"Feminismus" & "Juden" an allem schuld

Horror-Tat 35 Minuten live im Netz gestreamt

Hass-Tirade gegen Juden und Frauen – Clip zeigt die Morde und das Waffen-Arsenal.

Der Live-Stream der Horror-Tat in Halle dauerte 35 schreckliche Minuten. 
In dem Video – nach Vorbild des Christchurch-Attentäters Brenton Tarrant– zeigt der ­Killer die Tatwaffen: zwei Gewehre und Rohrbomben.

Hass-Tirade. Dazu spricht er auf Englisch von einer „Internet-SS“, mit der niemand rechne. Den Holocaust verleugnet er, während er im Auto sitzt und sich filmt. Feminismus sei „ein großes Problem, weltweit“ – und die Juden für ihn die „Wurzel von allen Problemen“. Er bedauert, dass sein Gewehr Ladehemmung hat: „Meine Luty ist shit.“ Dann sagt er: „Bevor ich sterbe, werde ich noch ein paar Dreckige töten.“ Dass er nicht in die Synagoge eindringen konnte, ärgert ihn offensichtlich: „Ich bin ein Loser. Ich bin ein kompletter Loser.“ Als die Polizei das Feuer auf ihn eröffnet, bricht das Video ab.

Mit dieser Waffe versuchte er sich seinen Weg in die Synagoge zu schießen.

Auch selbst gebastelte Sprengsätze verwendete er.

Stephan B.: "Ich bin ein Loser"

Am Ende des Videos entschuldigt sich Stephan B., der 27-jährige Attentäter. Am Hals blutet er, nachdem ihn die Polizei angeschossen hatte. Er schwitzt, wirkt verwirrt. Sagt: „Ich bin ein Verlierer …“

Neonazi Stephan B. streamte sein Attentat live auf Twitch.

Sein großes Vorbild ist der Christchurch-Killer

Stephan B. ist laut Spiegel Deutscher, kommt aus Sachsen-Anhalt. Er ist ein Neonazi.

Mit der Tat wollte Stephan B. ähnlich „berühmt“ werden wie sein Vorbild, der Christchurch-Attentäter Brenton Tarrant, der mehr als 50 Menschen in einer Moschee tötete. In seinem 35 Minuten langen Video spricht er davon, dass „der Holocaust nie passiert ist“. Auch stellt er sich selbst als „Anon“ vor. Das ist die Kurzform für „Anonymous“, ein in rechtsextremen Internetforen besonders beliebtes Pseudonym.

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