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Esprit-Katalog

18.10.2006

Knöpfe mit Hakenkreuz-Muster

Der deutsche Modekonzern Esprit zieht 200.000 Kataloge zurück, weil darin Knöpfe so aussehen, als hätten sie ein Hakenkreuz als Muster

Esprit-Katalog: Knöpfe mit Hakenkreuz-Muster © APA

"Das hat uns getroffen wie ein Schock und ist sehr ärgerlich" , sagte der Vorstandsvorsitzende der Esprit-Gruppe, Heinz Krogner, in Ratingen bei Düsseldorf. Die Darstellung auf den Fotos sei sehr unglücklich. "Wir werden künftig noch stärker den Aspekt der Political Correctness prüfen", kündigte der Chef von weltweit 8.400 Mitarbeitern an.

Knöpfe seit Jahrzehnten in Verwendung
Die Lederknöpfe stammten aus England und würden bereits seit Jahrzehnten von verschiedensten Unternehmen - auch von Wettbewerbern - verwendet. Der Katalog sei unter englischer künstlerischer Leitung in London produziert worden. Mitarbeiter aus mehreren Ländern hätten ihn kontrolliert, aber niemand habe gemerkt, dass das Muster auf den Fotos einen derart unglücklichen Eindruck erwecken könne.

Staatsanwalt prüft Ermittlungsverfahren
"Wir kennen diesen traditionellen englischen Knopf seit Jahrzehnten", sagte Krogner. Deswegen sei auch niemandem die Assoziation in den Sinn gekommen. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu prüfen. Der Katalog mit den Knöpfen war den Ermittlern von einer Rechtsanwältin zugeleitet worden.

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