwendigen Wege – wie jene zum Arbeitsplatz – öffentlich erledigen können. Denn auch in Zeiten des Coronavirus muss die Mobilität in der Stadt gesichert sein. Ziel ist es, den Betrieb auch in den nächsten Wochen und Monaten aufrecht zu erhalten", versicherten die Wiener Linien.

Da bereits durch die ersten Maßnahmen ist die Zahl der Fahrgäste mehr als 20 Prozent zurückgegangen ist, passen die Wiener Linien aber den Fahrplan an. Die Fahrzeuge fahren dann nach dem Ferienfahrplan eines Wochentags mit weiterhin kurzen Intervallen, so ist die U1 untertags etwa alle drei Minuten statt alle zwei Minuten unterwegs, die Straßenbahnlinie 43 fährt alle vier Minuten statt alle drei Minuten. Die Nacht-U-Bahn (die Freitag und Samstag fährt) wird ab 20. März nicht mehr unterwegs sein, stattdessen fahren die Nachtbusse. An Samstagen und Sonntagen gilt der Sonntagsfahrplan. Die Vienna Ring Tram stellt den Betrieb ab Samstag (14. März) ein.

 17:45

Beschränkung der Gastronomie ab 15.00 Uhr

Folgende Gastgewerbe sind umfasst:

- Gasthaus, Gasthof, Hotel, Rasthaus, mit Ausnahme der Gästebeherbergung

- Restaurant, Speisehaus, Bierstube, Branntweinstube, Weinstube, Eisdiele/Eissalon

- Cafe, Cafe-Restaurant, Kaffeehaus, Tanzcafe

- Bar, Diskothek, Nachtklub (Betrieb mit varieteartigen Darbietungen oder Animierlokal, jeweils ohne Publikumstanz)

- Buffet, Cafe-Konditorei, Espresso und alle übrigen Gastgewerbebetriebe

- Für die bloße Gästebeherbergung ist keine Sperrzeit festgelegt. Die Verabreichung von Speisen ist dort erlaubt, wie der Pressesprecher des Bundeskanzlers informiert.

Lieferservice ohne Kundenverkehr im Geschäftslokal soll möglich sein.

 17:44

Einschränkung des Kundenverkehrs im Handels- und Dienstleistungsbereichs

Der Kundenverkehr in Geschäftslokalen im Handels- und Dienstleistungsbereich (nicht erfasst ist der produzierende Bereich) ist aufgrund der damit verbundenen Weiterverbreitung des Coronavirus einzustellen, wie der Pressesprecher des Bundeskanzlers informiert. Davon ausgenommen sind Handels- und Dienstleistungen zur Sicherstellung von Leben und Gesundheit.

Die Ausnahmen umfasst sind insbesondere Bereiche:

Lebensmittelhandel

Drogerien

Apotheken

Medizinische Produkte und Heilbehelfe

Gesundheits- und Pflegedienstleistungen

Verkauf von Tierfutter

Agrarhandel

Tankstellen

Sicherheits- und Notfallprodukte & Wartung

Banken

Post & Telekommunikation

Lieferdienste

Reinigung / Hygiene

Öffentlicher Verkehr

Trafiken & Zeitungskioske

Wartung kritische Infrastruktur

Notfall-Dienstleistungen

Etc.

 17:39

Helene Fischer sagt Shows ab

 16:32

ORF arbeitet an neuer Religionssendung

Der ORF entwickelt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Religions- und Glaubensgemeinschaften eine neue Religionssendung. Mit dem Format mit dem Titel "Feier.Stunde" soll den Bedürfnissen gläubiger Menschen nach Gottesdienstfeiern, Gebeten und religiöser Ansprache nachgekommen werden, kündigte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz laut Kathpress am Freitag an.

Die neue Sendung wird in ORF III, auf der ORF-TVthek und auf religion.orf.at zu sehen sein. Bereits am Sonntag überträgt ORF III ab 10.00 Uhr einen katholischen Gottesdienst aus der Kirche des Wiener Priesterseminars. Wegen des Coronavirus wurden öffentliche Gottesdienste weitgehend ausgesetzt.

 16:32

Ausreise aus St. Anton war noch möglich

Für Tagesskigäste war die Ausreise aus St. Anton am frühen Freitagnachmittag laut einem Augenzeuge noch möglich. "Am Parkplatz des Skigebietes hat die Nachricht ganz schnell die Runde gemacht", noch während die Pressekonferenz der Bundesregierung lief, schilderte eine Skifahrerin gegenüber der APA die hektischen Szenen.

"Es hat dann keiner gewusst, ob die Skibusse noch fahren und dann haben wir Taxis angerufen, was eh schon schwierig war", sagte die Urlauberin. "Eine Kontrolle hat es dann gegeben in St. Anton, aber es ist dann relativ schnell gegangen, dass wir trotzdem rausgekommen sind, aus St. Anton nach Flirsch."

Die Kontrolle habe aus zwei Polizisten bestanden. "Die haben halt geschaut, aber eigentlich haben sie eher den Verkehr geregelt." Den Angaben zufolge hat sich hinaus schon ein kurzer Stau gebildet. Identitätsfeststellungen habe es aber nicht gegeben.

 16:30

Cineplexx Kinos werden ab morgen geschlossen

Nun also doch: Aufgrund der neuen Vorgaben der Bundesregierung zur Eindämmung von Infektionen durch das Coronavirus werden die Cineplexx-Kinos ab morgen, Samstag, vorübergehend geschlossen. Das betrifft alle 29 Kinos in ganz Österreich. Die Maßnahme gilt "bis auf Weiteres".

"Mit der umgehenden, bereits mit morgen erfolgenden Umsetzung dieser Vorgaben nehmen wir unsere soziale Verantwortung wahr – denn die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Besucherinnen und Besucher und natürlich unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität", heißt es in einer Aussendung.

Ebenfalls geschlossen bleibt ab morgen auch die Wiener Volkstheater-Spielstätte Volx/Margareten, auch die Aufführungen in den Bezirken finden nicht statt. Zunächst hatte das Theater lediglich die Spielstätte in der Halle E geschlossen.

 16:24

Auch Berufsschüler können von daheim lernen

Auch die Berufsschulen setzen ab Montag den regulären Unterricht aus. Für die entsprechende Berufsschulzeit müssen Arbeitgeber Lehrlingen freigeben, um die von der Schule übermittelten Arbeitsaufträge zu erledigen, hieß es in einer Aussendung des Bildungsministeriums. Umgekehrt muss der Lehrling außerhalb der Berufsschulzeit in den Betrieb, falls dies ohnehin regulär vorgesehen wäre

"Auch wenn diese Zeit nicht vor Ort in der Schule, sondern zu Hause im Fernstudium verbracht wird, gilt sie als Berufsschulzeit", betont man im Ministerium. "Das heißt, der Lehrberechtigte hat dem Lehrling die entsprechende Zeit freizugeben. Diese Zeit ist wie die reguläre Unterrichtszeit auf die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit anzurechnen." Auch das Lehrlingseinkommen muss bezahlt werden.

Fällt der Start eines Lehrgangs genau in die unterrichtsfreie Zeit, wird der Beginn verschoben. Sind davon Lehrlinge kurz vor dem Lehrzeitende betroffen, kann die Berufsschule auch nach Lehrzeitende zum Zweck der Erlangung eines erfolgreichen Berufsschulabschlusses weiterbesucht werden. Endet ein Lehrgang genau in der Überbrückungszeit, wird den Berufsschülern auf Basis der vorhandenen Leistungen ein Zeugnis ausgestellt.

 16:17

Fast alle deutschen Bundesländer schließen die Schulen

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werden die meisten Schulen und Kitas in Deutschland ab der kommenden Woche geschlossen. Bis Freitagnachmittag kündigten 13 Bundesländer flächendeckende Schließungen an.

Diese sind: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Es ist damit zu rechnen, dass sich weitere Landesregierungen dieser Entscheidung anschließen.

Die meisten Länder wollen die Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien geschlossen halten, also bis Mitte oder Ende April. Sachsen will am Montag zunächst die Schulpflicht aussetzen, Lehrer, Schüler und Eltern sollen auf diese Weise Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Den genauen Zeitpunkt will die Landesregierung kommende Woche festlegen. In Mecklenburg-Vorpommern will das Kabinett am Samstag entscheiden, ob flächendeckende Schließungen notwendig sind.

Millionen Eltern in Deutschland müssen sich nun Gedanken machen, wie sie in den kommenden Wochen die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen. Der Bundeselternrat forderte Unterstützung für Väter und Mütter. "Hierbei muss eine Prioritätenliste erstellt werden, welche Berufsgruppen vorrangig Anspruch haben, um das öffentliche Leben und die Versorgung aufrechtzuerhalten", sagte der Vorsitzende Stephan Wassmuth. Die Rahmenbedingungen dafür müssten bundesweit gleich sein. Der Staat stehe hier in der Pflicht.