Die neue Corona-Panik ist heillos übertrieben …

Das sagt ÖSTERREICH

Die neue Corona-Panik ist heillos übertrieben …

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.

Vorweg: Es ist gut, wenn unsere Regierung konsequent gegen eine zweite Corona-Welle vorgeht. Österreich ist bisher gut durch diese Pandemie gekommen – wir sollten zu viel Risiko meiden. Es geht um die Gesundheit der Älteren, um Arbeitsplätze, unser aller Geld, um zigtausende Existenzen. Da hört sich jeder Spaß auf.

Trotzdem: Die Panik, die un­sere Politik in diesen Tagen in Sachen Corona und in puncto Urlaub verbreitet, scheint mir schwer übertrieben.

Okay, wir hatten gestern 282 Neuinfektionen, aber wir haben auch seit Tagen sinkende Zahlen bei den Spitals- und Intensivpatienten. Bei gerade einmal 19 (!) Erkrankten auf allen Intensivstationen (mit 2.000 verfügbaren Betten) können nur Hysteriker von einem Notstand sprechen.

Wir brauchen wieder gute Stimmung im Land. Ein schöner Urlaub, Events wie Grafenegg, die Salzburger Festspiele oder auch die Wiener Oper, Spaß an den Seen, Genuss in den Gastro-Betrieben gehören hier dazu.

Angst und Panik sind das Letzte, was wir wollen – und sie sind auch nicht angebracht. Wir testen deutlich mehr als früher, also sind mehr positive Fälle logisch. Die große Mehrheit der Neu-Infizierten ist unter 40 Jahre und spürt nicht einmal Symptome.

Bei aller Angst vor einer zweiten Welle, bei allem Respekt vor den Maßnahmen der Regierung, uns eine neue Explosion der Infektionen zu ersparen …

Aber: Jetzt das Land wieder einzusperren, Urlaubsreisen ins Ausland zu erschweren, von Shopping über Gastro bis zu den Schulen wieder Masken-Terror einzuführen und dann all diese Maßnahmen (vor allem die Einreisenden an den Grenzen) nicht einmal ordentlich zu kontrollieren – das ist der falsche Weg.

Der richtige Weg wäre: Wieder mehr Information vor allem für Junge (wie zu Beginn der Krise), mehr Verantwortungsgefühl (etwa bei sozialen Kontakten), mehr Abstandhalten, keine exzessiven Corona-Partys. Der Weg zurück zur Normalität darf nicht gestoppt oder gebremst – er soll weitergeführt werden. Mehr Freiheit bitte!

Vor allem aber: Weniger Aufregung wegen 200 Neu-In­fizierten, die nichts spüren. Wir müssen mit Corona leben lernen. Ohne Hysterie.

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