Veruntreuung

"Meisterbetrug": Untersuchungshaft für mexikanische Ex-Ministerin

Veruntreuung öffentlicher Mittel als Vorwurf.

Mexiko-Stadt. Wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs hat ein Richter in Mexiko zwei Monate Untersuchungshaft gegen die frühere Sozialministerin Rosario Robles angeordnet. Ihr wird vorgeworfen, an der Veruntreuung öffentlicher Mittel in Höhe von mehr als fünf Milliarden Peso (228 Millionen Euro) während der Amtszeit des Ex-Präsidenten Enrique Peña Nieto (2012 bis 2018) beteiligt gewesen zu sein.
 
Der Bundesrichter empfahl nach übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag außerdem der Generalstaatsanwaltschaft, eine mögliche Beteiligung Peña Nietos zu untersuchen.
 
Der als "Meisterbetrug" bekannte Skandal war durch einen Bericht des Nachrichtenportals "Animal Político" im Jahr 2017 ans Licht gekommen. Demnach wurden die Gelder durch Staatsaufträge an 128 Scheinfirmen veruntreut. Daran sollen elf staatliche Einrichtungen, darunter der Ölkonzern Pemex, sowie acht staatliche Universitäten und mehr als 50 Beamte - unter ihnen ranghohe Regierungsangehörige - beteiligt gewesen sein.

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