Die ersten Frankenstein-Roboter - mit Froschzellen

Sensationeller Durchbruch

Die ersten Frankenstein-Roboter - mit Froschzellen

US-Forscher haben erstmals lebende Roboter gebaut.
Es erinnert fast schon an Frankenstein. Forscher in den USA haben einen spektakulären Durchbruch geschafft: Josh Bongard und sein Team von der University of Vermont haben aus Froschzellen einen völlig von einem Computer entworfenen Roboter geschaffen.
 
Die sogenannten „Xenobots“ sind zwar weniger als einen Millimeter groß, aber dennoch in der Lage, sich fortzubewegen. Die Roboter sind laut den Wissenschaftlern sogar in der Lage, eine kleine Last wie etwa ein Medikament aufzunehmen. Die US-Forscher stellten ihre Ergebnisse nun im Fachblatt „PNAS“ vor: „Sie sind weder ein traditioneller Roboter noch eine bekannte Tierart“, wird Josh Bongard zitiert. Stattdessen handelt es sich um programmierbare Organismen.
 

Ungeahnte Möglichkeiten

Die Forscher erhoffen sich nun einen weiteren Durchbruch. „Xenobots“ können bereits mithilfe von Kontraktionen der Muskelzellen selbstständig in der Petrischale fortbewegen und kleine Objekte transportieren. Die lebendigen Roboter können wochenlang ohne Nahrung überleben. Obwohl sie ausschließlich aus Froschzellen bestehen, sind sie aber dennoch keine Frösche. 
 
Die Studie öffnet nun völlig neue Perspektiven in der Robotik und Biotechnologie. Wissenschaftler erhoffen sich Anwendungen in der Medizin oder auch in der Umweltforschung, warnen gleichzeitig aber auch vor Missbrauch. So wäre die Technologie prinzipiell auch dazu geeignet, Biowaffen herzustellen.
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