Das sagt Österreich

Na geh! In Staats-Firmen wird gepackelt?

Das sagt Österreich: ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.
Seit gestern sind wir um eine ganz neue Weisheit reicher: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ist offenbar draufgekommen, dass bei der Besetzung von Spitzenpositionen in staatsnahen Betrieben „gepackelt“ wird. Wer hätte das gedacht?
 
Jedes Kind in diesem Land weiß, dass bei staatsnahen Postenvergaben „geschachert“ wird, bis sich die Balken biegen. Und wenn die Korruptionsstaatsanwaltschaft damit aufräumen will, sollte sie rasch ihr Personal verzehn­fachen und bei ÖBB, Asfinag, Telekom, Nationalbank etc. einmal anfangen.
 
Uns erklären zu wollen, dass in all den letzten Jahren nur der Finanzchef der Casinos politisch „ausgepackelt“ wurde, ist ein Hohn. Immerhin war die Casinos-Vorstandsdirektorin (die ihren Job bisher übrigens exzellent erledigt) die stellvertretende Parteiobfrau der ÖVP und engste Kurz-Vertraute.
 
Ich wage zu behaupten: Kein einziger Spitzenjob in der staatsnahen Wirtschaft ist bisher ohne politische „Packelei“ vergeben worden.
 
Wenn das jetzt am Beispiel eines eher unwichtigen „Finanzchefs“ der Casinos aufgedeckt werden soll – wunderbar. Aber bitte dann auch alle anderen Bestellungen.
 
Im „Fall Strache“ besteht schon ein wenig der Verdacht, dass hier neben der wichtigen Aufklärung auch eine politische Abrechnung betrieben wird.
 
HC Strache hätte wie jeder Bürger den Anspruch, dass endlich die Hintermänner jenes illegal produzierten Videos aufgedeckt werden, das ihn – zu Recht – zu Fall gebracht hat.
 
Wir wissen, dass ein Wiener Anwalt dieses Video in Auftrag gegeben und dann drei Parteien über Mittelsmänner um Millionen angeboten hat. Doch bis heute hat es bei dem Mann keine Hausdurchsuchung, nicht einmal eine Einvernahme gegeben.
 
Wer versucht da, zu verhindern, dass die Hintermänner des Ibiza-Videos ans Tageslicht kommen? Die Ibiza-Causa wird immer mysteriöser …

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