Bei den Spionage-Jägern im BVT

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Bei den Spionage-Jägern im BVT

Das BVT zeigte beim Lokalaugenschein mit Innenminister Nehammer, dass es auf die Kritik des Berner Clubs an den Sicherheitsmängeln Bundesamt reagiert hat.

Die Handys müssen abgegeben werden. Die Akten ausländischer Nachrichtendienste befinden sich nun in Ordnern ohne Internetzugang und in einem streng abgesicherten Raum. Das BVT zeigte gestern beim Lokalaugenschein mit Innenminister Karl Nehammer – ÖSTERREICH war mit dabei –, dass es auf die Kritik des Berner Clubs an den Sicherheitsmängeln im Bundesamt für Verfassungsschutz reagiert hat.

Gestern gab es aber etwas zu feiern: „Der Brand ist gelöscht“, hatte bereits das Außenamt verkündet. Gemeint: Der Cyberangriff auf das Ministerium konnte nach über zwei Monaten – die Schadsoftware mit dem Ziel der Spionage wurde vor Weihnachten installiert – beendet werden. Nehammer gratuliert seinen Cyberabwehrbeamten, die erzählen, wie sie wochenlang gemein­sam mit ihren Kollegen vom Abwehramt und mit europäischen Partnern den Angriff abgewehrt hätten. Einen konkreten Verdacht, wer hinter dem „größten Spionageangriff“, der je virtuell gegen Österreich stattgefunden habe, steht, haben die Spionagejäger. Sie wollen ihn aber nicht nennen.

Im Kommandoraum des Amtes am Rennweg in Wien sind sämtliche führende Beamte des BVT anwesend. BVT-Chef Peter Gridling ist gerade auf Urlaub. Sein Stellvertreter Dominik Fasching führt den Innenminister und die Journalisten durch das Gebäude. Im Raum befinden sich Beamte – allesamt später voll rehabilitiert –, gegen die 2018 die Razzien im BVT stattgefunden hatten. Vor dem Sitzungszimmer des BVT-Chefs hängt ein Plakat: Der dritte Mann. Wien als ewige Drehscheibe der Spione eben.

Isabelle Daniel

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