12 Migranten auf Quarantäneschiff vor Sizilien positiv

Infizierte isoliert

12 Migranten auf Quarantäneschiff vor Sizilien positiv

Infizierte an Bord der Fähre isoliert.

Zwölf Migranten an Bord des Quarantäneschiffes "GNV Azzurra", das vor Sizilien vor Anker liegt, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie gehören zu einer Gruppe aus 350 Migranten, die an Bord des Schiffes gegangen sind, berichteten italienische Medien. Die positiv getesteten Migranten wurden an Bord der Fähre isoliert, wie die Sicherheitsprotokolle vorsehen.
 
Das Schiff soll demnächst in Richtung Lampedusa abfahren und weitere 350 Migranten an Bord nehmen, die zuletzt die Mittelmeerinsel erreicht hatten. Zuletzt hatten Hunderte Migranten auf Sizilien Flüchtlingsunterkünfte verlassen, wo sie ihre Quarantäne hätten verbringen sollen, was Sorge unter Bewohnern ausgelöst hatte. Daher wurde das Quarantäneschiff als Alternative zu Hotspots für die Isolierung eingetroffener Migranten eingerichtet.
 
Die italienische Regierung hat ihren Druck auf Tunesien wegen der illegalen Einwanderung erhöht. So kündigte Tunesien an, mehr Mittel im Kampf gegen die Schlepperei nach Europa einzusetzen. Mehr Schiffe der Marine und der Küstenwache sollen die tunesischen Gewässer patrouillieren, um den Menschenhandel über das Mittelmeer zu bekämpfen. Schiffe mit modernen Radarsystemen sollen die Abfahrt kleinerer Boote aus dem Küstenort Sfax verhindern. Von hier aus starten die meisten Migrantenboote in Richtung Lampedusa.
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