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Was ist zu beachten?

Ölkesselverbot:

Was ist zu beachten?

Das Regierungsprogramm hat einen konkreten Zeitplan zum kompletten Verbot für Ölheizungen vorgelegt. Lesen Sie in diesem Beitrag wen es ab wann betrifft und welche sinnvollen Alternativen es gibt.

Die Klimakrise erfordert viele Maßnahmen, um die CO2 Emissionen so rasch wie möglich zu reduzieren. Da die Heizung der größte Energieverbraucher im Haushalt ist und Ölheizungen besonders hohe CO2 Emissionen haben, hat die Regierung folgenden Maßnahmen geplant:

  • ab 2020 sind Ölheizungen in Neubauten verboten 
  • ab 2021 darf bei einem Heizungserneuerung keine Ölheizung mehr eingebaut werden
  • ab 2025 müssen Ölkessel verpflichtend ausgetauscht werden, wenn diese älter als 25 Jahre sind
  • ab 2035 müssen alle noch bestehenden Ölkessel getauscht sein

Für die Auswahl eines geeigneten alternativen Heizsystems sind die folgenden Fragen von Bedeutung:

Wie alt ist das Haus? Wie hoch ist der Wärmebedarf? Kann dieser durch einfache Maßnahmen reduziert werden? Erfolgt die Wärmeverteilung über Radiatoren (Heizkörper) oder über eine Fußbodenheizung? Ist ein Anschluss an eine Fernwärmeversorgung möglich?

© RIKA

Aus diesen Rahmenbedingungen ergibt sich, welche Art der Wärmeversorgung sinnvoll ist. Energieberater oder Heizungsinstallateure können hier qualifiziert beraten. Ist kein Fernwärmeanschluss verfügbar, sind die beiden am häufigsten installierten Alternativen die Pelletheizung und die Wärmepumpe. Wärmepumpen werden dann gewählt, wenn Gebäude gut gedämmt sind und über eine Fußbodenheizung verfügen.

Ist dies nicht der Fall, wird eine Pelletheizung bevorzugt. Das liegt daran, dass eine Pelletheizung ohne Effizienzverlust die benötigten hohen Temperaturen erzeugt. So wird es auch in Gebäuden mit Radiatorenheizungen und in welchen mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch angenehm warm. Ganz ohne hohe Stromrechnungen.

Der Umbau einer Heizung von Öl auf Pellets gestaltet sich meist einfach. Dort wo der Ölkessel stand, hat auch der neue Pelletkessel Platz. Der Platz für den Öltank wird fürs Pelletlager verwendet.

Erfreulicher Nebeneffekt des Umstiegs auf eine Pelletheizung sind die deutlich niedrigeren Heizkosten: Heizöl ist aktuell um über 60 Prozent teurer als Holzpellets.

© RIKA

Generell unterscheidet man drei Arten von Pelletheizungen:

Pelletzentralheizungskessel

Der klassische Pelletheizkessel steht in der Regel in einem Heizraum im Keller und versorgt das Gebäude über Radiatoren oder einer Fußbodenheizung mit Wärme. Ein automatisches System fördert die Pellets aus dem Lager zum Heizkessel. Moderne Pelletkessel sind für jeden Wärmebedarf erhältlich. Besonders wirtschaftlich ist ein Pelletkessel in Gebäuden mit hohem Wärmebedarf, da der Brennstoff sehr kostengünstig ist.

Pelletkaminofen

Ein Pelletkaminofen heizt den Wohnraum, in dem er aufgestellt ist, durch Wärmestrahlung und warme Luft. Der Vorratsbehälter des Ofens wird mit Pellets aus Säcken händisch befüllt und funktioniert ansonsten vollautomatisch. Man kann eine fixe Raumtemperatur einstellen, die der Ofen selbstständig herstellt, oder aber die Heizstärke per Knopfdruck regeln. Das flackernde Feuer sorgt für eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre im Wohnzimmer. Es gibt auch Modelle, die benachbarte Räume über Warmluftleitungen mit Wärme versorgen oder heißes Wasser für Radiatoren erzeugen.

Kombikessel Pellets und Scheitholz

Sehr beliebt sind auch sogenannte Kombikessel für den Einsatz von Pellets und Stückholz. Diese sind besonders für Heizer interessant, die Zugang zu günstigem Scheitholz haben und zusätzlich den Komfort eines vollautomatischen Heizsystems genießen möchten. Kombikessel können leicht auf Pelletbetrieb umgeschaltet werden, wenn man keine Zeit zum Einheizen hat oder für ein paar Tage verreist ist. Diese Kessel können auch automatisch auf Pellets umschalten, sobald das Scheitholz abgebrannt ist oder die Pelletfeuerung für das automatische Entzünden des Scheitholzes verwenden.

© Haas & Sohn

Weitere Details: www.propellets.at.

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