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Jetzt folgen klinische Studien

Forscher finden mögliche Therapie gegen Corona

Dass Krebsmedikamente bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 helfen können, hatten bereits verschiedene andere Forscher berichtet.

Viren nutzen und manipulieren die Kommunikationswege ihrer Wirtszellen und bringen sie dazu, ihnen bei der Vermehrung zu helfen. Wie genau das Coronavirus SARS-CoV-2 das macht, haben Biochemiker und Virologen von Goethe-Universität und Universitätsklinikum Frankfurt jetzt herausgefunden, wie "Bild" berichtet. Sie haben erstmals ein Gesamtbild der Kommunikation einer menschlichen Zelle erstellt, die von SARS-CoV-2-Viren befallen ist.
 
Damit können die Forscher erstmals die Fragen beantworten: Wie funktioniert die Kommunikation der Zellen normalerweise? Und was genau ändert sich durch Corona? "Wir hatten früh ein System, um menschliche Zellen in der Plastikschale mit Corona zu infizieren. Deren Signalwege haben wir mit denen gesunder Zellen verglichen. Dabei konnten wir uns 16 000 verschiedene Kommunikationspunkte in den Zellen anschauen. Und wir haben gesehen: Bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 wurden mehrere 1.000 davon verändert", sagt Christian Münch vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität Frankfurt gegenüber "Bild".

Forschern ist es gelungen Virusvermehrungen zu stoppen

Mit Krebsmedikamenten ist es den Forschern auch gelungen, die Virusvermehrung zu stoppen, wie sie in Zellkultur-Experimentenzeigen konnten. Sie nutzten dazu bereits zugelassene Krebs-Wirkstoffe, aber auch solche, die noch in klinischen Studien erprobt wurden. Ihre Namen: Sorafenib, Lonafarnib, Omipalisib, Pictililib und RO5126766.
 
In weiteren Studien muss sich nun zum Biespiel zeigen, ob die Wirkstoffe im Körper auch dort ankommen, wo die Vermehrung von Coronaviren gestoppt werden muss. Oder welche Dosis bei COVID-19 wirksam ist.
 
Forscher der Universität Marburg haben zum Beispiel im Juni von einer 65-Jährigen berichtet, der mit dem Krebsmedikaments Ruxolitinib geholfen werden konnte.
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