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Großhandelsfleisch mit Keimen verunreinigt

Aus dem Ausland importiertes und über den Großhandel verkauftes Fleisch ist bakteriell verunreinigt.

Österreichische  Abgeordnete des Nationalrats, des Bundesrats und des Europäischen Parlaments haben im Zeitraum von Juli bis August 2020 elf Fleischproben im Großhandel gekauft und   daran Labortests zu verschiedenen Arten von bakteriellen Verunreinigungen durchführen lassen. In vier der elf Proben wurden antibiotika-resistente Keime (ESBL  Escherichia coli) nachgewiesen. Das ist mehr als ein Drittel der Proben. Die durchschnittliche Belastung in dieser Stichprobe ist damit wesentlich höher, als in einer Untersuchung des Gesundheitsministerium und der AGES im Frühjahr, in welcher auch Proben aus dem Einzelhandel inkludiert waren.

Der Großhandel bezieht, im Gegensatz zum Einzelhandel, einen großen Teil seines Fleisches aus Massentierhaltung aus dem EU-Ausland. Anders als in der kleinteiligen österreichischen Landwirtschaft  werden in der Massentierhaltung im großen Stil Antibiotika eingesetzt und damit das Entstehen antibiotika-resistenter Keime befördert. Es braucht sofort eine Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie.

"Corona hat uns gezeigt., was ein einzelner vom Tier auf den Menschen überspringender Krankheitserreger auslösen kann. Diese Gefahr droht auch besonders von Bakterien, die gegen Großteil der Antibiotika immun sind. Eine Übertragung kann bei der Fleischverarbeitung sogar über eine Schnittwunde am Finger erfolgen", warnen die EU-Abgeordneten der Grünen, Thomas Waitz und Sarah Wiener. "Wegen der Tiertransporte quer durch Europa werden Keime leicht verbreitet", schlagen die beiden Grün-Nationalräte Clemens Stammler und Olga Voglauer sowie der Bundesrat Andreas Lackner Alarm.

Mehr dazu in der Studie "Antibiotika-resistente Keime in der Gastronomie - Dossier zur Laboruntersuchung von Fleisch aus dem österreichischen Großhandel".

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