Vieles ist bereits für Sommer ausgebucht

Run auf die Seen: Hotels führen schon Wartelisten

Die Nachfrage nach Unterkünften in den Hotspots ist enorm. Vieles ist ausgebucht.

 

Eile ist angesagt: Wer etwa über booking.com für die erste Juliwoche (4. bis 11.) in den Lieblingsregionen der Österreicher eine Herberge sucht, hat es schwer. Das Loisium etwa, Wine-&-Spa-Resort in der Südsteiermark (Ehrenhausen) ist – zumindest über diese Plattform – ausgebucht.

Zweiter Versuch: Wörthersee. Im beliebten Pörtschach gab es gestern Mittag nur mehr 14 Unterkünfte für eine Familie mit einem Kind.

„Warteliste“

Enorm viele Anfragen bekommt auch Paul de Cillia vom Strandhotel am Weißensee in Kärnten: „Vorrang haben Buchungen für eine Woche. Wer kürzer bei uns Urlaub machen will, kommt auf eine Warteliste.“

Nach Monaten des Bangens freut sich auch Michaela Reitterer, Präsidentin der Hoteliervereinigung: „Es wird ein toller Sommer. Es gibt aber noch Zimmer.“

Studie zeigt, wo wir heuer Urlaub verbringen

Startschuss für die Reisezeit, in zwei Wochen beginnen die Sommerferien der Schulen. Heuer wird alles anders, die Corona-Maßnahmen zwingen uns zum Umdenken. Das Motto: See statt Palmenstrand. Berg statt Millionen-Metropole.

  • 3,5 Millionen. 40 Prozent der Österreicher sagen, sie wollen heuer nur in der Heimat Urlaub machen – auch wenn alle Grenzen offen sind. Bei einer Bevölkerung von 8,8 Millionen sind das 3,5 Millionen, die hierbleiben werden (Studie der Österreichischen Hoteliervereinigung, 1.000 Interviews).
  • Ausland. Reisen in ein anderes europäisches Land wollen lediglich 16 % (1,4 Millionen). 8,7 % (766.000 Österreicher) sagen, sie sind sich noch unsicher.
  • Steiermark top. Unsere liebste Destination ist heuer laut Studie die Steiermark. 34 % wollen ihre Auszeit dort verbringen. Auf Platz zwei kommt Kärnten mit seinen wunderschönen Seen (30,5 %) gefolgt von Salzburg (21,9 %). Das Reiseverhalten zeigt sich bei der Buchungslage sehr deutlich.

Wir planen mehr als eine Reise in diesem Sommer

  • Mehr als eine Reise. Die Reiselust der Österreicher scheint trotz Pandemie ungebrochen. Im Durchschnitt planen die Familien heuer 1,7 Reisen innerhalb der Landesgrenzen. Pro Reise sollen es etwa sechs Übernachtungen werden.
  • Auto führt. Acht von zehn Inlandszielen werden mit dem Auto angefahren. Nur 15 % mit dem Zug.
  • Es wird anders. Wegen des Coronavirus erwarten 58 % der Österreicher andere Hygienestandards in den Unterkünften.
  • Vorsicht und Angst. Die Gründe für den Urlaub in der Heimat: 40 % antworten, sie haben Bedenken wegen der Rückreise (Flugausfälle, Quarantäne, Kosten). 32,5 % sagen, sie haben Angst vor einer Corona-Ansteckung im Ausland. Etwa ein Viertel wollte heuer sowieso einen Österreich-Urlaub.
  • Lignano & Co. Diejenigen, die sich dennoch über unsere Grenze wagen, steuern zu 30 % Italien an, 28,5 % zieht es nach Kroatien und 19 % nach Deutschland.

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