In Mossul

Sicherheitsrisiko: ISIS verbietet die Burka

Der Grund: Mehrere IS-Kämpfer wurden von verschleierten Frauen getötet.

Die Burka-Debatte scheint nicht nur in Europa angekommen sein, sondern auch im „Islamischen Staat“. Wie es heißt, haben die Zuständigen der Terrormiliz nun ein Verbot der Vollverschleierung angeordnet, weil in letzter Zeit viele ihrer Kämpfer von Frauen in Burkas angegriffen und getötet wurden.

Das Verbot gilt in der nordirakischen IS-Hochburg Mossul. Dort müssen Frauen ihre Hüllen ablegen, um in gewisse  Gebäude zu gelangen. Das Absurde daran ist, dass die Terrormiliz zuletzt immer Frauen ohne Verschleierung bestraft hatten. Manche wurden sogar exekutiert. Der Burka-Bann gilt lediglich in der Stadt. Außerhalb Mossuls gilt weiterhin eine Vollverschleierungspflicht.

Prokurdische Rebellen vertreiben IS von nordsyrischer Grenze

Der IS gerät in letzter Zeit immer mehr unter Druck. Die Terrormiliz hat mit der Vertreibung aus mehreren Dörfern an der syrisch-türkischen Grenze ihre letzte Verbindung zur Außenwelt verloren. Von türkischen Panzern und Kampfflugzeugen unterstützte syrische Rebellen hätten am Sonntag die letzten Gebiete des Islamischen Staates an der Grenze zur Türkei erobert, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer überprüfbar, sie stützt sich auf ein Netz von Informanten. Der IS hatte die Region seit mindestens zwei Jahren kontrolliert. Damit ist der letzte direkte Nachschubweg der Jihadisten gekappt. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu sowie Rebellengruppen bestätigten die Angaben. Anadolu berichtete, die Freie Syrische Armee (FSA) habe den IS mit Unterstützung des türkischen Militärs von der syrisch-türkischen Grenze vertrieben. Die FSA kontrolliere nun den Grenzstreifen von Jarablus im Osten bis nach Asis im Westen.

ISIS verbietet Burka
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