Syrer fuhr mit Lkw Amok

Aufregung um ZDF: Anschlag als "Lkw-Vorfall" bezeichnet

Große Aufregung um die Betitelung rund um den Lkw-Anschlag in Limburg: Der öffentlich-rechtliche TV-Sender 'ZDF' bezeichnete die Amokfahrt als 'Lkw-Vorfall'.

Limburg. Großer Schock im deutschen Limburg: Der 32-jährige Syrer Omar A. zerrt einen Lkw-Fahrer an einer roten Ampel aus der Führerkabine. Der Syrer setzte sich selbst hinters Steuer und gab Vollgas. Kurz darauf rammte der Attentäter zahlreiche Pkws. "Mich hat ein Mann aus meinem Lkw gezerrt. Er hat kein Wort geredet", sagte der Lkw-Fahrer gegenüber der "Frankfurter Neue Presse". 
 

Amok-Fahrt: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen
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Crash in 7 Autos

 
Der 32-jährige Syrer krachte in insgesamt sieben Pkws. Dabei wurden acht Menschen verletzt, zum Glück nur leicht. Derzeit ermitteln die deutschen Behörden weiterhin zu den Hintergründen und dem genauen Ablauf der Tat. Es ist noch unklar, ob der Syrer ein bestimmtes Ziel hatte und nur wegen der zahlreichen zum Stillstand gekommenen Autos die Nerven verlor. Laut Zeugenaussagen soll der 32-Jährige nach dem Anschlag torkelnd aus dem demolierten Lkw gestiegen sein. "Mir tut alles weh", soll der Attentäter gegenüber einer Augenzeugin gesagt haben.
 

Eklat im ZDF

 
Der deutsche öffentlich-rechtliche TV-Sender ZDF titelte den Anschlag in Limburg als "Lkw-Vorfall" und erntete dafür einen Shitstorm im Netz. Vor allem auf der Social-Media-Plattform Twitter stieß die Wortwahl auf große Kritik. "Das dieses pc  wording dem #örr nicht selber peinlich wird? Oder denken die wirklich, die Menschen im Lande informieren sich brav u. ehrfurchtsvoll  nur über den #örr", schreibt ein Twitter-User. Ob es sich bei dem 32-jährigen Omar A. um einen Terroristen handeln soll, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Jedoch sprechen zahlreiche Indizien, nach denen der Syrer bereits zuvor versucht haben soll, einen Lkw zu kapern, stark dafür. Nach dem Anschlag stürmte das SEK die Flüchtlingsunterkunft des Amok-Lenkers und beschlagnahmten unter anderem USB-Sticks und Handys. 
 
Laut Online-Berichten soll Omar A. zur Tatzeit alkoholisiert gewesen sein. Es wird argumentiert, dass der Amokfahrer aufgrund dessen keine terroristischen Absichten verfolgt hätte. Bis jetzt wären zwar keine Verbindungen in die gewaltbereite islamistische Szene nachgewiesen worden, jedoch laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiterhin auf Hochdruck.
 
Auch auf die Frage ob der Täter allein gehandelt hat, lässt sich derzeit noch keine eindeutige Antwort geben. Laut Oberstaatsanwalt Alexander Badle soll sich der Cousin von Omar A. zur Tatzeit in Tatortnähe aufgehalten haben: "Kann das Zufall sein?"
 
 

Amokfahrer soll Mädchen belästigt haben

 
Der 32-jährige Syrer soll aufgrund mehrerer Delikte bereits amtsbekannt sein. Laut dpa-Informationen soll Omar A. am 31. August ein 16-jähriges Mädchen belästigt haben. Als die Mutter der Teenagerin einschritt, soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, weswegen der Syrer eine Anzeige wegen Körperverletzung ausfasste. Laut Berichten der deutschen "Bild" sollen Bekannte den Amok-Fahrer als "aggressiven Menschen, der oft betrunken ist" bezeichnet haben. Er soll aufgrund seines aggressiven Verhaltens Jobs in einem Dönerladen und in einem Barbershop nicht erhalten haben.

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