Anschlag auf Weihnachtsmarkt

Straßburg: Zahl der Todesopfer steigt weiter

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Mittlerweile starb auch ein viertes Opfer. Ein weiterer Mensch wurde für hirntot erklärt.

Nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt von Straßburg ist ein weiterer Mensch seinen Verletzungen erlegen: Eines der Opfer sei am Freitag gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft von Paris mit. Damit stieg die Zahl der Toten durch den Angriff am Dienstagabend auf vier, ein weiterer Mensch gilt als hirntot. Außerdem wurden mehrere Menschen teils schwer verletzt.

Der 29-jährige Cherif Chekatt hatte laut Ermittlern am Dienstagabend gegen 19.50 Uhr mit einer automatischen Pistole das Feuer nahe dem Straßburger Münster eröffnet, wo der berühmte Weihnachtsmarkt der elsässischen Stadt stattfindet. Er lief dann durch die Fußgängerzone, schoss auf Menschen und griff sie mit einem Messer an.

Zwei Menschen, unter ihnen ein thailändischer Tourist, waren bei dem Anschlag sofort getötet, ein drittes Opfer danach für hirntot erklärt worden. Ein weiteres Opfer starb am Donnerstag.
 

Attentäter von Polizei erschossen

Chekatt konnte nach dem Attentat flüchten und wurde zwei Tage lang mit einem Großaufgebot der Polizei gesucht, bevor er am Donnerstagabend im Straßburger Stadtviertel Neudorf aufgespürt und von der Polizei erschossen wurde.

Die Ermittler fahnden nach möglichen Komplizen des mutmaßlich islamistisch radikalisierten Hauptverdächtigen. "Die Untersuchung wird nun fortgesetzt, um potenzielle Komplizen und Mittäter zu identifizieren, die ihn zu der Tat ermutigt oder bei den Vorbereitungen geholfen haben könnten", sagte der Pariser Antiterrorstaatsanwalt Remy Heitz am Freitag in Straßburg.
 

Sieben Menschen in Gewahrsam

Nach Angaben von Chefermittler Heitz befanden sich am Freitag sieben Menschen in Gewahrsam. Bei vier von ihnen handelte es sich demnach um Familienangehörige von Chekatt, bei den drei anderen um der Familie nahestehende Personen. Zwei von ihnen seien in der Nacht auf Freitag festgenommen worden.

In der Elsass-Metropole und an den Grenzen kehrte unterdessen wieder etwas Normalität ein. Der Weihnachtsmarkt wurde wiedereröffnet.

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