Kindergarten verbietet Faschingsfest

Kinder für "Stereotype sensibilisieren"

Kindergarten verbietet Faschingsfest

Der Kindergarten hat sich einer kultursensiblen Pädagogik verschrieben.

Thüringen, Deutschland. Eine Kita in Erfurt will nicht, dass Kinder am Rosenmontag und Faschingsdienstag verkleidet in die Einrichtung kommen. "Mitgebrachte Faschingskostüme bleiben an beiden Tagen im Fach des Kindes", schreibt das Kita-Team in einem Brief an die Eltern. "Bitte verkleiden Sie Ihr Kind am Rosenmontag und Faschingsdienstag nicht", heißt es im Schreiben weiter, berichtet der "Spiegel".

Warum der Kindergarten dieses Verbot ausgesprochen hat, hat damit zu tun, dass man sich einer kultursensiblen Pädagogik verschrieben habe: "Für Kinder ist Fasching ein Anliegen, sich in jemanden zu verwandeln, den sie als Held sehen oder eine Person, die sie selbst gerne sein möchten", steht im Brief an die Eltern. Man erkenne beim Verkleiden an, "dass man Stereotype braucht, um die Komplexität der Welt zu reduzieren". Gleichzeitig würden die Erzieher in der Einrichtung "für Stereotype sensibilisieren, die für die Betroffenen schmerzhaft, zum Teil sogar entwürdigend sein können."

Am vergangenen Wochenende gab es dennoch ein Faschingsfest in dieser Kita - als gemeinsames Kostümfest der Kita und des Universitätssportvereins.

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